Biosprit: Aus Algen statt aus Lebensmitteln

Die EU will Biotreibstoff umweltfreundlicher machen. Künftig soll er verstärkt aus Algen und Abfällen hergestellt werden. Lebensmittel wie Mais oder Raps sollen nur noch begrenzt in Tanks fliessen.

Biosprit: Aus Algen statt aus Lebensmitteln
Biologische Treibstoffe sollen umwelt- und sozialverträglicher werden. Foto: © Wavebreak Media / Thinkstock
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Biosprit ist ein heikles Thema. Auch wenn biologische Treibstoffe zu den erneuerbaren Energien zählen, ist ihr Nutzen umstritten. Bioethanol und Biodiesel werden vor allem dafür kritisiert, dass sie auf Basis von Raps oder Mais hergestellt werden und damit für die Lebensmittelproduktion wichtige Anbauflächen besetzen.

Diese «Teller oder Tank»-Diskussion will die EU mit neuen Vorschriften beenden. Biosprit aus Lebensmitteln soll auf den derzeitigen Verbrauch beschränkt werden. Statt Mais oder Raps sollen Treibstoffe aus Algen, landwirtschaftlichen Abfällen und Klärschlamm gefördert werden.

Dabei hat sich die EU konkrete Ziele gesteckt: Bis 2020 soll der Verkehr in der EU  bis zu fünf Prozent diese sogenannten Biotreibstoffe der zweiten Generation nutzen. Der Anteil des Biosprits aus Nahrungsmitteln wird durch die Begrenzung nicht weiter steigen und ebenfalls bei fünf Prozent liegen.

 

Quelle: nzz.ch, welt.de

 

Text: Leena Heinzelmann

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