Biosprit Begrenzung: Auf den Teller statt in den Tank!

Lebensmittel sind vielerorts auf der Welt knapp. Dürren und die Produktion von Biodiesel aus Weizen verschärfen die Situation. Nun soll aber eines der beiden Übel entschärft werden. Wie, das erklären die EU-Kommissare für Energie und Klimawandel.

Umweltverbände fordern, dass Weizen nicht für Biosprit, sondern als Nahrungsmittel verwendet wird.
Umweltverbände fordern, dass Weizen nicht für Biosprit, sondern als Nahrungsmittel verwendet wird. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Dem Biodiesel schlägt ein rauer Wind entgegen. «Wir werden auf Getreide basierte Biotreibstoffe auf das derzeitige Niveau begrenzen,» erklären EU-Kommissar für Energie und Klimawandel Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard laut news.ch. Damit bringen sie den neuen Gesetzesvorschlag zur Sprache, welcher von der Kommission noch verabschiedet werden muss, bevor er den Regierungen und dem europäischen Parlament zur Beratung vorgelegt werden kann.

Die EU reagiert mit dem Gesetzesentwurf auf den Protest diverser Umweltverbände. Mit dem Schlagwort «Teller statt Tank» machen diese darauf aufmerksam, dass wichtige Anbauflächen für Lebensmittel wegen der Bio-Spritproduktion verschwinden. Die Menschenrechtsorganisation Oxfam hat in einer Studie ermittelt, dass von der Anbaufläche für die Spritproduktion jährlich 127 Millionen Menschen ernährt werden könnten.

Die Dürren während des Sommers in mehreren Ländern, wie beispielsweise in den USA, hatten die Kritik an der Produktion von weizenbasiertem Biotreibstoff noch verstärkt. Durch Dürren und den Anbau von Weizen für Biosprit würden die Nahrungsmittel knapper und die Lebensmittelpreise steigen. Gerade Bevölkerungen ärmerer Länder würden darunter leiden, schreibt news.ch.

Quelle: news.ch Text: Jessica Buschor