7 Tipps zum Stromsparen, die Sie sich merken müssen

Strom sparen lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch fürs Portemonnaie – An einige dieser Spartipps haben Sie bestimmt noch nicht gedacht.

Strom sparen: 7 Tipps und Infos wie Sie Energie sparen im Haushalt
Fangen Sie mit dem Stromsparen nicht erst im Kühlschrank an. oto: © malerapaso / iStock / Getty Images Plus
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Rund ein Drittel unserer Energie verbrauchen wir im Haushalt. Dabei liesse sich mit einfachen Tipps und Tricks viel Strom sparen. Das schont Ressourcen, und ist erst noch gut fürs Portemonnaie. In der Schweiz kostet eine Kilowattstunde (kWh) je nach Kanton und Gemeinde rund 19 bis 22 Rappen. Das heisst, 5 gesparte kWh sind rund 1 Franken wert.

1. Strom sparen mit Töpfchen

Strom sparen mit den richtigen Töpfen beim Kochen

Auch Pasta können Sie mit Deckel kochen und dabei viel Energie sparen. Der Deckel sollte einen Spalt frei lassen, damit das Wasser nicht überkocht. Foto: © nitrub / iStock / Getty Images Plus

Zu jedem Topf passt ein Deckel. Wenn das auch in Ihrer Küche so ist, können Sie richtig viel Strom sparen. Denn kochen Sie mit einem Deckel, der die richtige Grösse hat, können Sie dadurch bis zur Hälfte des Stromes sparen, wie wenn Sie ohne Deckel kochen. Wählen Sie für den jeweiligen Topf die entsprechend grosse Herdplatte auf dem Kochfeld. Die Herdplatte darf dabei auch etwas kleiner sein als der Topf.

Gut zu wissen:

  • Wenn Pasta, Reis, Linsen und Co. kochen, können Sie den Herd auf die niedrigste oder zweitniedrigste Stufe schalten. Mit dem richtigen Deckel, köchelt alles bis zum Schluss weiter.
  • Für alte Herdplatten gilt generell: Egal was Sie kochen, Sie können die Herdplatte bis zu fünf Minuten früher ausschalten und die Saucen, das Risotto oder Ratatouille mit der Resthitze fertig kochen.
  • Kochen Sie die doppelte Menge, dann haben Sie am nächsten Tag gleich noch das Mittag- oder Abendessen. So können Sie auch gleich die Kosten und den Abfall vom Take-Away sparen. Da können Sie auch gleich die Kosten und den Abfall vom Take-Away sparen. Übrigens: Reis, Pasta, Linsen oder Bohnen schmecken auch kalt als Salat sehr gut. Man muss sie also nicht immer extra aufwärmen.
  • Richtig viel Energie spart der Dampfkochtopf, denn er verkürzt die Kochzeit von Gemüse oder Hülsenfrüchten auf einen Viertel der normalen Kochzeit.

2. Strom sparen mit dem Wasserkocher – aber richtig

Die meisten nutzen den Wasserkocher nicht mehr nur für eine Tasse Tee oder für die Wärmflaschen, sondern erhitzen damit auch das Wasser zum Kochen von Pasta, Kartoffeln oder dem Frühstücksei. Das kann bis zu einem Drittel an Strom sparen. Der Grund: Das Wasser auf dem Herd zu erwärmen, dauert länger und ist weniger effektiv. Allerdings sollten Sie dann auch auf die richtige Wassermenge achten und nur so viel Wasser aufkochen, wie Sie wirklich brauchen.

Gut zu wissen:

  • Der Wasserkocher spart nur Strom, falls Sie einen Elektro- und Glaskeramikherd haben. Beim Gasherd ist es genau umgekehrt. Im Vergleich dazu ist der Wasserkocher der Stromfresser.

3. Machen Sie dem Backofen den Gar aus

Strom sparen beim Backofen: Diese Tricks sparen jede Menge Energie beim Backen

Beim Backen lässt sich jede Menge Strom sparen. Foto: © GMVozd / E+

Backen kostet relativ viel Strom. Muss etwas länger darin schmoren, lohnt es sich deshalb, den Ofen vorzeitig auszuschalten und das Essen über die Restwärme fertig garen zu lassen. Muss etwas mehr als 40 Minuten im Ofen garen, können Sie ihn 10 Minuten früher ausschalten.

Ausserdem können Sie sich das Vorheizen in der Regel sparen. Stellen Sie die Pizza oder die Brötchen einfach gleich in den Backofen, wenn Sie ihn anschalten, und rechnen Sie einfach einige Minuten auf die Garzeit drauf.

Gut zu wissen:

  • Backen mit Umluft spart Energie und Zeit.
  • Öffnen Sie während dem Backen möglichst nicht die Ofentür. Dabei gehen jedes Mal gut 20 Prozent der Wärme verloren.

4. Zeigen Sie Ihrem Kühlschrank, wo der Joghurt steht

Wenn Ihr Kühlschrank ordentlich eingeräumt ist, können Sie Abfall reduzieren, weil Sie den gesamten Inhalt immer optimal im Blick haben. Wie es richtig geht, lesen Sie hier: «Kühlschrank einräumen: So bleiben Lebensmittel länger frisch.»

