Umweltfreundliche Möbel für den Garten

Die eigene Strandbar im Garten darf der Umwelt nicht schaden. Gartenmöbel aus Recycling-Teak und recyclingfähigem Polyrattan sind mehr denn je gefragt. Und Möbel aus nachhaltiger Holzwirtschaft sind immer stärker im Kommen.

Öko-Möbel für den Garten sind jetzt besonders im Trend.
Gartenlounges erweiteren den eigenen Wohnraum und werden nachhaltig ausgestattet. Foto: Elena Elisseeva, iStock, Thinkstock
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Die eigene grüne Oase hat in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen. Der Garten soll sich sehen lassen - und dafür wird auch wieder mehr Geld ausgegeben. Standen früher ein Esstisch und ein paar Stühle im Garten, will man heutzutage am liebsten eine eigene kleine Strandbar schaffen. Man sieht den Garten als erweiterter Wohnraum an, dem auch Wind und Wetter nichts anhaben kann: Die Möbel inklusive der Kissen sind mittlerweile wetterresistent. Und gute Materialien wie beispielsweise Kissen sind auch «lichteigen», also gegen Sonnenlicht geschützt, damit sie nicht ausbleichen. Der zweite Trend bezieht sich auf die Beschaffenheit: Holz aus nachhaltigem Anbau ist heissbegehrt, Teakholz gibt's in der Recycling-Variante und auch für Rattan sind umweltfreundliche Möbel auf dem Markt.

Rattanmöbel sind im Trend

Generell sind neben Holz und Rattan auch Edelstahl oder Aluminium als Materialien für Gartenmöbel gängig. Viele Kunden greifen auch zu Polyrattan, einer Variante aus einem Geflecht in den häufigsten Fällen des Materials Polyethylen. Gut daran ist, dass Poly-Rattanmöbel nach der Nutzung komplett dem Recycling-Kreislauf zuführbar sind. Doch da viele Recycling-Höfe sperriges Gut wie Gartenmöbel nicht annehmen, muss man sich selbst nach geeigneten Annahmestellen umschauen. Eine verstärkte Nachfrage von den Gartenmöbelbesitzern könnte hier einen Stein ins Rollen bringen.

Nachhaltige Produktionsmethoden

Designbewusste bevorzugen geflochtene Möbel aus dem Stamm der Rattanpalme. Die Möbel sind Klassiker, wetterresistent und pflegeleicht. Doch die konventionelle Rattan-Ernte kann den Tropenwald ernsthaft schädigen. Der WWF hat deshalb in Kambodscha, Laos und Vietnam ein Programm für Rattan aus einer umwelt- und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung geschaffen, wobei der Wald nach den Kriterien des FSC für gute Waldwirtschaft bewirtschaftet werden soll. Zugleich wurden für die Warenproduktion neue Methoden entwickelt, die den UN-Grundsätzen von «Sauberer Produktion» entsprechen: Material- und Energieströme werden optimiert, Abfälle, Wasserverschmutzung und Emissionen verringert. Geldgeber sind die Europäische Union und auch der Möbelhersteller Ikea. Für ein Pilotprojekt des WWF haben zudem schwedische Designer und Absolventen der Universität Lund in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmern vor gut einem Jahr nachhaltige Produkte für den internationalen Markt entwickelt. Die entstandene Produktpalette reicht von Fussmatten aus Abfall-Rattan über faltbare Körbe bis zum ausdrucksstarken Lounge Chair.

Rattan im Fokus:

Laut WWF ist der globale Handel aufgrund des schwindenden Rattans und des Waldverlusts zwischen 2006 und 2008 um 26 Prozent zurück gegangen. Indonesien ist weltweit gesehen mit einem Marktanteil von 80 Prozent das wichtigste Exportland. Die Hauptabnehmer sind die EU und China. Vietnam spielt für den EU-Markt eine sehr wichtige Rolle, hauptsächlich in Deutschland und Frankreich. Vietnam ist zudem ein wichtiges Importland - Lieferanten sind Laos, Indien, Kambodscha und die Philippinen.

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