Wappnen Sie sich für die Kälte: Das spricht für Öko bei Mütze, Schal & Co.

Mütze, Schal und Handschuhe sind Accessoires, auf die man im Winter kaum verzichten möchte. Da liegt es nahe, nachhaltige Produkte auszusuchen - zumal diese Kleidungsstücke direkt auf der Haut getragen werden.

Bei Schals & Co kommt es auf Öko-Materialien an
Öko-Materialien sind besser für die Gesundheit und das Gewissen. Foto: © PIKSEL / iStock / Thinkstock
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Wie bei anderen Kleidungsstücken, können sich auch bei den Accessoires mehrere Aspekte auf die Nachhaltigkeit auswirken: Anbaumethoden oder die Art der Tierhaltung, Arbeits- und Transportbedingungen sind genauso zu berücksichtigen wie die Nachbehandlung der Produkte mit Farben und anderen Chemikalien.

Öko-Accessoires: Auf das Material kommt es an

Eine Möglichkeit ist, die Accessoires bei Öko-Herstellern wie Hessnatur oder Waschbär zu kaufen. Im Zweifelsfall sollten Sie auf Zertifizierungen achten oder nachfragen, unter welchen Bedingungen die Kleidungsstücke produziert wurden. Naturwolle etwa zählt nach wie vor zu den beliebtesten Materialien bei Mütze, Schal und Handschuhen. Es genügt jedoch nicht, auf zum Beispiel eine chemikalienfreie Verarbeitung zu achten.

So beginnt die Erzeugung von echter Öko-Wolle schon bei der Schafhaltung: Die Tiere grasen auf organisch gedüngten Weiden und erhalten keine Antibiotika. Beim Waschen der Rohwolle werden biologisch abbaubare Substanzen verwendet. Auf diese Weise bleibt ein grosser Teil des natürlichen Wollfetts Lanolin erhalten. Anders als konventionelle Rohwolle wird diese Wolle nach der Schur nicht mit Insektiziden besprüht, um einen Mottenbefall während des Transports zu verhindern. Beim Einfärben werden ausschliesslich Pflanzenfarben eingesetzt.

Accessoires aus Merino-Wolle: Auf die Herkunft achten!

Schafswolle hat die Eigenschaft, sich in Reinform recht kratzig anzufühlen. Im Trend liegt daher die kuschelige Merino-Wolle. Es gibt daraus gefertigte Mützen, Schals und Handschuhe in allen Farben und Strickmustern. Auch einige Öko-Anbieter haben entsprechende Produkte in ihr Programm aufgenommen. Auf die Herkunft zu achten, ist unabdingbar, wenn es um Merino-Wolle geht, denn das Material sorgte bereits für heftige Diskussionen.

Öko-Accessoires für den Winter: Nachhaltige Schals, Mützen und Handschuhe

Öko-Mützen und -Schals bietet zum Beispiel Waschbär. Foto: © Waschbär

Merino-Schafe haben am Hinterteil besonders viele Falten - ein Platz, an dem Fliegen gerne ihre Eier ablegen. Um dies zu unterbinden, wurde die umstrittene Methode des Mulesing eingeführt. Dabei werden den Lämmern im Laufe ihres ersten Lebensjahres ohne Betäubung diese Hautfalten entfernt. Diese Methode wird vorrangig in Australien durchgeführt. Wie der Outdoor-Ausrüster «Globetrotter» mitteilt, wird in anderen Ländern nach Alternativen geforscht, die dort auch bereits zum Einsatz kommen. «Uns ist es wichtig, ausschliesslich Produkte von Lieferanten zu führen, die ihre Merinowolle ohne Mulesing gewinnen», betont der Hersteller. Auch Marken wie Icebreaker und Woolpower unterstützen die Initiative gegen das Mulesing. Viele haben sich dazu dem internationalen Zque-Akkreditierungsprogramm angeschlossen, das die Produktionskette von Merinowolle überprüft. Die Zque-Zertifizierung bestätigt, dass bei der Produktion der Wolle auch der Tierschutz berücksichtigt wurde.