Mit diesen Tipps waschen Sie Wäsche blitzblank und schonen die Umwelt

Das ist ja wohl einfach oder vielleicht doch nicht? Hier finden Sie die wichtigsten Tipps und ein paar Tricks für das perfekte Waschergebnis, das auch noch die Umwelt und Ihren Geldbeutel schont.

Wäsche Waschen: Die besten Tipps für richtiges Wäschewaschen
Foto: © Altinosmanaj/ iStock / Getty Images Plus
  • 15
  • 0

Das 1x1 des Wäschewaschens

1. Weniger waschen dafür gut lüften

Die Wäsche riecht nicht mehr wie frisch gewaschen, aber schmutzig ist sie nicht wirklich und Schweissgeruch ist auch nicht zu vernehmen? Dann heisst es: Auslüften anstatt gleich wieder waschen.

Das macht nicht nur weniger Arbeit und spart Ressourcen, es sorgt auch für ein längeres Leben der Textilien. Gerade empfindliche Materialien wie Seide, moderne Fasern wie Tencel und Modal und Naturfasern wie Hanf, Leinen und Biobaumwolle sehen durch weniger Waschgänge länger wie neu aus und werden so auch länger getragen.

2. Umweltfreundlich Wäsche waschen mit richtiger Ladung

Wissen Sie noch, wie die Herstellerangabe bezüglich der Befüllmenge der Waschmaschine lautet? Aus Umweltgründen ist es wichtig, die maximale Beladungsmenge der Maschine möglichst immer zu erreichen. Wer regelmässig zu wenig Wäsche in die Maschine packt, benötigt einfach mehr Energie, Waschmittel und Wasser. Das muss nicht sein.

Die Waschmaschine optimal mit Wäsche befüllen

Foto: © Peopleimages/ iStock / Getty Images Plus

Doch viele meinen es auch zu gut und stopfen die Trommel bis zum Anschlag voll. Das wirkt sich nicht nur negativ auf ein perfektes, sprich, sauberes Waschergebnis aus. Denn die Maschine kann durch das Gewicht auch Schaden nehmen und das kann teuer werden. Sie können als Richtlinie einfach mal einen Korb Wäsche abwiegen, um einzuschätzen, wie viel Ihr Wäscheberg tatsächlich wiegt. Oder aber die Maschine nach folgender Faustregel befüllen: Komplett füllen und dabei lediglich leichten Druck ausüben.

3. Das «Vor» beim Wäschewaschen ist überbewertet

Gönnen Sie sich zum Essen lieber öfter mal eine Vorspeise, als beim Wäschewaschen einen Vorwaschgang. Das spart Energie, Waschmittel und Wasser. Zudem ist es in bei normal verschmutzter Wäsche unnötig, die Wäsche vorzuwaschen.

4. Wohl temperiert

Wer nicht gerade einen entsprechenden Job hat oder Flecken auf der Kleidung magisch anzieht, kann den Grossteil seiner Wäsche auch bei niedrigeren Temperaturen als auf dem Etikett angegeben waschen. So benötigen Jeans, Blusen, Hemden und Co. nicht mehr als 30 Grad und nur für die Körperhygiene eingesetzte Handtücher oder Bettwäsche werden auch bei 40 Grad bis in die Fasern rein. Im Verlgeich zu 60-Grad-Wäsche sparen Sie so sehr viel Energie ein.

5. Auf der linken Seite Wäsche waschen

Grundsätzlich sollte Wäsche immer auf der linken Seite, also mit den Nähten nach aussen, gewaschen werden, egal ob Jeans, Pulli, Bettwäsche oder Socken. So wird die rechte Seite beim Waschen geschont und Sie können Ihre Kleider länger tragen. Das Gleiche gilt für das Trocknen der Wäsche. Gerade wer seine Wäsche gerne im Freien Trocknen lässt sollte immer alles mit der linken Seite nach aussen aufhängen, damit die schöne Bluse, die Jeans oder die Bettwäsche keine Lichtschäden davontragen – zumindest auf der Seite, die beim Tragen sichtbar ist.

Tipp: Wer richtig umweltfreundlich waschen will, steckt Wäsche aus Kunstfasern in einen Wäschesack. Denn beim Waschen lösen sich kleinste Fasern aus dem Gewebe die dann als Mikroplastik den Weg in unsere Seen und Flüsse finden.

6. Weniger Umdrehungen bei der Waschmaschine

Was für das Autofahren gilt, gilt auch, wenn Sie Wäsche waschen. Bereits in der Fahrschule lernen Fahranfänger, rechtzeitig zu schalten und den Motor nicht allzu hoch drehen zu lassen. Das spart Sprit und schont letztlich die Technik. Beim Waschen der Wäsche können Sie ebenso auf dieses Prinzip setzen. So benötigen Sie für Bekleidung nicht gleich 1400 Umdrehungen in der Minute. 1000 genügen auch. Das spart Strom und schont nicht nur empfindliche Textilien. Apropos empfindlich.

Nicht ratsam ist es, richtig flauschige Handtücher bei lediglich 1000 Umdrehungen zu waschen. Sie enthalten dann einfach noch zu viel Wasser, trocknen ewig nicht und tropfen im Zweifelsfall auf dem Wäscheständer.

Tipp: Das «Forum Waschen» rät: Funktionskleidung behält seine Funktion länger bei, wenn sie bei geringeren Umdrehungen gewaschen wird.

Feines und schicke Unterwäsche waschen

7. Feine Wäsche waschen im Kopfkissenbezug

Weniger Umdrehungen sind spätestens bei feinen Stoffen ratsam. Dies gilt auch, wenn sie schicke Unterwäsche waschen möchten. Den feinen und empfindlichen Fasern bekommt es zudem besonders gut, wenn sie in einem Wäschesack gewaschen werden. Dann können sie sich auch mal mit der Jeans in der Maschine tummeln. Kein Wäschesack vorhanden? Ein geschlossener Kopfkissenbezug reicht auch völlig aus.

Tipp: Wer während der kalten Jahreszeit unter trockener Luft in der Wohnung und insbesondere im Schlafzimmer leidet, sollte seine Wäsche in den entsprechenden Zimmern zum Trocknen aufhängen. Das spart nicht nur die Energie des Tumblers, sondern sorgt auch für ein angenehmens Raumklima mit der richtigen Luftfeuchtigkeit.

8. Beim Waschen Hand anlegen

Wolle und Feinwäsche von Hand waschen

Foto: © SilviaJansen/ iStock / Getty Images Plus

Den schicken Wollpulli, den Schal oder andere feine Strickwaren – sofern auf dem Etikett nicht ausgeschlossen – können Sie zudem in einer grossen Schüssel oder dem Waschbecken in lauwarmem Wasser per Hand waschen. Das schont wiederum die Fasern, sie können so auch mal Einzelstücke waschen und es spart Energie. Hierzu das Kleidungsstück in das Wasser mit entsprechendem Waschmittel (siehe unten) drücken, leicht durchkneten und einfach mal eine Weile ruhen lassen. Anschliessend gründlich mit kaltem Wasser ausspülen, in einem grossen Handtusch einrollen – entfernt jede Menge Wasser – und, in Form gezogen, glatt ausgebreitet trocknen lassen.

9. Gut Wäsche waschen will Weile haben

Ihre Maschine hat ein Kurzprogramm? Ignorieren Sie es lieber und nutzen Sie, wenn vorhanden, das Eco-Programm. Dieses wäscht zwar deutlich länger, aber das ist auch gut so. Für das Waschergebnis wie für den Energieverbrauch. Soll es doch mal schnell gehen, dann drehen Sie im Kurzprogramm zumindest die Temperatur herunter. Warum? Das erklärt das folgende Video.

 

Mit den richtigen Waschmitteln Wäsche waschen

Wer Waschmittel einkauft, hat die Qual der Wahl. Doch vieles, was in den Regalen für Waschzutaten steht, ist völlig unnötig. Auf welche Mittel Sie beim Wäschewaschen verzichten können und welche Sie benötigen.

Weichspüler vermeiden

Weichspüler lässt Wäsche besonders gut duften, macht sie viel weicher und sie lässt sich im Idealfall besser bügeln. Auch wenn viele Menschen auf den tollen Duft abfahren und die kuschelig weiche Wäsche lieben, Weichspüler ist wirklich unnötig. Dagegen können die Inhaltsstoffe, so etwa der tolle Duft, schnell allergische Reaktionen auslösen.

Damit die Wäsche überhaupt erst weich wird, enthält Weichspüler in den meisten Fällen tierische Fette. Diese Fettschicht, die Sie damit über die Kleidung ziehen, öffnet Bakterien unter Umständen Tür und Tor und die Wäsche riecht nach dem Waschen schneller unangenehm. Zudem wirkt der Fettfilm wasserabweisend, was das Waschergebnis verschlechtert und wiederum für schlechten Geruch sorgen kann.

