Wasser sparen: Mit diesen einfachen Tipps klappt es

162 Liter verbraucht jeder Schweizer pro Tag im Haushalt. Dazu kommt ein Vielfaches an Wasser, das indirekt durch unseren Konsum anfällt. Dieser gesamte Verbrauch heisst auch Wasserfussabdruck. Aber wie kann man ihn am besten verkleinern?

Wasserfussabdruck, Wasserverbrauch pro Tag und indirekter Waserverbrauch
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Wo wir im Haushalt am meisten Wasser verbrauchen

Im Schnitt verwenden Herr und Frau Schweizer etwa 20 Prozent des täglichen Wasserfussabdrucks auf das Duschen oder Baden. Durchschnittlich sind das 32 Liter am Tag, bei einer angenommenen Duschdauer von acht Minuten. Etwa genauso viel Wasserverbrauch fällt noch mal für Wäschewaschen an.

Kochen, Geschirrspülen und das ein oder andere Glas Leitungswasser machen 15 Prozent aus, das sind etwa 24 Liter. Für Zähneputzen, Händewaschen wie auch die gelegentliche Handwäsche von Kleidung werden 13 Prozent des Tagesverbrauchs eingerechnet, was etwa 21 Litern entspricht.

Der grösste Teil unseres Wasserfussabdrucks entsteht jedoch durch die Toilette. Etwa 30 Prozent und damit annähernd 48 Liter Wasser spült jeder Schweizer pro Tag das Abflussrohr hinunter.

Wie im Haushalt den Wasserfussabdruck verkleinern?

Bei der Toilette lohnt es sich, die Spül-Stopp-Funktion oder bei neueren Modellen die Kurzspül-Taste zu nutzen. Hier steckt laut trinkwasser.ch tatsächlich sogar das meiste Potenzial, um den eigenen Wasserfussabdruck im Haushalt zu verkleinern.

Beim Wäschewaschen gibt es grosse Unterschiede im Verbrauch, der je nach Maschine zwischen 50 und 250 Litern pro Waschgang liegen kann. Aber auch die Füllmenge der Waschmaschine voll auszunutzen oder Sparprogramme helfen, den Wasserverbrauch pro Wäsche zu reduzieren. Auch wer wenig verschmutzte Wäsche mit niedrigeren Temperaturen als angegeben wäscht, kann deutlich sparen.

Duschen verbraucht weniger Wasser als Baden, wenn Sie nicht übermässig lange unter der Dusche stehen. Sich dabei etwas zu beeilen oder beim Einseifen das Wasser kurz abzudrehen, kann hier den Wasserverbrauch noch mals deutlich senken.

Geschirr mit der Hand spülen macht zwar bei den meisten Schweizern keinen grossen Anteil vom Wasserfussabdruck aus. Wer möglichst auf den Geschirrspüler statt auf die Handwäsche setzt, kann aber noch mal ein paar Liter sparen. Besonders, wenn Sie diese Tipps zum Abwaschen beachten: So wäscht Ihr Geschirrspüler noch effizienter

Sparen beim Einkaufen: Indirekten Wasserfussabdruck reduzieren

Virtuelles Wasser wird der Verbrauch bezeichnet, der durch unseren Konsum indirekt anfällt, etwa beim Herstellen von Kleidung oder der Produktion von Lebensmitteln. Sind dies bei einer Tomate etwa 32 Liter,  schlägt eine Jeans oft bereits mit 8'000 Litern Wasserfussabdruck zu Buche. Insgesamt verbrauchen wir so durchschnittlich pro Kopf 4'000 Liter Wasser pro Tag.

Aber wie kann man hierbei sparen? Besonders schwierig selbst festzustellen ist der Wasserverbrauch von Geräten oder auch Kleidung. Hier lässt sich nur sparen, indem Sie auf nachhaltig produzierte Produkte setzen und solche, die möglichst regional hergestellt werden.

Beim täglichen Einkauf im Supermarkt gibt es schon einige Anhaltspunkte mehr, nach denen Sie recht gut Ihren indirekten Wasserfussabdruck möglichst klein halten können. Zum Beispiel verursacht Fleisch einen relativ grossen Wasserverbrauch, ebenso wie Früchte aus weit gereisten, trockenen Regionen. Hier lohnt es sich, ebenfalls auf regionale, aber auch auf wenig verarbeitete Produkte zu setzen. Mehr dazu lesen Sie in dem Beitrag: «Wie Lebensmittel unseren Wasserverbrauch vervielfachen».

Quellen: Trinkwasser.org, wvsaurenhorn.ch, alsana-gembh.de, Wikipedia

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann