Tipps zu Antriebssystemen und Qualität

Bei der Wahl eines E-Bikes sollten Sie darauf achten, welche Anforderungen Sie haben.

Benutzen Sie das Elektrovelo zum Pendeln, sollten Sie vor dem Kauf die Strecke antesten. Foto: diego_cervo / iStock / Thinkstock

Verschiedene Antriebssysteme zur Auswahl

Auf dem Markt haben sich drei Antriebssysteme durchgesetzt: Der Frontantrieb ist häufig bei günstigeren Modellen anzutreffen, wie dem vom TCS gesteten Bike Pro. Diese Antriebsart kann kostengünstig ins Velo integriert werden. Der Mittenantrieb ist meist bei Elektrovelos im mittleren bis oberen Preissegment anzutreffen, wie zum Beispiel beim Flyer T8. Diese Antriebsart ist mit aufwändigen Entwicklungskosten verbunden. Positiv sind die optimale Gewichtsverteilung und die kompakte Bauweise.

Der Heckantrieb wird oft bei «Nachrüstungen» eingebaut, so beim TCS-Testvelo Wheeler Operator 5.6 mit einem BionX HS 500 Antrieb. Dieser ist einfach im Aufbau. Beim Radwechsel ist ein erhöhter Aufwand erforderlich. Die relativ grosse Masse im Laufrad kann sich sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken.

Der Energiebedarf ist relativ gering. Für eine Akkuladung fallen bei den getesteten Elektrovelos bei einem Strompreis von 20Rp/kWh Kosten von 6 Rp. bis 9 Rp und beim Elektroroller 65 Rp. pro Vollladung an.

Qualitativ hochwertige Elektrovelos kosten

Qualität ist eine Frage des Preises. Dies trifft auch auf die Qualität der Komponenten der von den Herstellern eingebauten Komponenten wie Bremsen, Schaltung oder Laufräder zu. Es versteht sich von selbst, dass bei einem preisgünstigen E-Bike diesbezüglich die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden dürfen. Auch hier gilt: der Fachhändler berät sie gerne.

Schlussfolgerungen Beim Kauf eines Elektrovelos oder eines Elektrorollers sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen, der eigene Verwendungszweck, die Art des Antriebes und schlussendlich auch das Budget zu beachten. Elektrovelos, die eine Tretunterstützung von mehr als 25 km/h aufweisen, werden betreffend Geschwindigkeit oft unterschätzt. Hier sind Massnahmen zur besseren Wahrnehmung im Strassenverkehr sehr sinnvoll. Bei Elektrovelo-Nachrüstsätzen muss auf ein solides Basisvelo mit entsprechenden Komponenten geachtet werden.

Weitere Tipps auf einen Blick

  • Bei der Evaluation von Elektro-Zweirädern ist der Energieinhalt der Akkus zu beachten.
  • Soll das Zweirad auch zum Pendeln benutzt werden, empfiehlt der TCS vor dem Kauf eine Testfahrt auf der dafür vorgesehenen Strecke.
  • Ein zu niedriger Reifendruck wirkt sich negativ auf die Reichweite aus. Den Luftdruck (4 bar) regelmässig kontrollieren.
  • Bei Umbauten («Nachrüstung») ist auf eine stabile Rahmenkonstruktion zu achten. Der Fachhändler weiss Rat.
  • Akkuladegeräte bei Nichtgebrauch vom Stromnetz trennen oder Hauptschalter ausschalten, um Standbyverbrauch zu verhindern.
  • Pedalkraftsensoren bieten in der Regel einen besseren Fahrkomfort als Pedal-Drehzahlsensoren.

 

Quelle: presseportal.ch