Smart Meter in der Schweiz

Hinsichtlich des intelligenten Netzes liegt die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern aber noch weit zurück. Die EU will bis 2020 80 Prozent aller Haushalte mit intelligenten Zählern ausstatten und in Deutschland sind Smart Meter bei Neubauten bereits seit Januar 2010 Pflicht. Hierzulande kommen sie erst in rund 15 Pilotprojekten zum Einsatz, so haben zum Beispiel die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich in Dietikon etwa tausend Smart-Meter-Pakete von Landis + Gyr installiert. Der im Schweizer Zug ansässige Konzern ist globaler Marktführer im Bereich Smart Metering.

Weshalb Smart Meter in der Schweiz trotz der bestehenden, technischen Voraussetzungen bis jetzt nur wenig Verbreitung gefunden haben, zeigt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sie kam zum Schluss, dass der Hauptgrund dafür Befürchtungen seitens der Energieversorger sind, die nötigen Investitionen «nicht durch zusätzliche Erträge kompensieren» zu können. Und was an Energie-Einsparungen überhaupt möglich wäre, hat im Auftrag des Bundes die Studie «Smart Metering Schweiz» untersucht und fand heraus, dass das Einsparpotential der Haushalte bei fünf Prozent liege. Peter Kieffer, Schweiz-Leiter von Landis+Gyr ist sich sicher, dass die Privathaushalte nicht nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sind: «Sie verbrauchen durchschnittlich 17 Terrawattstunden im Jahr - wenn nur durch intelligente Stromzähler fünf bis zehn Prozent gespart werden, dann sind das 1 bis 1,5 Terrawattstunden. Das ist vergleichbar mit dem Energieverbrauch der Stadt Basel.»

Text: Alexa Scherrer