Treeshaping: Stühle «ernten» statt zimmern

Das deutsche Designstudio Aisslinger verfolgt eine spezielle Art des Designs von Stühlen. Statt sie zu zimmern, lassen sie den Stuhl wachsen. Wie das funktioniert, und was die Designer damit bezwecken, erfahren Sie hier.

Der Gartenstuhl aus Weidenholz wächst in einem Korsett aus Stahl.
Der Gartenstuhl aus Weidenholz wächst in einem Korsett aus Stahl. Foto: © Julian Lechner
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Die Erfinder der rein natürlichen Sitzgelegenheit ziehen wachsende Weidenruten durch Löcher eines «Stahlkorsetts». Das Korsett lässt die Weiden somit in eine vorgegebene Richtung wachsen. Nach ca. einem halben Jahr wird das Korsett entfernt. Was zurück bleibt ist das Weidengehölz in Form eines Stuhles.

Sie versuchen damit einen Einblick in eine mögliche Zukunft der Produktion zu schaffen, so Produktdesigner Julian Lechner gegenüber Pressetext. Nachdem die ersten Prototypen der nachhaltigen Möbelstücke ihren praktischen Nutzen unter Beweis gestellt haben, überlegen sie sich nun zudem, eine Produktplantage anzulegen, um einen provokativen Kontrast zu den Massenproduktionen von Ikea und weiteren Möbelhäusern zu setzen. Aisslinger sucht daher die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Projekten, wie beispielsweise dem «Urban Farming».

Quelle: pressetext.com Text: Jessica Buschor