Oslo bekommt als erste Hauptstadt Europas ein autofreies Zentrum

Ab 2019 soll das Zentrum von Oslo autofrei werden, um die Zahl der Treibhausgase in der Stadt zu verringern. Nebenbei wird die Massnahme aber auch für deutliche Veränderungen im Stadtbild sorgen.

Autofreies Zentrum in Oslo ab 2019: Ein Meilenstein im Klimaschutz
Foto: © Ryhor Bruyeu / iStock Editorial / Thinkstock
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Nur noch Busse und Trams dürfen ab 2019 im Zentrum verkehren. Auch die 90'000 Pendler und 1'000 Einwohner müssen das vor der Innenstadt stehen lassen und auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Damit sei Oslo die erste Hauptstadt in Europa, die ein umfassendes Verbot für Autos im Stadtzentrum einführe, so die Erklärung lokaler Politiker gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Stadtverwaltung will den Ausstoss klimaschädlicher Gase in Oslo bis 2020 um die Hälfte gegenüber dem Niveau von 1990 reduzieren. Unter anderem durch den verringerten Autoverkehr in der Stadt soll das erreicht werden, dafür sollen im Gegenzug neue Fahrradstreifen von insgesamt 60 Kilometern Länge entstehen sowie in Elektrovelos investiert werden. Weniger Autos bedeuten aber auch neue Möglichkeiten der Raumgestaltung.

Autofreies Oslo könnte das Stadtbild nachhaltig verändern

Mit dem Entscheid werden viele Parkplätze im Osloer Stadtzentrum überflüssig. Auch die mehrspurigen Strassen durch die Innenstadt könnten neuen Bauprojekten weichen, um etwa soziale Treffpunkte wie Cafés oder Parks entstehen zu lassen. Zwar bringt die neue Regelung damit Einschränkungen für Bewohner und Pendler, als Ausgleich erhalten sie jedoch eine ruhigere City mit besserer Luft.

Quellen: Reuters, Spiegel Online, The Huffington Post; Text: Christian Gmür