Nachhaltigkeit

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In der Politik, bei Organisationen und immer öfter auch in der Wirtschaft wird der Begriff «Nachhaltigkeit» inflationär gebraucht. Was bedeutet aber Nachhaltigkeit genau? Und müssen wir unser ganzes Leben grundlegend umstellen, um globale Nachhaltigkeit zu erreichen?

Nachhaltigkeit – von der Forst- in die Marktwirtschaft

Die Wurzeln des Begriffes der «Nachhaltigkeit» sind in der Forstwirtschaft anzusiedeln. Schon im 16. Jahrhundert war es den Forstwirten wichtig, dass die Waldräume nicht zerstört, sondern schonend genutzt würden. Erst seit 1999 gibt es eine ganz klare Definition des Begriffes Nachhaltigkeit, die der Sachverständigenrat für Umweltfragen festgehalten hat: Ressourcen dürfen nur so weit genutzt werden, dass sie daraufhin fähig sind, sich auf natürliche Weise zu regenerieren. Wer nachhaltig ist, geht schonend mit natürlichen Ressourcen um und ist sich bewusst, was ihm zur Verfügung steht und was nicht.

Nachhaltigkeit hat nicht nur mit Ökologie und erneuerbaren Energien zu tun. Es gibt viele weitere Lebensaspekte, die ins vollständige Bild der Nachhaltigkeit einfliessen. Beim Kaufen von Produkten ist es beispielsweise sehr wichtig, dass sie nicht nur ökologisch, sondern auch sozial vertretbar hergestellt wurden. Firmen, die ihre Arbeiter in Billiglohnländern zu miserablen Arbeitsbedingungen anstellen, sollten wirtschaftlich nicht unterstützt werden. Im Bauwesen ist die Nutzung von Ressourcen ein zentrales Thema. Wer sich für ein Passiv- oder Niedrigenergiehaus entscheidet, tätigt bereits einen riesigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Für fast jede Alltagsgewohnheit, entsteht mit kleinsten Varianten eine umweltverträglichere Alternative. Hierfür muss man vernetzt vorausdenken. Eine Umsetzung eines nachhaltigen Lebensstils ist aber durchaus für jeden von uns möglich.

Dreiecke und Säulen – Symbole der Nachhaltigkeit

Um das Bild der Nachhaltigkeit zu verdeutlichen, gibt es das «Nachhaltigkeitsdreieck», basierend auf den «Drei Säulen der Nachhaltigkeit». Diese unterstreichen die Bedeutung der drei Sphären Ökologie, Ökonomie und Soziales, worauf sich die Nachhaltigkeit stützen muss – eben, wie auf stabilen, kräftigen Säulen. Sollten nicht alle drei Aspekte gleich stark berücksichtigt werden, gerät das Konzept der Nachhaltigkeit ins Wanken. Wirtschaft, Mensch und Natur müssen im Einklang leben. Dieses Ziel braucht den Einsatz von uns allen.

Quelle: nachhaltigkeit.org Text: Sabrina Stallone

 

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