Philipp Schnell fordert eine nachhaltige Stromproduktion

Für welche persönliche Öko-Sünde schämen Sie sich am meisten? Und warum begehen sie diese trotzdem?

Ab und zu eine Zigarette rauchen am Abend. Dies ist nachhaltig schlecht für mich persönlich. Zudem habe ich die schlechte Gewohnheit, die Zigarettenstummel auf offener Strasse wegzuwerfen.

Angenommen, eine nachhaltigere Gesellschaft wäre nur mit persönlichem Verzicht machbar. Auf was würden Sie verzichten?

Auf jegliche Art von Verpackungen von Produkten und auf ein eigenes Auto.

Was für ein nachhaltiges Produkt oder welche nachhaltige Dienstleistung würden Sie sich wünschen?

Eine echt nachhaltige Stromproduktion würde ganz viele Anforderungen einer nachhaltigeren Gesellschaft erfüllen.

Was wäre Ihr dringendster Wunsch an die Politik zur Förderung einer nachhaltigeren Gesellschaft?

Die konsequente Förderung von nachhaltigen Energien und vor allem auch die Förderung von Forschung, Entwicklung und Ausbildung im Bereich der Nachhaltigkeit– so könnte die Schweiz auch sicher stellen, in Zukunft in diesem Markt aktiv mit zu mischen und Arbeitsplätze zu sichern.

Was planen Sie persönlich in den nächsten 2 Jahren, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen?

Wir bauen ein Haus nach dem Minergie Eco Standard.

Worin sehen Sie in den kommenden Jahren die grössten Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung?

Die Frage nach den Kosten und Nutzen der nachhaltigen Stromproduktion und private Einsprachen gegen Projekte, welche die nachhaltige Entwicklungen für die Allgemeinheit vorantreiben.

Nachhaltige Lösungen haben oft ästhetische Beeinträchtigungen zur Folge, wie zum Beispiel Solarzellen im historischen Stadtbild. Wo sollte man die Grenze ziehen?

Die Welt verändert sich – man kann doch historisches Bewahren und trotzdem moderne Lösungen anstreben. Man muss nicht immer nur schwarz-weiss malen. Es gibt meiner Meinung nach genügend Fläche für die Nutzung mit Solarzellen, ohne gleich ein historisches Stadtbild zu gefährden.

Wem würden Sie selbst die letzten 11 Fragen gern stellen? Und warum?

Allen National- und Ständeratskandidaten und allen künftigen Bundesräten. Mehr Transparenz wäre schon wichtig – wer setzt sich wirklich für Nachhaltigkeit ein…

Quelle: www.fairunterwegs.org, www.transa.ch, Text: Marco Stocker