Casual, weiblich & hochwertig: Öko-Mode mit Stil

Öko-Kleider werden immer beliebter.

Mode von Laure Paschoud. Foto: © Sophie Huguenot

Feminin und zweckmässig - Mode von Laure Paschoud

Sie entwirft Öko-Mode für ihr Label Atelier Laure Paschoud, was sie 2010 gründete. Doch der Markt ist aus ihrer Sicht überschwemmt mit Kleidung. Die einzige Möglichkeit ist deshalb, sozial- und umweltverträgliche Mode zu produzieren. Die Designerin stellt mit ihrem Label sicher, dass die Kleidung unter bestmöglichen Bedingungen gefertigt wird. Deshalb verwendet sie ausschliesslich wiederverwertete, biologische oder Fair-Trade-Stoffe. Für ihre Kollektion setzt sie auf Hanfmix, Baumwolle und Seide und lässt diese komplett in Bosnien fertigen. Dort haben eine schweizer und eine bosnische Familie ein Atelier eröffnet, in dem etwa 15 einheimische Frauen arbeiten. Sie erhalten dadurch eine Perspektive – in einem noch immer vom Balkankrieg gezeichneten Land. Dass sie den Menschen in dieser Situation helfen kann, bedeutet Laure Paschoud viel. Doch auch die Langlebigkeit eines einzelnen Kleidungsstückes gehört zum nachhaltigen Konzept. Als Designerin achtet sie jedoch nicht nur auf hochwertige Materialien und gute Verarbeitung, sondern auch auf kreative Ideen. In diesem Sommer inspirierte sie die grafische Darstellung von Schallwellen. Aus Kurven und Ausschlägen wurden Falten; Raffung und Volumen. Man kann die gesamte Kollektion als eine Melodie verstehen – mit farbigen Highlights - die den Titel  «Hörsinn» trägt. Laure Paschoud ergänzt ihr Farbspektrum um ein helles gelb und fuchsia, dass sie mit Grau und Schoko kombiniert. Ihr Ziel ist auch in diesem Sommer: Frauen sollen sich nicht eingezwängt sondern natürlich-schön fühlen. Weitere Infos unter www.atelier-laurepaschoud.ch.

Exclusive Öko Fashion in der Schweiz

Feminin, elegant und zudem leicht wie eine Sommerbrise - so kann man die aktuelle Kollektion von Christina Krämer beschreiben. Die studierte Modedesignerin entwirft exklusive Mode aus Naturmaterialien und legt gleichzeitig Wert auf traditionelles Handwerk. Dabei orientiert sie sich an den aktuellen Trends und bleibt sich dennoch  treu. Zu ihrem Konzept gehört, dass alle verwendeten Stoffe aus nachhaltiger Produktion stammen. So kommt die schweizer Bio-Seide ursprünglich aus China und ist aus biologisch kontrolliertem Anbau. Bei der Produktion wird zudem auf die Einhaltung von sozialen Arbeitsstandards geachtet, was beispielsweise eine Fünf-Tage-Woche mit einschliesst. Die Designerin lässt alle zertifizierten Biostoffe in Italien färben und die Kleidung in Europa anfertigen.

Mode von Christina Krämer.

Exklusive Mode aus Naturmaterialien von Christina Krämer. Foto: © Julia Blank

«Im Sommer sind knallige Farben angesagt,» erzählt Christina Krämer. «Da fragte ich mich zu Anfang schon, ob ich diesen Trend in meine Kollektion einfliessen lassen kann. Die Lieferanten können nicht immer  nachhaltig produzierte Stoffe in den angesagten Farben oder mit Drucken anbieten. Deshalb entwickle ich nun auch eigene nachhaltige, bedruckte Stoffe für die nächste Sommerkollektion.» Die Shirts, Hosen und Kleider aus Bio-Seide und -baumwolle sollen mit Lebensfreude und einem guten Gefühl getragen werden. Neben fliessenden Schnitten spielen dabei auch Farben eine Rolle. Deshalb setzt Christina Krämer in diesem Sommer auf Orange, Petrol, Blau, Koralle, Weiss, Gold und auf ein warmes Braun/ Schoko. So könne man je nach Stimmungslage und Anlass Shirts, Kleider, Overalls und Hosen kombinieren. Ganz im Trend liegt man mit dem grossmaschigen Sommerpullover aus Bio-Wolle. «Alle Kleidungssstücke sind wandelbar. Man braucht nur aus den Turnschuhen in die High Heels zu schlüpfen, um ausgehfertig zu sein. So genügen wenige Teile, die man zu verschiedenen Anlässen tragen kann,» erklärt die Modedesignerin. Weitere Informationen unterchristinakraemer.com.

Informationen, Labels und Kleiderfirmen zu Öko-Mode finden Sie hier:

  • Übersicht über Öko-Mode-Labels in der Schweiz.
  • Die EVB konntrolliert Kleiderfirmen, wie fair die Modeproduktion ist.
  • Die christliche Initiative Romero informiert über Öko-Fashion.
 

Quellen: Hess-Natur, Christina Krämer, Laure Paschoud, auras vogue, madeleine Text: Kerstin Borowiak