E-Bikes verdrängen Velos: Umwelt profitiert trotzdem

Statt selbst in die Pedale zu treten, entscheiden sich immer mehr Schweizer für ein E-Bike. Dadurch verdrängen die elektrisierten Räder zwar zunehmend klassische Velos ohne Motor aus den Städten. Der Umwelt nützt der E-Bike-Boom dennoch.

Elektrovelos boomen, Fahrräder werden immer weniger
E-Bikes boomen, klassische Velos werden auf den Strassen immer weniger. Foto: Fotolia
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Im Gegensatz zu klassischen Velos verbrauchen E-Bikes zwar Strom. Insgesamt bringe der E-Bike-Boom dennoch eine verbesserte Ökobilanz auf der Strasse, wie Untersuchungen der Universität Bern, sowie Befragungen von Experten und E-Bikern laut bernerzeitung.ch zeigten.

Der Grund: E-Bikes werden meist genutzt, um längere Strecken zu fahren als man sonst mit dem Velo zurücklegen würde. Solche längeren Entfernungen würden klassische Velofahrer stattdessen mit dem Motorrad, dem Auto, oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegen. Das Rad gegen ein Elektrovelo einzutauschen kann sich darum lohnen, sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel. Denn zum Beispiel ein sparsames Auto braucht für 1000 Kilometer rund 60 Liter Benzin, das E-Bike umgerechnet nur einen Liter.

Der E-Bike-Boom in Zahlen

Während 2005 noch 1800 E-Bikes in der Schweiz verkauft wurden, stieg diese Zahl bis 2011 auf rund 50.000 Stück. Auch wenn die Zahlen für 2012 noch nicht endgültig ermittelt wurden, rechnet die Branche mit einer weiteren Zunahme auf rund 60.000.

 

Quelle: bernerzeitung.ch, Text: Leena Heinzelmann