Aldi will Schuhe und Textilien künftig giftfrei produzieren

Bei Untersuchungen wurden in Kleidern und Schuhen von Aldi Schadstoffe gefunden. Jetzt reagiert das Unternehmen und verpflichtet sich, in Zukunft keine gefährlichen Chemikalien mehr für die Produktion einzusetzen.

Giftige Kleidung: Aldi will schadstofffrei produzieren
Foto: © Marie-T / iStock / Thinkstock
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Aldi will bis 2020 giftige Kleidung und Schuhe komplett aus seinem Sortiment verbannen. Der Discounter folgt damit den Forderungen von Greenpeace. Die Umweltorganisation hatte im Herbst 2014 in Kinderschuhen und –kleidung von Aldi grosse Mengen an Dimethylformamid (DMF) nachgewiesen, einem hormonell wirkenden Stoff, der die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen kann.

Die Tests fanden im Rahmen der 2011 gestarteten Detox-Kampagne statt, bei der Greenpeace weltweit gekaufte Kleidungsstücke unterschiedlicher Anbieter auf Schadstoffe testet. Auch bei vielen anderen Marken wurde im Laufe der Studie früher schon giftige Kleidung gefunden. Einige der betroffenen Modelabels und Discounter, wie etwa ZARA, Coop oder Lidl hatten sich nach Bekanntgabe der Testergebnisse ebenfalls verbindlich bereit erklärt, künftig giftfrei zu produzieren.

Detox-Kampagne: So wird auf Schadstoffe geprüft

Die Umweltschutzorganisation testet die Abwässer von Textilfabriken, die fertigen Textilien und auch das Wasser, das nach dem ersten Waschen der Kleidung aus der Waschmaschine läuft. Dabei schnitten nicht nur viele Anbieter günstiger Kleidung schlecht ab, auch bei grossen Marken fand sich giftige Kleidung im Sortiment. Insgesamt befanden sich sogar in über zwei Dritteln aller getesteten Artikel schädliche Inhaltsstoffe.

Quellen: greenpeace.org, tagesspiegel.de