Leihen statt kaufen: Schweden teilen jetzt kostenlos Designermode

ShareWear heisst der Trend aus Schweden. Begonnen haben den gratis Online-Kleidertausch über Instagram einige Designer, die dafür einen Teil ihrer Kollektionen zur Verfügung stellten. Doch man kann auch eigene Klamotten teilen oder leihen. So funktioniert's.

Sharewear: Schweden teilen Kleidungsstücke anstatt sie wegzuwerfen
Foto: © g-stockstudio / iStock / Thinkstock
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Mit dem Hashtag #sharewear laden Teilnehmer der Sharing-Aktion ein Foto ihres ausgedienten Stücks hoch. Wer den ersten Kommentar zum Bild schreibt, darf sich die Kleidung für eine Woche ausleihen. Danach stellt die Person die geteilte Bluse, Stiefel oder das Hemd wieder auf Instagram ein, bis der nächste kommentiert, und so weiter.

Für die schwedische Post gibt es dadurch jedoch nicht mehr Arbeit, denn der Gedanke dabei ist, die Kleidung in der Nähe selbst abzuholen. Deshalb muss der Anbieter seinen Standort mit angeben.

Der Hintergrund der Aktion ist, dass Teilende mit Ausleihenden in Kontakt kommen, aber auch, auf die Wegwerf-Mentalität gerade in der Kleiderindustrie aufmerksam zu machen und nachhaltigere Wege aufzuzeigen. Deshalb beteiligen sich auch namhafte Designer an dem Projekt. So können unter anderem Modemarken wie Filippa K, House of Dagmar oder NIKOLAJ d'ETOILES über #sharewear ergattert werden.

Sharing in der Schweiz

Auch in der Schweiz setzten immer mehr junge Konsumenten ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität. Sei es, dass Sie vermehrt Second Hand einkaufen oder an Kleidertausch-Aktionen mitmachen: Das Bewusstsein, dass Kleider mehr ist als nur kurzlebige saisonale Mode ist, steigt.

Doch bei den eigenen Kleidern ist längst nicht schluss. Denn auch Sharing hat sich in den letzten Jahren in der Schweiz massiv weiterentwickelt. So gibt es inzwischen für verschiedenste Bedürfnisse gute und praktische Sharing-Angebote in der Schweiz. Auch der Konsumentenschutz will die Teilen-statt-kaufen-Mentalität fördern und weitet sein Angebot an Leihläden aus.