Verlust von Tier und Pflanzenarten bedroht auch den Menschen

Der Klimawandel trägt massgeblich dazu bei, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Die neuste Rote Liste der bedrohten Arten bringt erschreckende Zahlen zu Tage.

Bereits 20 000 Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht.
Bereits 20 000 Tier- und Pflanzenarten, wie dieser Feuerfalter, sind vom Aussterben bedroht. Foto: © Rosenzweig / Wikipedia
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Vielen Schutzmassnahmen zum Trotz schreitet das Artensterben weltweit immer weiter voran. Berichten der Weltnaturschutzorganisation IUCN zufolge drohen von fast 64 000 untersuchten Tier- und Pflanzenarten rund ein Drittel (etwa 20 000) komplett zu verschwinden.

Das Verlorengehen so vieler Arten ist aber nicht nur eine tragische Einbusse für die Biodiversität auf unserem Planeten, es stellt auch eine ernsthafte Gefahr für die Menschheit dar. Denn eine reiche Artenvielfalt ist laut IUCN die Grundlage für Nahrung, Medikamente und sauberes Wassers.

Gerade die Pharmaindustrie bekommt den Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu spüren. Denn trotz Hightech haben 100 der meistverschriebenen Medikamente in den USA den Ursprung in wilden Pflanzen oder Tieren.

Verantwortlich für das Artensterben ist hauptsächlich die Wirtschaft und der damit einhergehende Klimawandel. Aber auch das Einführen von nicht heimischen Pflanzen oder Tieren, welche einheimische Arten verdrängen, tragen massgeblich zum Verlust der Biodiversität bei.

Quelle: welt.de Text: Jessica Buschor

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