Velo statt Auto: So kann der Umstieg gelingen

Es ist gut für die Gesundheit und dazu kommt es der Umwelt noch zugute: das Fahren mit dem Velo. Wer heutzutage auf zwei Rädern unterwegs ist, lebt deutlich nachhaltiger und darüber freut sich natürlich unser Planet. Da wäre es doch eine gute Idee, vielleicht sogar komplett vom Auto auf das Velo umzusteigen. Das hat neben dem Gesundheits- und dem Umweltaspekt nämlich noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile. Allerdings ist der Umstieg vom Auto aufs Velo nicht immer ganz so leicht oder gar überhaupt komplett möglich. Wir haben für dich ein paar hilfreiche Tipps gesammelt.

Ein türkieses Rennvelo steht am Fluss in der Stadt
Vor allem in der Stadt ist man mit dem Velo schneller unterwegs © unsplash.com, David Norman
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Deshalb tun sich viele Schweizer schwer mit dem Velo

Zwar muss jeder einzelne von uns selbst umdenken, um das Auto aktiv stehen zu lassen. Dennoch ist wohl mehr oder weniger die Politik in der Pflicht, der breiten Bevölkerung den Umstieg auf das Velo schmackhaft zu machen.

Im Schnitt bewegen wir uns pro Tag mehr als 36 Kilometer, davon etwa 65 Prozent mit dem Auto und etwa 24 Prozent mit dem öffentlichen Verkehr. Nur einen sehr kleinen Teil legen wir zu Fuss oder mit dem Velo zurück. Für uns versteht es sich von selbst, Distanzen mit dem Auto zurückzulegen, und seien sie noch so kurz.

Zu einem grossen Teil liegt das daran, dass die nötigen Infrastrukturen fehlen. Allerdings muss zusätzlich ein allgemeines Umdenken stattfinden. Dazu kann es sinnvoll sein, sich die Vorteile noch einmal klarzumachen.

Die Vorteile liegen auf der Hand

Sowohl für die Menschen persönlich als auch für die Allgemeinheit, kann der Umstieg vom Auto aufs Velo einige Vorteile mit sich bringen:

  • Der alltägliche Feierabendverkehr und die nervige Suche nach einem Parkplatz entfallen komplett. So kann der Feierabend viel entspannter angegangen werden. Das Stresslevel sinkt.
  • Zwar muss zunächst in ein gutes Fahrrad investiert werden. Danach spart man jedoch Geld für die immer weiter steigenden Benzinpreise ein.
  • Das verhindert wiederum den Ausstoss von CO2. Also ist das Velofahren ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
  • Durch die Bewegung auf dem Velo wird die körperliche Fitness gesteigert und das wirkt sich wiederum positiv auf die Gesundheit aus.

Dabei gilt es vor allem gut ausgerüstet und vorausschauend zu fahren.

Hürden beim kompletten Umstieg auf zwei Räder

Natürlich ist die Umstieg aufs Velo nicht unbedingt einfach. Denn gerade am Anfang, werden bestimmt viele Menschen, die an ein Auto gewöhnt sind, einige Hürden überwinden müssen.

Es ist wohl klar, dass das Velo im Vergleich zum Auto deutlich weniger Komfort mit sich bringt. Denn bei einem kompletten Umstieg muss schlechtes Wetter in Kauf genommen werden. Dann wird es schnell ungemütlich.

Auch logistisch ist der Umstieg eine Herausforderung, denn ein Transport von Gütern wie mit dem Auto ist dann nur noch eingeschränkt möglich. Vor allem in der Stadt kann dieses Hindernis leicht überwunden werden. Auf dem Land ist der Umstieg jedoch ohne eine gute und attraktive Infrastruktur wohl kaum möglich. Stichwort: Politik.

Die passende Ausrüstung

Wer viel mit seinem Velo unterwegs ist, was beim Umstieg vom Auto zwangsläufig der Fall sein wird, sollte sich auf sein Zweirad stets verlassen können. Deshalb ist ein qualitativ hochwertiges Gefährt, das regelmässig gepflegt wird, Pflicht.

Ein Helm sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Im Zweifel kann dieser Schutz bei einem Unfall zwischen Leben und Tod entscheiden.

Die passende Kleidung für alle möglichen Wetterlagen ist ebenso wichtig, wie das Mitführen von Werkzeug für den Notfall. Eine Luftpumpe sollte ebenfalls zur Grundausstattung gehören. Am Ende ist es wichtig, dass Sie sicher auf den Strassen unterwegs sind. Sowohl ein Velo als auch das passende Zubehör sollte aus Gründen der Sicherheit hohe Qualität haben, weshalb es Sinn macht, diese bei einem spezialisierten Händler zu beziehen. So erhält man hochwertige Produkte und optimale Beratung.

Alltagstauglichkeit des Velo

Wer gut ausgerüstet ist, macht im Alltag eine gute Figur auf dem Velo. Dann kann es nämlich nicht nur für gelegentliche Ausflüge in der Freizeit genutzt werden, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit.

Eine Velofahrerin färht durch die Stadt
Der Weg zur Arbeit lässt sich mit dem Velo stressfreier bewältigen. © unsplash.com, Jonathan Noak

Wer in der Stadt wohnt kann mit einem herkömmlichen Trekking- oder Citybike schnell bis zu sieben Kilometer pro Wegstrecke zurücklegen. Weitere Entfernungen lassen sich ohne schwitzen mit einem Pedelec oder E-Bike bewältigen.

Für den regelmässigen Einkauf sollten ausreichend Taschen am Velo vorhanden sein. Ein Lastenfahrrad kann ebenfalls die Lösung sein, beispielsweise für grosse und sperrige Güter. Selbst bei weiteren Strecken muss nicht auf das Velo verzichtet werden, wenn es mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert wird.

Umstieg aufs Velo – selbst im Winter kein Problem

Vor allem die kalte Jahreszeit kann Interessierte vor einem Umstieg auf das Velo zurückschrecken lassen. Wer jedoch gut ausgerüstet ist, dem können Schnee, Eis, Nässe oder Laub auf den Strassen nichts mehr anhaben.

Für den nötigen Grip können passende Winterreifen fürs Bike sorgen. Winterkleidung, die sowohl atmungsaktiv als auch wärmend ist, schützt vor den Temperaturen um den Gefriergrad und saugt idealerweise noch Schweiss auf.

Besonders eisige Strassen werden mit sogenannten Spike-Reifen problemlos befahren. Auf jeden Fall sollten Sie den Luftdruck der Reifen senken, um deren Auflagefläche zu erhöhen und sicherer unterwegs zu sein.

Die Kette sollte bei Schnee, Matsch und Salz auf der Strasse regelmässig gereinigt und gefettet werden. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung des Velo ausserordentlich wichtig.

Fazit

Es kostet wohl gerade am Anfang etwas Überwindung und Disziplin, allerdings kann es sich lohnen vom Auto aufs Velo umzusteigen. Nicht nur die Umwelt profitiert davon, sondern auch die eigene Gesundheit.

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