Klimaschutz beim Tanken

Beim Autofahren die Umwelt schutzen mit dem neuen Komensationsmodel.

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Bei Flugreisen ist es schon seit längerem möglich, seinen eigenen CO2-Ausstoss zu kompensieren. Je nach Strecke, kann man den entsprechenden Betrag an die Klimaschutzprojekte spenden. Dieser Beitrag ist jedoch keine Gebühr, die zwingend anfällt. Seit Ende des letzten Jahres wird das Kompensationsmodell in Deutschland auch fürs Autofahren angeboten.

Hamburger Unternehmer haben die Arktik-Karte für klimaneutrales Tanken erfunden. Arktik-Mitglieder bezahlen direkt beim Tankstellenbesuch einen Aufpreis von 2 Cent pro Liter. Zusätzlich beteiligen sich die kooperierenden Tankstellenunternehmen mit weiteren 2,5 Cent pro Liter. «Die 4,5 Cent pro Liter sorgen für einen vollständigen CO2-Ausgleich. Die verursachten Emissionen können an anderer Stelle durch Klimaschutzprojekte wieder eingespart werden», sagt Florian Skiba, Arktik-Gründer und Geschäftsführer. Dabei könne der Kunde auch wählen, welche angebotenen Projekte er unterstützen wolle.

In der Praxis wird die CO2-Kompensation oft kritisiert, da viele Projekte eine lange Laufzeit hätten, bis die Emissionen schliesslich eingespart würden. Skiba will jedoch für einen zeitnahen Ausgleich sorgen und garantiert, dass dies innerhalb von vier Wochen geschieht. «Wir investieren das Geld in Projekte, die bereits bestehen.» Nichts desto trotz wäre es klimatechnisch gesehen natürlich sinnvoller, ganz aufs Autofahren zu verzichten. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Das Ziel von Arktik sei es weniger, aber auch sparsamer zu fahren und die restlichen Emissionen auszugleichen.

Für diejenigen, die nicht regelmässig auf ein ökologischeres Verkehrsmittel wie die Bahn umsteigen können, gibt es auch andere Möglichkeiten einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dies zum Beispiel mit dem Kauf eines kleineren  Autos, Energiesparreifen oder auch einem Kurs für effizientere Fahrweise.