Nachhaltiger Tourismus

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Nachdem wir lange Zeit immer fernere, jedoch immer kürzere Reisen antraten, zeigen sich jetzt die erschreckenden Resultate: Zerstörte Lebensräume und seelenloser Massentourismus. Heute gibt es eine Gegenbewegung dazu: den nachhaltigen Tourismus.

Nachhaltiger Tourismus heisst näher rangehen

Nachhaltiger Tourismus bedeutet, achtungsvoll mit der Natur und den Bewohnern des bereisten Landes umzugehen. Immer mehr Leute bekennen sich zum nachhaltigen Tourismus und stellen sich auf ökologisch und sozial vertretbareres Reisen ein. Wichtig ist dabei, die Kultur kennenlernen zu wollen, sie naturnah zu erleben und die lokalen Unternehmen wann immer möglich zu unterstützen.

Tourismus generiert in vielen Ländern das grösste Einkommen. Mit unseren Entscheidungen als Urlauber beeinflussen wir den Wohlstand eines Staates nachhaltig. Vor der Reise ist also es entscheidend, sich umfassend mit dem Reiseland zu beschäftigen. Wie sicher ist das Land, wie transparent seine Wirtschaft? Wird unser Geld korrupte Machenschaften mitfinanzieren? Soziale und ökonomische Fragen sind mindestens genauso ein Teil des nachhaltigen Tourismus, wie die ökologischen Aspekte.

Nachhaltiger Tourismus fängt bei den Reiseanbietern an

Diese Überlegungen sind beim nachhaltigen Tourismus nicht nur bei den Reisenden, sondern auch bei den Anbietern von Bedeutung. So sehr sich der Urlauber auch bemüht, wenn in der Tourismusbranche keine nachhaltigen Reiseangebote gemacht werden, kann kein Umdenken stattfinden. In der Gastronomie muss auf regionale und saisonale Lebensmittel gesetzt werden. Zudem hat die Hotellerie den sogenannten «Corporate Responsability and Sustainability»-Standards zu entsprechen, um ein nachhaltiges und faires Unternehmen zu führen. Mit vernünftigen Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen sorgen die Reiseanbieter für das Wohl der Mitarbeiter, das beim nachhaltigen Tourismus mindestens genauso wichtig ist, wie die Komforts der Urlauber.

Quellen: ch.ch, steinbock-label.ch, Text: Sabrina Stallone