Richtig heizen: So sparen Sie Energie und Geld

Um in der kalten Jahreszeit effizient Heizenergie zu sparen, ohne ständig zu frieren, müssen Sie einige simple Tipps befolgen. Wer umweltschonend heizen will, braucht nämlich nicht unbedingt ausgeklügelte Heizsysteme – sondern vielmehr bewusstes Nutzungsverhalten.

Ein Grad kälter in der Wohnung und Sie sparen schon viel.
Wenn Sie Ihre Wohnung ein Grad tiefer heizen, sparen Sie schon sechs Prozent Ihrer jährlichen Heizkosten. Foto: © Alterfalter - Fotolia.com
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Der Ökoenergie-Blog für Basel die-energie-bin-ich.ch startet ins neue Jahr mit Richtlinien, die Sie in den Heizmonaten Oktober bis März beachten sollten, um ohne Einbusse an Komfort ökonomisch und ökologisch richtig zu heizen. Das Ziel ist selbstverständlich, eine angenehme und ausreichende Raumtemperatur in der Wohnung zu haben. Im Nukleus der Wohnung, dem Wohnzimmer, sind 19 bis 21 Grad Celsius tagsüber geeignet, so Thomas Kiehl vom Ökoenergie-Blog. In eher selten genutzten Räumen oder im Schlafzimmer reichen 17 bis 19 Grad aus.

Die Küche sollte, obschon oft als Aufenthaltsraum genutzt, ebenfalls nicht sehr warm gehalten werden. Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Geschirrspülmaschine oder Herd geben die restliche Wärme ab. Haben Sie in Ihrer Wohnung Räume, die Sie gar nicht nutzen? Heizen Sie hier auf minimaler Stufe und erhöhen Sie den Heizgrad erst, wenn Sie das Zimmer für längere Zeit nutzen möchten.

Im Bad darf es durchaus etwas wärmer sein als in den anderen Räumen, so Thomas Kiehl auf die-energie-bin-ich.ch. Dennoch sollte vermieden werden, die Heizung dauernd auf höchster Stufe zu lassen. Die richtige Wärme für allfällige Wasserboiler ist ungefähr bei 60 Grad anzusiedeln.

Wenn Sie mit diesen Tipps die Durchschnittstemperatur in Ihrem Heim um einen Grad senken können, sparen Sie sich jährlich sechs Prozent Ihrer Heizkosten. Wichtig für das Energie- und Geldsparen ist allerdings auch das richtige Verhalten während des Heizens. Eine konstante Lüftung der Wohnung mit gekippten Fenstern, hält Ihr Heim im Winter zu kühl und verbraucht kostbare Wärme. Lediglich die Küche und das Bad dürfen unmittelbar nach der Nutzung etwas länger gelüftet werden. Für die restlichen Räume reichen etwa drei 5 bis 15-minütige Lüftungen am Tag vollkommen aus.

Wenn keine automatische Nachtabsenkung im Haus vorhanden ist, werden die Thermostate in den entsprechenden Räumen zurückgedreht. Einen grossen Spareffekt erreicht man, wenn man die durchschnittliche Temperatur der ganzen Wohnung um ein Grad absenken kann. Damit werden die Heizkosten bereits um sechs Prozent reduziert.

Ist es in Ihrer Wohnung trotz diesen Effizienz-Tipps immer noch zu kühl? Das kann beispielsweise daran liegen, dass Ihre Fenster nicht dicht sind. Die Hausverwaltung kümmert sich im Normalfall um die undichten Stellen, ohne dass eine Mietzinserhöhung anfällt. Sollte die Verwaltung es jedoch aufgrund Ihres Hinweises für nötig halten, die Wärmedämmung im Rahmen einer umfassenden Sanierung zu verbessern, können die Mietkosten durchaus höher werden. Lassen Sie sich im Vorfeld am besten vom Mieterverband Ihrer Gemeinde beraten.

Mehr zu Heizkosten und weiteren Energie-Fragen erfahren Sie auf die-energie-bin-ich.ch, dem Ökoenergieblog für Basel.

Text: Sabrina Stallone