LOHAS

Der Begriff LOHAS steht für «Lifestyles of Health and Sustainability» (Lebensstile für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Damit sind Lebensstile und Konsumverhalten gemeint, die durch eine gezielte Produktauswahl ihre eigene Gesundheit und generell die Nachhaltigkeit fördern wollen.

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Wie nachhaltig leben LOHAS wirklich? Foto © PeopleImages / E+
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LOHAS lehnen die «Geiz ist geil» Mentalität ab. Vielmehr sehen sie im nachhaltigen Kaufverhalten die Lösung vieler sozialer und ökologischer Probleme. Deshalb kaufen sie gerne und viel ein. Für zertifizierte Bio- und Fair Trade-Produkte bezahlen sie bevorzugt mehr und geniessen die eigene Lebensqualität uneingeschränkt weiter. Neben der Ernährung schliesst das LOHAS-Verhalten auch andere Lebensbereiche mit ein. Bekleidung, Mobilität, Reisen, Sport und Technologien gehören werden ebenfalls nach LOHAS-Manier gepflegt.

Die LOHAS-Studie, die 2008 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Auftrag gegeben wurde, beschreibt die Ökokonsumenten als konservativ, markenbewusst, naturromantisch, unpolitisch, ästhetisch, anspruchsvoll, näheorientiert und ichbezogen.

In den USA wurde das Phänomen bereits im Jahr 2000 erstmals von dem Soziologen Paul Ray in dem Buch «The Cultural Creatives: How 50 Million Are Changing The World» beschrieben, seit etwa 2007 schwappte die LOHAS-Bewegung auch in die Schweiz über. Inzwischen sind LOHAS ein Massenphänomen, die sich in fast allen Bevölkerungsschichten finden.

Der Begriff LOHAS ist jedoch umstritten, da manchen Kritikern die Verknüpfung von bewusstem, oft hochwertigem Konsum mit Nachhaltigkeit zweifelhaft erscheint. Die traditionellen Umweltbewegungen schreiben diesem Phänomen den Versuch zu, dem Konsumverhalten ein neues, zeittypisches Image zu geben. Andere kritisieren, dass man sich mit einem vollen Geldbeutel zwar ein gutes Gewissen erkaufen kann, jedoch so nicht zu mehr Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz im Alltag beiträgt.