Giftfreie Kinder-Kleidung: Vorsicht beim Kleiderkauf

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Zur Vorfreude aufs Baby gehört der Gang in die Babykleiderabteilungen. Alles gibt es in herrlich bunten Farben, mit Tiermotiven und Blumen verziert. Doch aufgepasst, denn nicht alle diese hübschen Farben können für die Eltern Anlass zur Freude sein.

Nicht immer ist Kinder-Kleidung frei von Giftstoffen.
Nicht selten enthält Baby-Kleidung Giftstoffe, die Ihrem Kind schaden können. Foto: Olesia Bilkei / iStock / Thinkstock

Kinder lieben es knallbunt mit lustigen Motiven. Doch gerade in diesen Sachen finden sich immer wieder giftige Rückstände: So stecken Pestizide, mit denen die Baumwollpflanzen behandelt wurden, immer noch in der Kleidung. Beispielsweise mit Phthalaten. Phthalate sind Weichmacher, die dafür sorgen, dass die Applikationen von Tieren, Blumen und Prinzessinnen auf T-Shirts, Schlafanzügen oder Jacken weich und geschmeidig sind. Obwohl Phthalate erwiesenermassen fruchtbarkeitsschädigend sind, sind sie in der EU noch nicht gesetzlich verboten. Typische Kandidaten für Weichmacher in Babykleidung sind, neben den gummierten Applikationen, etwa Schuhsohlen oder die Sohlen von Laufsöckchen. Aber auch in Regenkleidung werden oft diese Stoffe eingesetzt. Deshalb dürfen Regensachen niemals auf nackter Haut getragen werden. Beim Kauf von solchen Produkten sollte man unbedingt auf einen Hinweis wie «frei von Weichmachern/Phthalaten» achten.

Giftcocktail in Kleidern

Damit die neuen Kleider schön bunt werden, setzen die Hersteller gerne Schwermetalle in Form von zinnorganischen Verbindungen ein. Besonders bedenklich ist dies, wenn die belasteten Textilien direkt und lange auf der Haut getragen werden, wie es etwa bei Kinderschlafanzügen, Babyschlafsäcken oder Bodies der Fall ist.

Dieser hochgiftige Cocktail aus Pflanzenschutzmitteln, Weichmachern und Farbstoffen löst bei Kindern oftmals Hautirritationen aus und jedes dritte Kind bekommt gar eine Allergie.Denn für Kinder sind Giftstoffe in der Kleidung besonders schädlich: Sie haben im Verhältnis zum Körpergewicht eine größere Hautoberfläche als Erwachsene. Ihr Stoffwechsel arbeitet schneller, was dazu führt, dass die Giftstoffe in einer höheren Dosis in den Körper dringen.