Nachhaltig Stromsparen beim Backen

Immer bei geschlossenem Topf kochen, das spart Energie ein!

Kochen mit Deckel spart Energie ein. Foto: © KatarzynaBialasiewicz / iStock / Thinkstock

Wahre Energieverschwender sind Aufläufe. Diese Gerichte werden zuerst gekocht und anschliessend im Ofen überbacken. Oftmals ist es möglich, komplette Menüs entweder im Backofen oder auf dem Herd zu zubereiten. Beispielsweise können Braten mit bis zu einem Kilogramm Gewicht ohne weiteres in einer Pfanne gebraten werden. So spart man bis zu zwei Drittel an Energie. Ein grösserer Braten eignet sich eher für das Schmoren im Backofen. Wer dafür Heissluft verwendet, kann die Temperatur um 20 Grad herunterregulieren. Diese Funktion ist optimal, wenn mehrere Speisen zeitgleich auf verschiedenen Etagen im Ofen garen. Um das Essen zu kontrollieren, öffnen viele die Herdtür. Bei jedem Blick ins Innere entweichen bis zu 20 Prozent an Energie. Deshalb lohnt es sich, stattdessen die Ofentür zu putzen und durch die Scheibe die Fortschritte zu prüfen. Sonntags backt man am Besten «kleine» Brötchen, indem man den Toastaufsatz nutzt und so bis zu 70 Prozent an Strom einspart.

Kochen mit Dampfgarer oder Steamer

In vielen Küchen entpuppen sich Backöfen auf dem zweiten Blick als Steamer, die auch als Dampfgarer bezeichnet werden. Steamer backen energieeffizient, da sie gut wärmegedämmt sind. Hobbyköche reduzieren durch das Dampfgaren nicht nur die Kochzeit, sondern verstärken auch den Eigengeschmack der Speisen und bewahren wichtige Vitamine.

 

 

Mikrowelle: Nur klein ist tatsächlich fein

Mikrowellen eignen sich hauptsächlich für Singlehaushalte oder Personen, die gerne alleine essen. Für alle, die mehr als eine Portionen zubereiten, zahlt sich dieses Gerät nicht aus. Dann lohnt es sich, den Herd einzuschalten. Laut Stiftung Warentest verbrauchten die meisten der getesteten Kombi-Mikrowellen knapp zehn Prozent mehr Strom als ein Backofen der Energieeffizienzklasse A. Besonders beliebt ist die Auftaufunktion. Wer stattdessen tiefgekühlte Gerichte frühzeitig aus dem Fach herausholt und über Nacht liegen lässt, spart merklich Strom ein.

Das Stromsparen beim Kochen und Backen schliesst auch Tätigkeiten wie die Geschirrreinigung ,  das Aufbewahren von Lebensmitteln und das Lüften mit ein. Wer in der Küche bewusst mit Warmwasser, Kochutensilien und Herd hantiert, kann das volle Energiesparpotenzial ausnutzen.

Linktipps:

 

 

Quellen: Energie Schweiz, BAG topten, Energieeffort oeko-forum Öko-institut.ev, Konsumentenschutz, ewv, ewa Autor: Kerstin Borowiak