Natürliches Schlafmittel: Besser schlummern mit Zirbenkissen

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Zirbenkissen sollen auf natürliche Weise dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen. Wir zeigen, warum und wie sie tatsächlich auf unsere Nachtruhe einwirken können.

Zirbenkissen: Wirkung und Anwendung für besseren Schlaf
Foto: © DeanDrobot / iStock / Thinkstock

Etwa ein Drittel der Schweizer hat Probleme dabei, nachts zur Ruhe zu kommen. Betroffene probieren dann oft alles Mögliche aus, um besser zu schlafen. Doch viele Schlafmittel haben Nebenwirkungen oder können sogar süchtig machen.

Es lohnt sich daher, erst einmal mit natürlichen Mitteln zu versuchen Schlafstörugen loszuwerden – wie etwa mit dem Zirbenkissen. Das gibt es zwar in verschiedenen Ausführungen, doch diese habe eines gemeinsam: Sie sind mit Spänen der frisch geschlagenen Zirbe (auch Arve genannt) gefüllt. Zum besseren Einschlafen werden diese Kissen einfach mit ins Bett gelegt.

Warum und wie Zirbenkissen den Schlaf fördern

Im Holz der Zirben befindet sich ein ganz spezielles Harz, das den Wirkstoff Pinosylvin enthält. Dieser soll beruhigend wirken und so beim Einschlafen helfen. Mit ihrem speziellen Duft geben die Späne oder Flocken im Zirbenkissen diesen Wirkstoff über mehrere Wochen und Monate hinweg ab.

Alternative Zirbenöl: Eine Duftlampe mit geeignetem, natürlichem Zirbenöl kann ebenso beruhigend wirken.

Die positive Wirkung von Zirbenholz konnte bereits eine Studie der Forschungsgesellschaft Joanneum Research nachweisen. Demnach reduziert sich in einem Zimmer aus Zirbenholz der Herzschlag. Zudem verfügten Probanden im Test über eine bessere Schlafqualität, wenn sie in einem Bett aus Zirbenholz nächtigten.

Übrigens: Positive Nebeneffekte von Zirbenkissen sollen sein, dass ihr Geruch entzündungshemmend und antibakteriell wirkt sowie Kopfmerzen lindert.

Welche Arten von Zirbenkissen es gibt

Die Füllung von Zirbenkissen kann zu 100 Prozent aus den Flocken der Arve bestehen. Dann sind die Kissen meistens eher klein und handlich, sodass sie beim Schlafen neben das Kopfkissen gelegt werden können und dort ihren Duft versprühen. Die Kissenhülle besteht dann meist aus Baumwolle oder Leinen.

Zirbenkissen selber machen: Dafür können Sie einfach ein Nachfüllpack bestellen und eine Kissenhülle mit den Holzspänen befüllen.

Es gibt aber auch als Füllung beispielsweise Mischungen aus Zirbenflocken und Schafwolle oder Hirse. Diese können Sie direkt als Kofpkissen verwenden. Ein Zirbenkissen nur bestehend aus Spänen oder Flocken wäre dafür etwas zu hart. Und im Gegensatz zu normalen Kissenfüllungen federn die Flocken nur wenig und passen sich so eher schlecht an die Kopfform und das Gewicht an.

Kauftipp für Zirbenkissen: Achten Sie auf die Bezeichnungen «staubfrei» und «heimische Herkunft» (Schweiz, Österreich, Deutschland). Scheinbar gibt es auch zweifelhafte Importware aus Osteuropa, die beispielsweise sehr staubig sein soll.

Was den Zirbenbaum ausmacht

Die «Königin der Alpen» wird diese Kiefernart genannt, die unter widrigsten Bedingungen in den alpinen Hochgebirgslagen in Höhen zwischen 1'400 und 2'500 Metern wächst. Die grössten Bestände der bis zu 1'000 Jahre alt werdenden Zirbe finden sich im Alpenraum.

Die Zirbe ist die Königin der Alpen und wird unter anderem in Kissen verarbeitet.

Die Zirbe wächst nur in hohen Lagen. Foto: © Magobert, SondraP / iStock / Thinkstock

Die Arve wächst sehr langsam und wird seit Jahrhunderten wegen ihrer lebendigen Maserung genutzt. Wand- und Deckenbeschläge werden daraus ebenso angefertigt wie Möbel oder eben Zirbenkissen.

Quellen: joanneum.at, schweizer-zirbenkissen.ch, presseportal.de, gesundheitskissen.at