Umweltfreundlich fahren mit Wasserstoff-Autos

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Auf Schweizer Strassen könnten in wenigen Jahren Wasserstoff-Autos fahren. Heute sind diese allerdings zu teuer und befinden sich in der Testphase. Dennoch sind die Brennstoffzellen-Fahrzeuge für manche sogar die Transportmittel der Zukunft. Die Gründe verraten wir Ihnen hier.

Umweltfreundlich fahren mit Wasserstoff-Autos
Hondas Wasserstoff-Auto «FCX Clarity» wird bereits in Kleinserie gefertigt. Foto: © Honda

Sie fragen sich wahrscheinlich, was leicht entzündlicher Wasserstoff im Autotank zu suchen hat. Vielen kommt dabei das Luftschiff Hindenburg in den Kopf. Der Zeppelin flog mit vollen Wasserstofftanks und brannte letztlich ab. Auf dem Erdboden sieht das heute allerdings ganz anders aus: Wasserstoff-Autos gelten als Hoffnungsträger für die automobile Zukunft. Diese haben weitaus grössere Reichweiten als herkömmliche Elektromobile. Aus Verbrauchersicht bleibt dies allerdings ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Denn bisher fahren Wasserstoff-Autos nur in einigen Pilotprojekten oder sind als Ausstellungsstücke bei Messen zu bestaunen. Trotzdem gehen manche Autofirmen und Forschergruppen davon aus, dass diese Fahrzeuge bereits in wenigen Jahren marktfähig und damit auch für alle bezahlbar werden.

Was macht Wasserstoff-Autos aus?

An sich ermöglichen Wasserstoff-Autos ein effizientes Vorwärtskommen. Im weitesten Sinne zählen sie zu den Elektrofahrzeugen. Diese haben keine Batterien, sondern sind mit einer Brennstoffzelle ausgestattet. Deshalb kennt man diese Gefährte auch unter dem Namen «Brennstoffzellen-Autos».

Bereits 1838 entdeckte Professor Schönbein von der Universität Basel, dass Sauer- und Wasserstoff miteinander reagieren und daraus Strom entsteht. Dieses Prinzip läuft heute in der Brennstoffzelle ab. Die gewonnene elektrische Energie wird in den Motor transportiert und das Wasserstoff-Auto bewegt sich. Statt Emissionen tritt Wasserdampf aus, was die Umwelt deutlich entlasten könnte.

Vergleich von Diesel, Elektro- und Wasserstoff-Autos

Das Zentrum für alternative Antriebe in Mainz-Kastel vergleicht im Magazin des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) Diesel- und Wasserstoffantrieb sowie Lithium-Batterien. Um 500 Kilometer zu fahren, benötigt man etwa 37 Liter Diesel, die etwa 33 Kilogramm wiegen. Inklusive Tank wird ein Volumen von 46 Liter angenommen. Wasserstoff-Autos benötigen für die gleiche Strecke einen grösseren Tank und eine schwerere Brennstoffzelle. Diese wiegen knapp 125 Kilogramm und hätten ein 125 Liter-Volumen. Riesig wäre hingegen die Lithium-Ionen-Batterie. Diese würde 830 Kilogramm wiegen und einen Raum von 670 Liter einnehmen. Diese Vergleichsangaben zeigen, dass es sich weiterhin lohnt, an Wasserstoff-Autos zu forschen.

 

Vorteile

Wasserstoff-Autos zeichnen sich durch ihre Effizienz aus. Der Wirkungsgrad ist hoch und beläuft sich auf bis zu 60 Prozent. Zudem haben die Brennstoffzellen-Fahrzeuge eine grössere Reichweite und laufen schadstofffrei und lärmarm. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Wasserstoff weniger kostet als Benzin. Zudem dauert das Tanken nur wenige Minuten, was bei herkömmlichen Elektromobilen schon einige Stunden in Anspruch nehmen kann.