Einfach Energie sparen im Haushalt durch umweltbewusstes Waschen

40, 60 und 90 Grad sind die gängigen Waschtemperaturen, mit der wir unsere Kleidung oder Textilien sauber bekommen. Die höchstmögliche Stufe muss es aber nicht immer sein. Meist reicht auch eine niedrigere Temperatur als angegeben ist. Das und weitere Massnahmen zum umweltbewussten Waschen können viel Energie sparen im Haushalt.

Energiesparen im Haushalt durch umweltbewusstes Waschen
Energiesparen im Haushalt können Sie mit jeder Waschmaschinenladung. Warum die Temperatur auch mal runtergedreht werden kann oder es auf die richtige Füllung ankommt. Tipps & Tricks. Foto: © humonia / iStock / Thinkstockphotos
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Energiesparen im Haushalt geht auch mit kleinen Massnahmen. Immerhin fünf Prozent trägt das regelmässige Waschen zu unserer Stromrechnung bei. Sind so richtig alte Maschinen am Arbeiten, kann dies auch schnell mehr sein. Da bringt es schon etwas, wenn man auf umweltbewusstes Waschen achtet.

Energiesparend waschen durch richtige Füllmenge und Dauer

Alles fängt an mit der Beladung der Maschine. Moderne Geräte haben heute oft die so genannte «Fuzzy Logic»-Technik, welche die Füllmenge via Sensoren erkennt und damit die Waschmaschine automatisch darauf einstellt. Selbst einstellen kann man meist nur spezielle Programme für halbe oder volle Waschmaschinen. So richtig viel bringt das aber nicht. Das Öko-Institut gibt nur eine Energieeinsparung von 20 bis 30 Prozent bei halbgefüllter Waschmaschine an. Vielmehr lohnt es sich, die Füllmenge optimal auszunutzen. 

Die Waschmaschine so voll wie möglich zu machen, gehört zum umweltbewussten Waschen und spart insgesamt am meisten Energie. Tipp zur richtigen Füllmenge: Einfach mal das Gewicht mit Hilfe einer Waage auf die empfohlene Menge der Waschmaschine anpassen, um ein Auge für die richtige Füllmenge zu erhalten.

Was die Dauer des Waschvorgangs angeht, reicht in den meisten Fällen ein normales Hauptwasch-Programm. Auf eine Vorwäsche kann in der Regel verzichtet werden. Denn bereits im Hauptwaschgang leisten heutige Waschmittel volle Arbeit. Damit ist die Maschine schneller fertig und Sie sparen Energie.

Umweltbewusst Waschen über die Temperatur

Auch hilft es beim Energiesparen im Haushalt, die Temperatur unter bestimmten Umständen runterzudrehen. 40 oder 60 Grad-Wäschen stammen aus Zeiten, als wir alle wie Schmutzfinken verdreckt und eingestaubt von der Arbeit kamen. Heutige Waschmittel säubern meist hoch effizient, selbst bei niedrigeren Temperaturen.

Von 60 auf 40 Grad runterdrehen und von 40 auf 30 oder sogar auf 20 Grad, wie es heute einige Maschinen anbieten, kann beim umweltbewussten Waschen helfen. Nur bei stark verdreckter Wäsche oder bei ansteckenden Krankheiten im Haushalt wird die 60 Grad Wäsche von Unterwäsche, Handtüchern oder Bettwäsche empfohlen. Auch zur Keimabtötung in der Maschine sollte man einmal im Monat mit 60 Grad waschen.

Ein Schleudern bei 1.200 Umdrehungen die Minute ist zudem völlig ausreichend, um die Wäsche auf ein schnelles Trocknen vorzubereiten. Von höheren Drehzahlen darauf runter zu schalten, nutzt ebenfalls beim Energiesparen im Haushalt.

Apropos Temperatur: Ist das Wasser in Ihrer Region stark kalkhaltig, sind unbedingt Antikalkmittel zu empfehlen. Sie verhindern ein Verkalken der Heizstäbe, was nicht nur deren Lebensdauer erhöht. Denn ein verkalkter Heizstab benötigt auch mehr Energie.

Auf die Waschmittel-Menge achten

Für umweltbewusstes Waschen reicht es in der Regel aus, so viel Waschmittel zu verwenden, wie für «leichte Verschmutzung» und den entsprechenden Wasserhärtegrad empfohlen wird. Denn selbst Öko-Waschmittel enthalten Stoffe, die der Natur nicht gerade besonders gut bekommen.

Moderne Waschmaschinen sparen mehr Energie

Moderne Waschmaschinen helfen von vorneherein beim Energiesparen im Haushalt. Es lässt sich die Temperatur individuell reduzieren und Füllmengen von fünf bis sieben Kilogramm Textilien sind bei neueren Waschmaschinen möglich. Gleichzeitig sind sie heute wesentlich energieeffizienter als noch vor ein paar Jahren. Der Austausch eines Altgerätes kann sich so positiv auf den Geldbeutel auswirken, da neue Geräte bis zu 50 Prozent weniger Energie benötigen als Maschinen, die 10 Jahre und älter sind. Wann es sich lohnt zum umweltbewussten Waschen eine defekte Waschmaschine und andere Haushaltsgeräte reparieren zu lassen oder ein neues Modell zu kaufen, erklärt eine Broschüre von energie schweiz, die es hier zum Download gibt.

Weitere Möglichkeiten zum Energiesparen beim Waschen finden Sie in dem Beitrag «Energiespartipp: Sparsam waschen». Hier erklärt zudem eine Fachfrau, warum Energiesparendes Wohnen zum Trend werden muss.

Quellen: Ökoinstitut e.V., Energiesparen-im-Haushalt.de, Umweltbundesamt.de, Energieschweiz.ch

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann