Green Glamour: Emma Watson & Co. immer öfter in «grün» auf dem roten Teppich

Viele Konsumenten streben einen nachhaltigen Lebensstil an, schauen genau hin, fragen nach. Nachhaltigkeit ist en vogue, auch bei vielen Modelabels und «Grün» ist das neue, glamouröse «Schwarz». Auch auf so manchem Roten Teppich. Green Glamour, von Cannes bis zum Golden Globe, von Gucci bis Chopard und von Amber Valletta bis Emma Watson.

Modelabel setzen auf Green Glamour mit schicken Öko Kleidern
Foto © Eco-Age
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Es macht sich ein Wandel in der Gesellschaft breit. Allgegenwärtige Umweltsünden, tagtäglich thematisierter Klimawandel, zu hoher Energieverbrauch und Endlichkeit so mancher Ressource. Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Und in vielen kreativen Köpfen der Modeindustrie. Eine grosse Hilfe erhalten dabei kleine wie grosse Modelabels von der Agentur Eco-Age, die von Livia Firth, Frau des englischen Schauspielers Colin Firth, gegründet wurde. Sie hat ein einziges Ziel: Das Modebusiness grüner und nachhaltiger zu gestalten. Livia Firth ist eine der renommiertesten Nachhaltigkeitsexpertinnen weltweit.

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Eco-Age by Livia Firth: Ethik trifft Ästhetik

Die Agentur Eco-Age von Livia Firth ist ein einmaliges Beratungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Modelabels auf den nachhaltigen Weg zu bringen. Eco-Age nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein, deren profunde Leistungen von global agierenden Modelabels sehr geschätzt werden. Letzter Coup, um auch auf den grossen Modebühnen dieser Welt erstklassige, nachhaltige Mode ins Rampenlicht zu rücken, ist die Green Carpet Challenge. Zusammen mit arrivierten Designern verschafft Livia Firth mit ihrem Team nachhaltiger Mode grosse Aufmerksamkeit, zeigt gleichzeitig, wie schick Green Glamour sein kann. Die Green Carpet Challenge ist ein sich schnell bewegendes, dynamisches Projekt auf vielerlei Ebenen, welches letztlich dazu dienen soll, das Potenzial nachhaltigen Stils freizusetzen. Ethisch und ökologisch, ohne an Glamour zu verlieren.

Modelabels setzen auf grün

Alleine die Vielzahl der Kooperationspartner und Klienten von Livia Firth und Eco Age zeigen, dass Green Glamour schon jetzt dort angekommen ist, wo er hin soll. Er ist ein Teil des Alltags und der täglichen Arbeit vieler Modelabels fernab von Discountprodukten geworden. So gehören viele bekannte Marken zu den Klienten und Kollaborationspartnern, darunter zu finden klanghafte Namen wie Gucci D&G Alta Moda, Ermenegildo Zegna, Paul Smith oder Stella McCartney. Sie alle, und noch viel mehr Modelabels, lassen Nachhaltigkeitsaspekte in Ihr Schaffen einfliessen, fertigen Designerfashion, die Mensch und Natur nachhaltig im Auge hat.

Eines der letzten Projekte von Eco Age ist eine Tropenwald schützende Taschenkollektion von Gucci. Der Hintergrund: Brasilianische Regenwälder rund um den Amazonas werden tagtäglich abgeholzt, um dort Rinder zu züchten. Nicht nur zur Fleischproduktion, sondern auch für den grossen Hunger nach Leder für die Mode- und Accessoire-Industrie. Zusammen mit mehreren Umweltschutzorganisationen haben das Modelabel und Eco-Age ein Konzept entwickelt, welches nach wie vor die Wirtschaft in dem südamerikanischen Staat fördert, den vorhandenen Regenwald indes schützt. Das Ergebnis: Eine Handtaschen-Serie, die garantiert keinem Tropenholz ein Blatt krümmt. Und erst kürzlich machte Eco-Age Furore mit einer Kooperation mit der Schweizer Luxusmarke Chopard, die nun auch edelsten Gold- und Diamantschmuck aus garantiert fairer Quelle produziert.

Stars und Green Glamour

Viele Stars denken um und setzen sich ganz öffentlich für mehr Nachhaltigkeit ein. In Sachen Öko-Kleider sind dies beispielsweise die Schauspielerinnen Emma Watson oder Amber Valletta, aus der Modelszene das englische Supermodel Emily Cole. So ist Emma Watson Repräsentatin und Model für Modelle der Green Carpet Challenge. Amber Valletta hat eine kleine und rundum nachhaltige Kollektion zusammengestellt, welche exklusiv bei Yoox, einem der weltweit grössten Modeportale, gekauft werden kann. Unter dem Label «Master & Muse» präsentiert Amber Valletta hier sozial verantwortliche Marken. Super schicke, giftfreie Schuhe, luxuriösen, nachhaltigen Schmuck, Accessoires aus Recycling-Leder oder handgefertigte und abfallfreie Öko-Kleider, die jeder Trägerin schmeicheln.

Und schliesslich Lily Cole. Die Modespezialistin, die sagt «es ist verrückt etwas nicht nachhaltiges zu konsumieren oder zu benutzen, wenn es nachhaltige Alternativen gibt, die die Umwelt schützen und ihr helfen». So hat sie nicht nur eine Schmucklinie aus natürlichem Kautschuk aus nachhaltigem Anbau herausgebracht deren Profite zu 100 Prozent dem Schutz der Regenwälder zufliessen. Lily Cole hat auch ein eigenes Label mit modischen Strick-Accessoires aus angesagtem XXL-Garn gegründet. Nachhaltige Schafhaltung, kurze Transportwege, handgestrickt in England, das sind die Eckdaten der langlebigen Accessoires der Marke «The Northern Circular».

SomySo: Ein Schweizer Modelabel setzt auf Green Glamour

Nicht nur in den Modemetropolen Paris oder London kommen mehr und mehr Modelabels auf den grünen Geschmack. Denn auch in der Schweiz gibt es so einige Modemacher, die auf Green Glamour setzen. Eines davon ist das 2010 gegründete Modelabel SomySo aus Schaffhausen. Die Gründerin Somy Jud verbindet in einzigartiger Manier glamouröse Mode mit edelsten Materialien. Mode, in der sich Frau jeden Alters einfach wohlfühlen soll. Wie schick die grüne Mode Made in Switzerland aussieht, zeigt ein kurzes Video von der letzten Berlin Fashion Week:

Quellen: ELLE.co.uk, www.eco-age.com, The Northern Circular, Yoox, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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