E-Bikes im Alltag: Wartung und Verkehrssicherheit

 

Überlegen Sie sich vor dem Kauf genau, welche Ansprüche Sie an das E-Bike stellen.

Überlegen Sie sich vor dem Kauf genau, welche Ansprüche Sie an das E-Bike stellen. Foto: © Uko_Jesita / iStock / Thinkstock

Wartungs- und Unterhaltskosten

Die Kosten für den Unterhalt fallen bei einem Elektrorad etwas höher aus als bei einem normalen «Drahtesel». Das liegt u.a. an den elektronischen Bestandteile und am Bremsverschleiss. Um Kosten zu senken, empfiehlt sich eine regelmässige Wartung, Pflege und sachgemässer Umgang mit dem Motor. Inspektionen können beispielsweise die Lebensdauer des Motors und des Akkus verlängern. Ratsam ist, beim Kauf der Batterie darauf zu achten, dass eine mehrjährige Garantie gegeben wird. Wer längere Strecken fährt, kann zudem den Kauf eines Zweitakkus einplanen.

Verkehrssicherheit und Helmpflicht

Die Helmpflicht gilt ab dem 1. Juli 2012 für alle schnellen Elektrovelos. 2011 kamen 66 Schweizer beim E-Biken zu Schaden und zwei weitere Menschen wurden im Strassenverkehr getötet. Rolf Moning von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) ergänzt: «Gewichtigster Nachteil ist sicher das gesteigerte Unfallrisiko, das in erster Linie auf die höheren Geschwindigkeiten und den längeren Bremsweg zurückzuführen ist.» Oftmals würden Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer das Tempo von Elektrovelos unterschätzen. Wer mit einer Tretunterstützung zwischen 25 und 45 km/h und einer Motorleistung bis 1000 Watt fährt, ist auf einem so genannten schnellen E-Velo unterwegs. Dafür benötigt man ab dem 1. Mai 2012 ein  Kontrollschild, eine Motorfahrradbeleuchtung, einen Rückspiegel und im Alter ab 14 Jahren einen Mofa-Führerausweis. Wer sein Elektrofahrrad auf mehr als 45 km/h beschleunigen kann, lenkt bereits ein Motorrad. Die bfu empfiehlt allen ungeübten Radfahrern, auf das langsamere E-Velo mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h umzusteigen. Damit seien bereits beachtliche Geschwindigkeiten möglich.

Elektrovelos im Trend

Es ist davon auszugehen, dass sich künftig die Akkuleistung, der Komfort und die Bedienbarkeit der Elektrofahrräder erhöhen wird. Bernhard Schneider schätzt, dass die Breite des Angebots noch weiter zunimmt. «Tendenziell werden die E-Bikes die meisten City-Bikes ersetzen und teilweise auch in sportlichere Märkte (v.a. MTB) vordringen. Auch E-Dreiräder dürften vermehrt angeboten werden.» Aus seiner Sicht werden Anbieter von qualitativ hochwertigen Elektrofahrrädern auch wegen ihrer Serviceleistungen erfolgreich sein. «Sie werden auch in den kommenden Jahren bessere Aussichten haben als Billiganbieter, die günstige Ware aus Fernost einkaufen und weder bezüglich der Komponenten noch bezüglich der Garantieleistungen konkurrenzfähig sind.» Deshalb lohne es sich, Qualitätsfahrzeuge zu kaufen. Elektrovelos sind besonders auf Kurzstrecken und im Freizeitverkehr eine zukunftsfähige, gesunde und umweltschonende Alternative zu Autos.

Linktipps rund um das Elektrovelo:

Ratgeber Topten – Einkaufsratgeber und Produktvergleich von E-Velos

VCS – Der Verkehrs-Club der Schweiz gibt Kauftipps für Elektrofahrräder.

Überblick – NewRide, das Programm von EnergieSchweiz zur Förderung von Elektrozweirädern, bietet umfassende Informationen.

 

 

Quellen: VCS, bfu, Astra, Topten,  ADFC, NewRide, SFZ  Text: Kerstin Borowiak

 

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