Kleidung ohne Schadstoffe: Bio-Labels als Wegweiser

Schadstoffe in der Kleidung meiden: Darauf sollten Sie achten

«Used Look» durch ungesunde Sandbestrahlung. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Welche Firmen vermeiden tatsächlich Schadstoffe in der Kleidung? Welche machen nur leere Versprechungen? Wo wurden Vorsätze wieder geändert oder neu getroffen? Für den Verbraucher ist dies oftmals nicht leicht zu durchschauen. Bei der Orientierung helfen Bio-Label wie der Öko-Tex Standard 100 («Textiles Vertrauen»).

Die in St.Gallen ansässige Bluesign technologies ag hilft Textilfirmen, ihre Produkte möglichst umweltverträglich herzustellen. Das Bluesign-Siegel informiert nicht nur über den Schadstoffgehalt im fertigen Kleidungsstück, sondern bezieht den gesamten Produktionsprozess ein.

Tipps für Kleidung ohne Schadstoffe

  • Kaufen Sie bevorzugt bei Modehäusern ein, die transparent über die Herkunft der Kleidung berichten und ihr Engagement für eine saubere und faire Produktion dokumentieren.
  • Vorsicht bei Schnäppchen: Der günstige Preis geht häufig zu Lasten der Umwelt oder fairer Arbeitsbedingungen.
  • Tragen Sie Kleidung in dem Bewusstsein, dass ihre Herstellung viel Arbeit erfordert. Seien Sie skeptisch bei allzu günstiger Ware (Richtwert der CCC: T-Shirts unter zehn Franken).
  • Überdenken Sie die Wegwerf-Mentalität: Lieber weniger Kleidungsstücke kaufen und dafür Qualität den Vorrang geben.
  • Besonders in schwarzer Kleidung stecken oft giftige Chemikalien. Wer weniger davon trägt, kann Schadstoffe reduzieren.
  • Prüfen und bevorzugen Sie bei jedem Kleiderkauf möglichst die Bio- und Fairtrade-Angebote (auf Label wie Bio und Öko-Tex Standard 100 achten!).
  • Die Erklärung von Bern hat eine iPhone-App «Fair Fashion» entwickelt, die Sie hier herunterladen können.

 

Weiterführende Links

Auf der Homepage von Bluesign können Sie Broschüren herunterladen und Videos zu verschiedenen Herstellern ansehen.

Hier finden Sie einen Beitrag zu Schweizer Labels für Bio-Mode.

Mehr Infos und Tipps zur iphone-App «Fair Fashion» finden Sie auf der EvB-Homepage. Darunter auch eine Erklärung, warum die EvB mit einer iPhone-App für faire Mode wirbt, obwohl die Produktion des iPhone selbst kritisiert wird.

 

Quellen: Greenpeace, Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch; Clean Clothes Campaign; Erklärung von Bern; Öko-Tex; Bluesign

Text: Christine Lendt

Wanderschuhe im Ökotest: Ganz ohne Chemie geht es nicht

Wanderschuhe im Ökotest: Ganz ohne Chemie geht es nicht

Ganz schön durstig: Unglaublicher Wasserverbrauch für Jeans

Ganz schön durstig: Unglaublicher Wasserverbrauch für Jeans

Öko-Mode Trends 2012: Stylisch durch Frühjahr und Sommer

Öko-Mode Trends 2012: Stylisch durch Frühjahr und Sommer