Schön, kuschelig und «Öko» ist diese Fashion für den Herbst und Winter

Gerade im Herbst und Winter packen wir uns wieder richtig gut ein. So sind schnell 90 Prozent unserer Haut mit Bekleidung bedeckt. Da will man sich schon wohlfühlen in der zweiten Haut, schick aussehen noch dazu. Eine Alternative zur konventionellen, oft nicht unbedenklich produzierten Klamotte bietet die steigende Zahl jener Hersteller, die auf Ökofashion setzen.

Ökofashion Herbst Winter: Von Bio Wolle bis fair gehandelte Mode
Schick, kuschelig und noch dazu umweltfreundlich und fair produziert: Angesagte Ökofashion. © Foto: Hessnatur
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Für fair gehandelte Mode und Ökofashion, etwa aus Bio-Baumwolle, spricht so einiges. Gerade Letztere stammt aus biologischer Tierhaltung, von der nicht nur die Tiere selbst, sondern auch die späteren TrägerInnen profitieren. In der konventionellen Schafhaltung werden so viele Tiere wie möglich gehalten, mit erheblichen Nebenwirkungen, und Enge bedeutet oftmals Parasitenbefall. Um eine Verbreitung zu vermeiden, werden diese Schafe regelmässig in Pestiziden wie Phosphate und Pyrethroide gebadet. Doch beide Chemikalien gelten als Nervengifte und können in der späteren Kleidung durchaus noch enthalten sein.

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Kleidung aus dem Avocado Store hält warm & ist nachhaltig

Dieser warme Komodo Polka Navajo Mantel aus einer Wolle-Viskose-Mischung ist im Avocado Store zu finden. Die Ökofashion von Avocado Store ist fair und sozial aus Bio-Baumwolle hergestellt. Foto: Avocado Store

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Umweltfreundliche und fair gehandelte Ökofashion für die kalte Jahreszeit

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Mode- und Designerlabels, die auf Ökofashion und fair gehandelte Mode setzen, die umweltfreundlich produziert wird und unter fairen Arbeitsbedingungen. Zwar werden unterschiedliche Kriterien angesetzt, doch eine erste Orientierung bieten das IVN-Naturtextillogo, das GOTS-Siegel oder das Fairtrade-Logo. Zudem erhalten schadstofffreie Textilien auch das bluesign®-Logo.

Manches Ökofashion-Haus geht heute sogar so weit, dass sie nicht mehr in den umstrittenen asiatischen Fabriken produzieren lassen, sondern in der Heimat, zumindest in Europa. Dies machen mittlerweile auch einige Hersteller aus der Schweiz, die ihre schicke Mode unlängst auf der Mode Suisse präsentierten.

Ganz schön sportlich: Ökofashion für Aktive

Auch funktionelle Mode für die kältere Jahreszeit kann «öko» sein, wie es zahlreiche Sportmodehersteller zeigen. So wie Produkte der Schweizer Hersteller Switcher oder Zimtstern, von Patagonia und vielen weiteren Firmen. Diese Unternehmen setzen bei ihrer sportlich-funktionalen Ökofashion beispielsweise auf Plastikflaschen-Recycling für Kunstfaserstoffe, die dann zum wohlig-warmen Fleece verarbeitet werden. Der PET-Anteil bei Recycling-Fleece liegt bei 50 bis 90 Prozent. Damit werden Abfallberge, Ressourcenverbrauch, die Menge der benötigten Energie oder der CO2-Ausstoss teils drastisch reduziert. Polartec hat es sogar geschafft, einen Teil seiner Fleecekollektion zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial herzustellen.

Andere Hersteller wie Hessnatur oder auch Engel Naturtextilien – erhältlich in vielen Schweizer Fachgeschäften – verwenden Bio-Wolle für einen ultraleichten, sehr wärmenden, chemie- und kunststofffreien Fleece. Die hierfür verwendete Merino- oder Schurwolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Beide glänzen durch vielfältige, positive Eigenschaften. So ist der Fleece aus Bio-Baumwolle, wie das künstliche Pendant, wärme- und feuchteregulierend, atmungsaktiv, schmutzabweisend und auch noch antibakteriell.

Sportlich und sexy: Warme Ökofashion für Untendrunter

Ob sportlich aktiv oder einfach funktional, heute gibt es einige Labels, die auch bei besonders warmer Wäsche auf Naturmaterialien setzen. Auch hier kommt Bio-Wolle zum Einsatz, gerne gemischt mit zarter Seide. Hersteller solch einer Wäsche sind Hessnatur, Engel Naturtextilien oder der Outdoorausrüster Patagonia.

Quellen: Hessnatur, Engel Naturtextilien, Avocadostore, Switcher, Getchanged.net, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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