E-Bikes: So finden Sie das passende Elektrovelo

Das E-Bike-Geschäft boomt. Dabei verliert man leicht den Überblick über all die verschiedenen E-Bike-Systeme. Warum braucht es eine gute Motorsteuerung? Was ist für mich geeigneter, ein Front- oder Heckantrieb? Brauche ich Kennzeichen und Führerschein? Eine Übersicht zum richtigen E-Bike-Kauf.

Jeder muss für sich entscheiden, welches E-Bike seinen Bedürfnissen entspricht.
Jeder muss für sich entscheiden, welches E-Bike seinen Bedürfnissen entspricht. Foto: © flyer.ch
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Wer ein E-Bike kaufen möchte, sieht sich vor eine grosse Auswahl gestellt. Es gibt einige Kriterien die beim Kaufentscheid für ein Elektrovelo mit einfliessen können. Welches Elektrovelo jedoch am besten zu einem passt, muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden. Denn je nach Bedürfnis oder Nutzug kommen unterschiedliche Modelle in Frage. Experten raten daher, vor dem Kauf ausgiebig verschiedene E-Bike-Varianten Probe zu fahren und Testberichte von E-Bike-Magazinen zu studieren. Trotz allem ist es hilfreich, wenn Sie bereits ein paar Fakten zu Elektro-Velos im Voraus kennen.

Wie schnell können E-Bikes fahren?

Die Elektrovelos werden in der Schweiz in die zwei Klassen «Leichte Motorfahrräder» und in «Übrige Motorfahrräder» eingeteilt. «Leichte Motorfahrräder» dürfen mit einer maximalen Leistung von 500 Watt betrieben werden. Ohne Pedalenantrieb darf das E-Bike dabei höchstens 20 km/h fahren. Mit Tretunterstützung liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 25 km/h.

Das Mindestalter der Lenker dieser E-Bike-Klasse beträgt 14 Jahre, aber nur wenn der Jugendliche im Besitz eines Mofaführerausweises ist. Ab 16 Jahren ist kein Führerausweis mehr obligatorisch. Auch das Tragen eines Helmes ist nicht Pflicht.

Schnellere E-Bikes der Klasse «Übrige Motorfahrräder» mit einer Leistung von 500 bis 1000 Watt oder einer Höchstgeschwindigkeit von 20 bis 30 km/h ohne Tretunterstützung benötigen ein Kontrollschild. Bei diesen E-Bikes kann die Tretunterstützung bis Tempo 45 km/h wirken, welches auch der erlaubten Höchstgeschwindigkeit entspricht. Das E-Bike braucht ein Kontrollschild und der Lenker muss einen Mofaführerschein haben. Zudem gilt hier die Helmpflicht.

Die verschiedenen Motorsysteme eines E-Bikes

Der Frontmotor ist eine einfache Variante des Antriebs und wird oft als Billigvariante für Einsteiger angeboten. Hier kann die verzögerte Nachlaufzeit des Motors zum Problem werden. Eigentlich sollte der Motor, wenn man zu Trampeln aufhört, sich ebenfalls sofort abstellen. Da er jedoch etwas verzögert reagiert, kann er dadurch gerade bei rutschigem Untergrund Unfälle provozieren. Doch auch hier findet der Konsument E-Bikes mit guter Antriebsqualität.

Der Mittelmotors gilt unter Experten als das System, das sich in Zukunft durchsetzen wird. Vorteil des Mittelmotors ist vor allem seine zentrale Lage, die es erlaubt, den Schwerpunkt des Elektrovelos tief zu halten. Zudem spricht die Zusammenführung von Tret- und Motorkraft im Tretlager für das System.

Auch der Heckmotor hat seine Vorteile. Er hat mehr Drehmomente, weswegen er auch als der Sportliche gilt. Das zusätzliche Gewicht auf dem Hinterrad führt zu einem stärkeren Antrieb. Zudem sind Heckmotoren oft leiser als Mittelmotoren.

Warum ist eine gute Motorsteuerung wichtig?

Eine gute Motorsteuerung reagiert sehr fein auf die Tretkraft des Fahrers und kann somit eine gleichmässige Beschleunigung garantieren. Wenn der Lenker nur schwach in die Pedalen tritt, steigert auch der Motor nur leicht seine Unterstützung. Wenn der Fahrer kräftiger trampelt, gibt auch der Motor entsprechend mehr Schub. Einfache Räder reagieren auf das Drehen der Pedale, nicht auf die Stärke des Trampelns. Das führt zu ruckartigen Beschleunigungen.

Hilfe bei der Auswahl Ihres Elektrovelos:

  • Auf der Seite extraenergy.org können Sie gratis das Elektro-Bike Magazin herunterladen und sich die Testergebnisse anschauen.
  • Der VCD informiert Sie ausführlich über die Vorteile der E-Bikes und erklärt, auf was Sie beim Kauf achten sollten.
  • Spezialmagazine zu E-Bikes sind «E-Bikes», «ElektroBIKE», «ElektroRat» und das «e-BikeMAGAZIN»

 

Quellen: spiegel.de, pom.be.ch Text: Jessica Buschor