Schweden sollen wieder reparieren statt neu zu kaufen

Wer Waschmaschine, Laptop oder Schuhe reparieren lässt, muss nicht selten tiefer in die Tasche greifen, als wenn er sich ein neues Gerät kaufen würde. Die schwedische Regierung will das nun ändern und Reparaturen günstiger machen.

Schweden sollen wieder reparieren statt neu zu kaufen
Foto: © PIKSEL / iStock / Thinkstock
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Für das Ausbessern von Kleidern, Schuhen oder Velos berappen Schweden bald vielleicht nur noch 12 statt wie bisher 25 Prozent Mehrwertsteuer. Lassen sie Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Geschirrspüler oder Waschmaschine wieder zusammenflicken anstatt sie zu erneuern, soll die Hälfte der Arbeitskosten dafür zudem von der Einkommensteuer abgesetzt werden können.

Darüber hinaus fordert die schwedische Regierung eine Chemikalien-Steuer, die Preise für Computer und andere Elektrogeräte erhöht. Zusammen mit einer Werbekampagne sollen diese Massnahmen dazu animieren, öfter auf Reparaturen statt Neuanschaffungen zu setzen. Das schont die Umwelt und kann für neue  Jobs vor Ort sorgen.

Die Vorschläge kommen von der in Schweden regierenden Koalition, die aus Sozialdemokraten und der Grünen Partei besteht. Stimmt das Parlament diesen Massnahmen Ende Jahr zu, treten die neuen Gesetze bereits am 1. Januar 2017 in Kraft.

Text: Anja Stettin

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