Wie Flüchtlinge durch eine Vorlehre bei Coop integriert werden

Advertorial – Für viele Flüchtlinge in der Schweiz ist eine Berufsbildung der grosse Traum. Für die 30 Flüchtlinge, die bei Coop die Integrationsvorlehre machen, ist die Berufswelt bereits zum Greifen nah.

Wie Flüchtlinge durch eine Vorlehre bei Coop integriert werden
Redwan Mohammed macht bei Coop eine Integrationsvorlehre. Foto: © zVg Remo Arnold
  • 62
  • 0

Rund 80 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz sind arbeitslos. Viele von ihnen möchten gerne arbeiten und wollen sich in die Gesellschaft integrieren. Doch eine unzureichende Ausbildung, gesetzliche Vorschriften und Sprachbarrieren erschweren einen Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Da kann die Integrationsvorlehre für Flüchtlinge Abhilfe schaffen. Auch Coop bildet seit letztem August rund 30 Flüchtlinge aus.

Die Chance auf eine Grundbildung

Einer dieser Flüchtlinge ist der 26-jährige Redwan Mohammed aus Eritrea, der im Pilatusmarkt in Kriens in der Molkerei arbeitet. «Ich lerne unglaublich viel, bei der Arbeit und auch in der Schule. Mein Deutsch wird immer besser», sagt Redwan begeistert.

Durch den Abschluss einer Integrationsvorlehre sollen in der Schweiz aufgenommene Flüchtlinge die Möglichkeit erhalten, danach eine berufliche Grundbildung (EBA-/EFZ-Grundbildung) starten zu können. Coop bietet Integrationsvorlehren in den Bereichen Detailhandel Supermarkt oder Bau+Hobby und Logistik an.

Redwans Vorlehre, wie auch die der anderen Flüchtlinge, dauert ein Jahr und beinhaltet den Fachunterricht sowie die  Vermittlung der Grundarbeitsfähigkeit (Normen und Werte) und den berufsbezogenen Sprachunterricht.

Positives Feedback von allen Seiten

Remo Arnold ist für die Berufsbildung bei Coop zuständig

Remo Arnold ist für die Berufsbildung bei Coop tätig. Foto: © zVg Remo Arnold

Das Programm hat  erst vor wenigen Monaten begonnen, ist aber bereits jetzt ein grosser Erfolg ­–­ sowohl für die Flüchtlinge als auch für Coop: «Die Reaktionen sind sehr positiv. Die Flüchtlinge sind unglaublich froh, dass sie arbeiten können, und daher sehr motiviert», erzählt Remo Arnold, der bei Coop in der Berufsbildung tätig ist.

Darum sei auch jeglicher Vorbehalt, der vielleicht bei Mitarbeitenden vorhanden war, schnell verschwunden. «Die Flüchtlinge haben sich durch ihre offene und motivierte Art super schnell integriert», sagt Arnold. Dies bestätigt auch Redwan: «Ich fühle mich gut integriert – ich bin sowieso ein sehr offener Mensch.» Arnold fügt an: «Auch für die Mitarbeitenden ist der kulturelle Austausch und die Zusammenarbeit mit Menschen, die so viel erlebt haben und vieles zurücklassen mussten, eine Bereicherung.»

Die grosse Chance auf den Job

Redwan und Remo Arnold im Coop im Pilatusmarkt

Redwan und Remo Arnold im Coop im Pilatusmarkt. Foto: © zVg Remo Arnold

«Als einer der grössten Arbeitgeber in der Schweiz haben wir eine soziale Verantwortung, die wir so übernehmen. Menschen, die als Flüchtlinge in die Schweiz kommen, wollen arbeiten. Sie wollen sich integrieren. Und so erhalten sie bessere Chancen für beides», sagt Arnold.

Doch Coop tut noch mehr: «Unser Ziel ist es, dass wir allen Absolventen der Integrationsvorlehre wenn möglich direkt eine Lehrstelle bei Coop anbieten. Im Kanton Zürich zum Beispiel konnten wir allen 10 Integrationsvorlernenden im Detailhandel einen Vertrag anbieten», sagt Arnold. Auf eine solche Lehrstelle hofft auch Redwan: «Ich will unbedingt bei Coop bleiben und meine Lehre hier machen.»

Bedingungen für eine Integrationsvorlehre

Jeder Flüchtling, der gerne eine Integrationsvorlehre (INVOL) absolvieren möchte, muss gewisse Bedingungen erfüllen, um sich bewerben zu können. So muss er oder sie in der Schweiz als Flüchtling oder vorläufig aufgenommene Person anerkannt sein, Grundsprachkenntnisse vorweisen können (Niveau A2), motiviert und für den Beruf geeignet sein und bevorzugt im Kanton, in dem er oder sie arbeitet, wohnen.

«Wir laden alle geeigneten Bewerber zu einem Gespräch ein, wovon ein Teil dann eine Schnupperwoche absolvieren darf. Danach wird entschieden, ob eine Integrationsvorlehre angeboten wird. Das letzte Wort hat dabei der Geschäftsführer der jeweiligen Coop-Filiale», sagt Remo Arnold.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Erfahren Sie mehr darüber, wie Coop sich für Flüchtlinge in der Schweiz engagiert, wie das Gütesiegel Solidarité Menschen mit Beeinträchtigung unterstützt oder über die Zusammenarbeit von Coop mit sozialen Institutionen.

Nachhaltigleben