Zürich nun auch für Förderung des Velo-Verkehrs

Nach den Vorreitern Bern und Schaffhausen hat nun auch der Kanton Zürich passend zum Beginn der Velo-Saison die erste kantonale Koordinationsstelle für den Velo-Verkehr erschaffen. So soll das Velofahren in Zürich nachhaltig gefördert werden und mehr Menschen dazu bringen, von anderen Verkehrsmitteln auf das Velo umzusteigen.

Der Velo-Verkehr wird jetzt ofiziell von der Koordinationsstelle in Zürich gefördert.
Grünes Licht gibt es jetzt auch in Zürich für die Förderung des Velo-Verkehrs. Foto: © anweber - Fotolia.com
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Umweltfreundlich und nachhaltig – so ist man mit dem Velo unterwegs. Doch bewegen sich zu wenig Menschen in Zürich auf diese Weise fort. Die Velokoordinatorin Kathrin Hager möchte daher viel mehr Zürcher dazu bringen, in die Pedale zu treten. Laut NZZ sieht sie dort noch ein enormes Potenzial. Als eine der wichtigsten Voraussetzungen nennt sie, dass das Velofahren bereits im Kindesalter erlernt wird. Und das soll in Zukunft mittels der Koordinationsstelle gefördert werden.

20 Millionen Franken Budget für die Velo-Förderung

Um das Velofahren populärer zu machen, steht der Koordinationsstelle ein stattliches Budget von 20 Millionen Franken innerhalb der kommenden zehn Jahre zur Verfügung. Dies soll für den Ausbau von Velofahrkursen und Kampagnen aufgewendet werden. Die Velokoordinatorin setzt laut NZZ darauf, «...dass sich die Bevölkerung dank unseren Kampagnen öfters für das Velo entscheidet und sich von unserer Begeisterung für dieses Verkehrsmittel anstecken lässt.»

Neben diesen praktischen Aspekten geht es aber auch konkret um den Aufbau einer Datenbasis zum Veloverkehr. Denn um nachhaltige und umweltfreundliche Projekte lancieren zu können, müssen Zahlen als Basis vorhanden sein. Mittels dieser und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit soll in Zukunft ein Umsteigeeffekt erreicht werden. Nutzen mehr Leute ihr Velo im Alltag, dann wirkt sich das positiv auf die Umwelt und die Lebensqualität aus, denn es gibt so weniger Autos auf den Strasse und mehr Platz im öffentlichen Verkehr. Und wem das Treten der Pedale auf Dauer zu anstrengend ist, kann mit einem E-Bike schnell und flexibel von einem Ort zum anderen kommen. E-Bikes verfügen über einen Radius von rund 20 Kilometern und sind daher für die Stadt perfekt geeignet.

Quelle: NZZ Text: Miriam Dippe