Sie können den Kühlschrank meist auch um einige Stufen runterschalten. Oft ist er nämlich zu kalt eingestellt, weil die Butter im obersten Fach nicht weich werden oder die Milch in der Tür nicht sauer werden soll.

Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad reichen aber völlig, um Lebensmittel frisch zu halten. Pro Grad, das Sie so beim Kühlen sparen, verbrauchen Sie knapp 10 Prozent weniger Energie. Wer seinen Kühlschrank auf 7 statt etwa 3 Grad einstellt, spart rund 40 Franken im Jahr.  

Gut zu wissen:

  • Undichte oder kaputte Dichtungen am Kühlschrank sollten Sie unbedingt ersetzen, sonst verpufft die Kühlenergie in der Küche.
  • Achten Sie in der Küche oder am besten in der ganzen Wohnung auf niedrige Temperaturen. Denn wie die Öffentliche Energieberatung Bern-Mittelland vorrechnet, verbraucht der Kühlschrank bei einer Umgebungstemperatur von 20 statt 25 Grad 45 Prozent weniger Strom – und in einer kühleren Wohnung entstehen tiefere Heizkosten.

5. Bleiben Sie bei der Waschmaschine am Drücker

Energie sparen beim Waschen mit den richtigen Temperaturen. Wäsche trocknen lassen statt Tumblern

Lassen Sie Ihre Wäsche an der frischen Luft trocknen statt im Tumbler. Foto: © Gregi69 / iStock / Getty Images Plus

Die Spartaste an der Waschmaschine soll bei halbvollen Maschinen den Verbrauch senken. Das klappt aber nur sehr bedingt. So spart das Drücken der Taste meist lediglich 20 bis 30 Prozent der Energie, die eine volle Maschine benötigt. Die Waschmaschine immer erst vollmachen und auf die Spartaste verzichten, ist daher deutlich effizienter, um Strom und Wasser zu sparen. Das Gleiche gilt übrigens für die Spülmaschine.

Gut zu wissen:

  • Wer auf den Tumbler verzichtet und die Wäsche im Freien trocknet, spart jährlich 40 bis 60 Franken.
  • 95-Grad-Wäsche ist unnötig. Kochwäsche können Sie gut bei 60 Grad waschen. Das Gleiche gilt für tiefere Temperaturen: Statt 60 Grad reichen oft auch 40, und leicht verschmutze T-Shirts und Jeans brauchen nur 30 Grad.
  • Leicht verschmutzte Wäsche braucht keinen Vorwaschgang.

6. Bleiben Sie cool

Wer das Wasser zu Hause mit einem Elekroboiler erhitzt, sollte beim Warmwasser den Hahn öfter zudrehen. Denn Boiler verbrauchen jährlich in etwa so viel Strom wie alle Haushaltsgeräte und die Beleuchtung zusammen. «Eenews» rechnet vor: ein Vierpersonen-Haushalt kommt so beim Warmwasser auf rund 600 Franken Stromkosten jährlich. Also lieber mal kalt (oder nicht ganz so warm) duschen statt heiss baden und Sparaufsätze auf die Hähne drehen. Mit Letzteren sparen Sie bis zu 30 Prozent Wasser jährlich.

Gut zu wissen:

  • Achten Sie auf die Temperatur beim Boiler: 50 Grad sollten eigentlich reichen. Denn niemand duscht mit 60 Grad warmem Wasser.
  • Schalten Sie den Boiler aus, wenn Sie mehrere Tage oder Wochen verreisen.

7. «Knock out» statt «stand by»

Schalten Sie in den Stand By Modus, um Strom zu sparen im Haushalt

Heute gibt es Stromschalter, die Sie via Smartphone steuern können. Damit schalten Sie alle angeschlossenen Geräte auf einmal ab. Foto: © Daisy-Daisy / iStock / Getty Images Plus

Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht mit Elektrogeräten, die im Stand-by-Modus laufen, jährlich bis zu 670 kWh. Das entspricht Energiekosten von rund 140 Franken, rechnet «Umweltnetz Schweiz» vor. Hier liegt also jede Menge Stromsparpotenzial begraben. Schliessen Sie Fernseher, Receiver, WLAN und Co. an einer Stromschiene an und schalten sie nachts und tagsüber aus, wenn niemand zu Hause ist. Wer das Ausschalten gerne mal vergisst, kann das Problem mit einer Zeitschaltuhr lösen.

Weitere nützliche Infos zum Thema Strom sparen

Unsere 13 Blitztipps zum Energiesparen beim Heizen und im Haushalt

Auf der Webseite der eidgenössischen Elektrizitätskommission finden Sie die Strompreise in Ihrer Wohngemeinde.

Eine Entscheidungshilfe, ob Sie alte Geräte reparieren oder ersetzen sollten, finden Sie auf der Website der Energie Stiftung Schweiz als PDF zum Downloaden.