Sparsame Elektroautos: Mit diesen Modellen fahren Sie weit für wenig

Zwar ist die Auswahl unter den serienmässig produzierten Elektroautos noch überschaubar, doch sie wächst, so wie auch ihre Reichweite. Alternativen sind etwa Plug-in-Hybride oder Elektroautos mit sogenanntem Range Extender. Alle haben gemeinsam: Sie sind sparsam und umweltfreundlich.

Elektroautos wie BMW i3: Schick, umweltfreundlich und sparsame Autos
Der schicke BMW i3 ist eines der neuen Elektroautos, die bald unsere Strassen emissionsfrei befahren werden. Zwar ist die Anschaffung nicht gerade billig, doch die verbrauchs- und damit umweltrelevanten Vorteile liegen klar auf der Hand.  Foto: BMW GROUP
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Die Zahl der Elektroautos wächst rasant und sie werden noch sparsamer

Immer mehr Hersteller der Automobilindustrie setzen heute oder in sehr naher Zukunft auf Elektroauto-Modelle in ihrem Portfolio. Branchen-Giganten wie Volkswagen, BMW oder Ford, Fiat oder die beiden Marken des PSA-Konzerns, Peugeot und Citroen, haben kräftig getüftelt und bringen nun rein elektrisch betriebene Serienmodelle auf den Markt. Jüngstes Beispiel: BMW. Der neue BMW i3, dessen Serienproduktion gerade anlief, erzielte eine grosse Aufmerksamkeit auf der letzten Internationalen Automobilausstellung, der Frankfurter IAA. Und das innovative Elektroauto hat eine schnell wachsende Fangemeinde. So waren Anfang Oktober weit über eine Million Facebook-User Fans des kleinen Elektroautos, das insbesondere die urbane Bevölkerung ansprechen soll.

Andere Modelle sind beispielsweise der Citroen C-Zero, der Mitsubishi i-Miev, Volvo C 30 electric, Nissan Leaf oder der Smart fortwo electric drive. Am oberen Ende befindet sich der US-amerikanische Elektrowagenhersteller Tesla, der erst kürzlich die ersten 20 Sportflitzer der Serie «Model S» mit bis zu 362 Pferdestärken in der Schweiz auslieferte. Überhaupt scheinen die Schweizer die schnittigen Elektroautos der Sportwagenschmiede zu lieben. Denn, wie Manager Bryan Batista unlängst berichtete, «die Schweiz ist einer der stärksten Märkte für das Model S. Schon mit dem Roadster hatten wir hier in der Schweiz die grösste pro Kopf Dichte Europas».

Ein weiterer Automobilkonzern sorgte nun ebenfalls für Aufsehen mit einem seiner Elektroautos. Ab sofort setzt auch der Volkswagen-Konzern auf Elektromobilität mit dem neuen e-up, einem kleinen Flitzer mit viel Potenzial. Ein Elektrogolf und ein stromgetriebener A 3 sollen laut Konzernangaben 2014 folgen.

Sparsame Autos: Elektroautos sind dabei

Elektroautos wie VW e-up: Schicke und sparsame Autos im Trend

Weltweiter Durchschnitt: Pro Tag legen Pendler 64 Kilometer zurück. In der Schweiz sind die täglichen Strecken wesentlich kürzer. Beispiel Kanton Zürich: 36 Kilometer. Das schafft der neue VW eco-up locker. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Zwar sind aufgrund der heute noch teuren Batterien die Anschaffungs-Kosten für Elektroautos vergleichsweise hoch – der BMW i3, der etwa Golfgrösse hat, ist ab 36‘990 Schweizer Franken erhältlich, der e-up ab 32‘700. -, doch dies könnte sich schnell durch die äusserst günstigen Unterhaltskosten ausgleichen.

Denn Elektroautos sind sparsame Autos. So kann der e-up nach Konzernangaben mit unter vier Franken auf 100 Kilometern betrieben werden. Auch der i3 von BMW ist besonders effizient. Rechnet man seinen Verbrauch auf einen Benzinmotor um, würde er nur 1,4 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Dieser adaptierte Wert heisst Benzinäquivalente und ist eine Umrechnungsangabe der Hersteller, die es dem Verbraucher leichter machen soll, die Verbrauchswerte der Elektroautos in sonst üblichen Benzin- oder Dieselverbrauch umzurechnen.

Alle heute in der Schweiz erhältlichen Elektroautos besitzen laut dem Verband e’mobile die günstige Energieeffizienz A, egal ob kleiner Zweisitzer oder rassiger Sportwagen. Das ist letztlich auch in Umweltbelangen ein dickes Plus für die stromgetriebenen Autos.

Hybridfahrzeuge: Zwitterformen der Elektroautos sehr beliebt

Spätestens mit dem heute oft verkauften Opel Ampera – 31 Prozent der zugelassenen Elektroautos in der Schweiz – begann eine neue Generation an Autos den mobilen Markt zu erobern: Elektrofahrzeuge mit «Range Extender», deren rein elektrisch gefahrene Reichweite die der Hybridautos noch übertrifft. Das Konzept des Range Extenders mischt den reinen Elektroantrieb mit einem automatisch zugeschalteten, meist kleinvolumigen Benzinmotor. Der Vorteil: Ist der Strom aufgebraucht, die allermeisten Modelle in diesem Bereich bieten eine rein elektrische Reichweite von 30 bis etwa 150 Kilometern, schaltet sich ein Verbrennungsmotor zu, der die Batterie wieder auflädt und damit eine Fahrstrecke von bis zu 500 Kilometern ohne Ladestopp ermöglicht.

Und mit den Range Extender-Modellen ist ein Autofahrer auch bei Betrieb des Hilfs-Verbrennungsmotors verbrauchsgünstig und umweltfreundlich mobil. So benötigt beispielsweise der BMW i3 bei rein konventionellem Betrieb mit Sprit lediglich 2,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Ein Grund dafür, dass der BMW i3, aber auch der Opel Ampera, die Energieeffizienzklasse A+ erhalten haben.

Längst unter den sparsamen Autos etabliert sind Plug-in-Hybride. Zwar leistet bei Plug-in-Hybriden der Verbrennungsmotor noch die Hauptarbeit und rein elektrisch wird nur wenige Kilometer gefahren, dennoch ist eine vergleichsweise sparsame Fortbewegung mit dieser Antriebstechnik möglich. Einer der Vorreiter, der Toyota Prius Plug-in, verbraucht beispielsweise moderate 3,9 Liter auf 100 Kilometer. Wohl einer der Gründe dafür, dass soeben 13‘000 Leser zweier deutscher Automobilzeitschriften den Prius zum E-Car des Jahres gewählt haben.

Welche schicken Elektroautos auf dem letzten Genfer Autosalon waren, sehen Sie hier.

Quellen: BMW, VW, Autoumweltliste.ch, E-mobile.ch, Tesla, Autobild.de, Auto-Medienportal.Net, Schweizer Eidgenossenschaft, Opel.ch, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann