Probearbeit im Sweat-Shop: Junge Mode-Fans erleben Weg ihrer Kleidung

Drei junge Modeblogger wurden für die Online-Serie "Sweatshop - Deadly Cheap Fashion" von einer norwegischen Tageszeitung nach Kambodscha geschickt. Dort erfahren sie, wie die Kleidung produziert wird, für die sie zu Hause in Norwegen viel Geld ausgeben.

Nachhaltigkeit spielt keine Rolle: Über die Arbeit in Sweatshops
Foto: Screenshot Video Aftenposten / Sweatshop: Deadly Cheap Fashion
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In ihren Blogs präsentieren die drei jungen Leute gerne ihre neuste Shopping-Beute. Mit einer Webdoku zeigt die Osloer Tageszeitung Aftenposten den offensichtlich ahnungslosen Jugendlichen nun vor Ort, wie es ist, die von ihnen angepriesene billige Kleidung herzustellen.

Die drei Mode-Fans Anniken, Ludvig und Frida (17-21 Jahre) wurden dafür in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh mit der Kamera durch die Abgründe der Kleiderindustrie begleitet. Sie mussten selbst in einer Textilfabrik arbeiten und haben die Menschen kennengelernt, die ihre Kleidung zusammennähen.

Auch erfuhren die jungen Modeblogger, wie es ist, von den durchschnittlich gezahlten drei Euro am Tag überleben zu müssen. Ein Lohn, von dem viele Arbeitnehmer nicht einmal genug zu Essen kaufen können, um ihre Familie zu ernähren. Während des Ausflugs zeigen sich die Jugendlichen sichtlich schockiert über die Zustände.

 

Die gesamte Serie ist kostenlos online bei der Tageszeitung Aftenposten zu sehen.

Was ist ein Sweatshop?

Sweatshop ist eine herabwertende Bezeichnung für Fabriken in den Entwicklungs- bzw. Schwellenländern, die zu Niedriglöhnen und unter schlechten Arbeitsbedingungen produzieren lassen. Sie werden auch Ausbeutungsbetriebe genannt. Zu dem geringfügigen Arbeitslohn kommen schlechte Rahmenbedingungen hinzu:

  •     Keine Tarifverträge
  •     Lange Arbeitszeiten (oft 7-Tage-Woche, bis 12 Std.)
  •     Fehlender Kündigungsschutz

Besonders in der Modeindustrie sind in den letzten Jahren immer öfter solche Betriebe entlarvt worden.

Quellen: br.de, aftenposten.no; Text: Regina Rohland