«Grüner» pendeln mit Velo und Auto

Das Fahrrad ist ein besonders umweltfreundliches Fortbewegungsmittel auf dem Weg zur Arbeit.

Immer mehr kommen mit dem Velo zur Arbeit und schonen so die Umwelt und ihr Portemonnaie. Foto: roibu / iStock / Thinkstock

Bike to work

Das Velofahren will «Pro Velo Schweiz» unterstützen und zeichnet velofördernde Betriebe mit dem alle zwei Jahre ausgeschriebenen «Prix Velo» aus. Anmeldeschluss der aktuellen Ausschreibung war bereits am 31. Januar. Noch bis 15. März anmelden können sich Betriebe bei der nationalen Aktion «Bike to work». Mitarbeitende von Unternehmen, welche den ganzen Arbeitsweg oder Teilstrecken davon mit dem Velo fahren, können vom 1. bis 30. Juni in Teams teilnehmen und dabei Preise gewinnen. Der Anmeldeschluss für bike to work-Betriebe läuft am 15. März 2011 ab. Nur wenn sich der Betrieb angemeldet hat, können die Mitarbeitenden teilnehmen und vom 1. bis 30. Juni 2011 mitfahren.

Zürich nicht velofreundlich

Dabei einen geeigneten Radweg zu finden, fällt in der Schweiz immer leichter. Denn gemäss der von Pro Velo Schweiz in Auftrag gegebenen Bevölkerungs-Umfrage «Velostädte 2010» sind die Schweizer Städte seit 2006 velofreundlicher geworden. Die Emmentaler Stadt Burgdorf ist neue Velostadt und verweist Winterthur auf den 2. Platz. Platz 3 teilen sich Chur und Zug. Traurige Schlusslichter bilden Freiburg, Neuenburg und Zürich. Die Bankenstadt Zürich setzt sonst stark auf Nachhaltigkeit, hat aber hier das Nachsehen.

Bezüglich Pendler besteht aber vielerorts noch Verbesserungsbedarf, vor allem in den grösseren Städten bei der Parksituation. Insbesondere Park-and-Ride-Systeme an Bahnhöfen, wobei das Auto stehen gelassen wird, um auf den Zug umzusteigen, fehlen häufig. Denn nicht jeder fährt gern Velo. Manche verzichten auch darauf, weil sie den Stadtverkehr als zu gefährlich erachten.

Wenn das Auto sein muss

Für diejenigen, die nicht ganz auf das Auto verzichten können oder wollen, empfiehlt sich «Park-and-Ride», wobei Pendler ihre Fahrzeuge an Bahnhöfen parkieren und mit dem öffentlichen Verkehr in die Innenstadt oder andere Destinationen gelangen. Oder Fahrgemeinschaften bilden: Kostenlose Online-Angebote wie Pendlernetz.ch, Mitfahrgelegenheit.ch, AnachB.ch oder Fahrmit.ch helfen, Menschen mit gleichem Abfahrtsort und gemeinsamen Zielort zu finden. Dabei werden Fahrtkosten gespart, weniger Staus verursacht, den CO2-Ausstoss verringert und nebenbei noch neue Kontakte geknüpft.

Text: Martina Gyger
 

Mehr Infos und Tipps für umweltfreundliches Pendeln

  • Velo-Initiativen: www.pro-velo.ch
  • Mitfahrbörsen: www.fahrmit.ch
  • Testen Sie Ihre Mobilität hinsichtlich Kosten, Zeitaufwand, Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und Komfort: www.mobilitaetsdurchblick.ch

 

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