Richtig Heizen vermeidet Schimmel und Schäden am Gebäude

Regelmässig lüften ist wichtig.

Wenn man im Winter richtig heizt und lüftet, spart man Energie und Heizkosten und hat es trotzdem gemütlich warm. Foto: © AlexRaths / iStock / Thinkstock

Ungeniessbar: Schimmelpilz in der Wohnung

Menschen leben im Alltag unbehelligt von Schimmelpilz-Sporen. Erst wenn sich diese auf feuchte Wände niederlassen, können sie gedeihen und im schlimmsten Fall die Gesundheit schädigen. Studien bestätigen, dass Bewohner in schimmelbelasteten Wohnungen häufiger unter Allergien oder Atemwegsreizungen leiden. Zwar glauben viele Schweizer, dass grösstenteils defekte Dächer oder Wasserrohrbrüche den Schimmel verschulden. Doch lösen vielmehr ihre Lebensgewohnheiten Schimmelpilz in der Wohnung aus. Zu viel Feuchtigkeit an ausgekühlten Wänden und zu wenig Lüften verschärfen die Situation. Wer im Erdgeschoss und in Gebäuden mit Aussenwänden unter 35 Zentimeter Dicke wohnt, lebt in ständiger Gefahr vor Schimmelpilz in der Wohnung. Dem kann man vorbeugen, indem man auf eine Raumluftfeuchtigkeit von maximal 40 Prozent achtet. Sicher gehen all diejenigen, die richtig lüften und heizen.

Was tun bei Schimmelpilz in der Wohnung?

Bricht Schimmel grossflächig aus, dann sollte ein Fachmann für Bauschäden die Situation beurteilen. Zudem muss der Vermieter oder der Verwalter informiert werden. Nach Klärung der Ursache werden Massnahmen zur Sanierung geplant. Treten in der Zeit gesundheitliche Beschwerden auf, ist ein Arztbesuch ratsam. Wer die Stellen nur mit Farbe überstreichen möchte, löst das Problem nicht. Die Sporen bleiben und spriessen beim nächsten Feuchtigkeitseinbruch erneut.

Richtig Heizen im Winterurlaub

Viele Sparfüchse drehen vor dem Winterurlaub die Heizung runter. Bei längerer Abwesenheit kühlt jedoch die Wohnung bei Minusgraden schnell aus und es kann zu Frostschäden am Gebäude kommen. Fehlt die entsprechende Dämmung oder steht das Haus frei, dann wird die Situation verschärft. Fällt die Raumtemperatur unter Null Grad, können Rohrleitungen einfrieren. Dann bleibt man oftmals auf dem Schaden sitzen, da die Versicherung im Regelfall nicht zahlt. Um diese Situation zu vermeiden, sollte man die Heizung auf niedriger Stufe weiter laufen lassen. So pegelt sich die Raumtemperatur auf etwa 16 Grad ein und der erholsame Winterurlaub endet ohne böse Überraschung. Wer sicher gehen möchte, bittet seinen Nachbarn, regelmässig nach dem Rechten zu sehen.

Linktipps:

  •  Wer es alles über richtiges Lüften möchte, erfährt das in dem PDF von Oeko-Forum.

 

Text: Kerstin Borowiak, Quellen: BAG, BFE, EnergieSchweiz, Öko-Forum, Mieterverband