Umweltschutz mit Hybridautos

Plug-In-Hybride sind günstiger, aber nicht emissionsfrei.

Plug-In-Hybridfahrzeuge sparen zwar viel Treibstoff ein, sind aber nicht emissionsfrei. Foto: © Justin Sullivan / Getty Images News / Thinkstock

Hybridfahrzeuge verringern den Benzinverbrauch und senken somit die CO2-Emissionen um fast 30 Prozent. Laut einer EMPA-Studie eignen sich Hybridautos besonders als Cityflitzer. Das typische Fahrverhalten - häufiges Beschleunigen, Bremsen und Fahren im geringen Tempo - kommt ihnen entgegen. Die Wärmeenergie, die beim Bremsen entsteht, verpufft nicht wie bei Benzinern, sondern wird in Strom umgewandelt und gespeichert. Nachteilig ist, dass sie durch höheres Gewicht mehr Treibstoff bei Überlandfahrten verbrauchen. Unterscheidet man nach Modellen, so haben Vollhybridfahrzeuge eine bessere Ökobilanz als milde oder Oberklasse-Hybride. Letztere sind oftmals schwerer und benötigen deshalb einen grösseren Verbrennungsmotor und kleineren Elektromotor. Plug-In-Hybride sparen das Gewicht von schweren Batterien, mit denen Elektrofahrzeuge ausgestattet sind. So haben sie einen günstigeren Benzinverbrauch. Auch wenn Treibstoff eingespart wird, fährt man mit diesen Modellen nicht emissionsfrei. So kann sich die Ökobilanz von Plug-In-Hybriden verschlechtern, je nach dem welchen Strom sie nutzen. Tankt man Kohlestrom, dann liegt der CO2-Ausstoss gleichauf mit konventionellen Verbrennungsmotoren.

Sparsame Autos führen die Auto-Umweltliste an

Der Verkehrs-Club Schweiz (VCS) kürte dieses Jahr den sparsamen Lexus CT 200h als Gewinner. Auch in der Top Ten finden sich weitere Hybridautos. Neben Limousinen und Geländewagen gibt es auch eine Auswahl an alltagstauglichen Klein- und Mittelklassewagen mit Hybridantrieb. Im Schnitt muss man für diese Modelle einige tausend Franken mehr bezahlen als für vergleichbare Benziner. Beispielhaft sind kleine Hybridfahrzeuge zu nennen, die mit etwa 4000 bis 7000 Franken mehr zu Buche schlagen. Jedoch amortisiert sich die Anschaffung nach einigen Jahren, was auch von den gefahrenen Kilometern, aktuellen Benzinpreisen und jeweiligen Antrieb abhängt. So können Mildhybride etwa zehn Prozent und Vollhybride bis zu 40 Prozent an Treibstoff einsparen. Weiteres Plus: Manche Kantone gewähren ermässigte Motorfahrzeugsteuern, womit sich der Kauf langfristig auszahlt. Nur die Unterhaltskosten unterscheiden sich bei Hybridautos nicht von denen eines herkömmlichen Personenwagens.

Wer seinen Wagen noch nicht gegen ein Hybridauto umtauschen möchte, kann bereits mit kleinen Änderungen im Fahrverhalten Treibstoff sparen und so der Umwelt sowie dem eigenen Geldbeutel helfen.

Weiterführende Links

  • Übersicht über alle Hybridfahrzeuge - E-Mobile informiert über Schweizer Hybridmodelle
  • Ermässigung - Überblick über kantonale Steuern
  • BFE fasst wichtige Informationen zusammen.

 

 

Text: Kerstin Borowiak Quellen: EMPA, ETHZ, BFE, VCS, Auto Suisse, BFS, AGVS, TCS, e-mobile