Wenn es partout Weichspüler sein muss, etwa für die flauschigen Handtücher, dann bitte nicht nach dem Prinzip «viel hilft viel», sondern strikt nach Anleitung dosieren. So hält sich die Umweltbelastung in Grenzen.

Unnötige Waschmittel

Auf Schwarzwaschmittel können Sie ebenso verzichten, wie auf Desinfektionswaschmittel. Laut «Forum Waschen» reichen heute gängige Waschmittel völlig aus, um Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen hygienisch rein zu waschen.

Lediglich, wenn Menschen im Haushalt eine ansteckende Krankheit haben oder wenn Sie Baumwollunterwäsche, Servietten oder Putztücher richtig sauber bekommen möchten sowie Textilien, die mit (Haus-)Tieren in Kontakt kommen, sollten Sie etwas mehr auf die Hygiene achten. Hygienisch rein wird Wäsche bereits bei einer 60-Grad-Wäsche mit einem Vollwaschmittel.

Tipp: Sportler schwören auf Desinfektionswaschmittel für ihre Sportbekleidung. Besonders dann, wenn diese müffelt. Doch das ist gar nicht unbedingt nötig. Dieser Effekt wird minimiert, wenn die verschwitzte Bekleidung nach dem Tragen aufgehängt wird und trocknen kann.

Besonders hartnäckige Düfte lösen sich, wenn sie vor dem Waschen in 1 Teil normalen Essig und 3 Teile Wasser vor der Wäsche eingeweicht werden.

Wenn das Wasser hart ist

Hartes, also sehr kalkhaltiges Wasser ist auf Dauer nicht gut für die Maschine und minimiert die Waschleistung. Moderne Waschmittel enthalten allerdings bereits Wasserenthärter, die jedes noch so harte Wasser in den Griff bekommen. Dies ist dann eine Frage der Dosierung, die auf der Packung angegeben ist. Nur in extremen Ausnahmefällen sind heute noch zusätzliche Wasserenthärter nötig.

Tipp: Wasserwerke, im Idealfall auch die Wasserrechnung, geben Auskunft über die Wasserhärte.

Drei Mittel reichen aus, um Wäsche zu waschen

Ein Vollwaschmittel, ein Colorwaschmittel und eines für feine Stoffe wie Seide und Wolle – mehr ist für ein perfektes Waschergebnis nicht nötig.

Mit Vollwaschmittel wird Weisses und Pastellfarbiges strahlend und hygienisch rein, zudem wird ein unschöner Grauschleier vermieden. Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt übrigens pulverförmige Vollwaschmittel, da sie effektiver und besser reinigen würden, als ihre flüssige Verwandtschaft.

Buntwäsche sollten Sie nur in Ausnahmefällen, dann wenn sie besonders stark verschmutzt ist,  mit Vollwaschmittel waschen.

Auf Vollwaschmittel, welche damit werben, dass sie für weisse und gleichzeitig colorierte Wäsche geeignet sind, solle man dagegen verzichten. Die enthaltenen Bleichmittel würden die Buntwäsche auf Dauer verblassen lassen, so die Verbraucherschützer.

Colorwaschmittel enthält keine Bleichmittel, daher bewahrt es Buntes vor dem allzu schnellen Farbverlust und ist die erste Wahl für alles, das eingefärbt beziehungsweise nicht weiss ist.

Feinwaschmittel ist sinnvoll, wenn Sie besonders empfindliche Fasern wie Seide oder Wolle waschen möchten. Besonders schonend ist hier die erwähnte Handwäsche.

Tipp: Derzeit total angesagt sind Waschmittelkissen (Gelkissen mit Flüssigwaschmittel gefüllt), die direkt in die Trommel gegeben werden. Sie sollen, glaubt man den Werbeversprechen, die Wäsche noch reiner waschen. Das Gegenteil ist allerdings der Fall, so die Stiftung Warentest. Die im Oktober 2018 getesteten Gelkissen bekamen lediglich ein «ausreichend» oder gar ein «mangelhaft». In ihrer Waschwirkung konnten Sie nicht überzeugen. Unsere Redaktion überzeugt der unnötige Materialeinsatz der Kissen schon gar nicht.

Tipp: Umweltbewusste Waschfrauen und –männer achten auf die Auszeichnung mit einem Umweltsiegel wie das EU-Ecolabel oder der Blauen Engel. Normales Flüssigwaschmittel enthält fast immer Mikroplastik (!) und auch bei Konservierungs- und Duftstoffen wird bei nicht zertifizierten Waschmitteln nicht gespart. Die ausgezeichneten Produkte sind indes frei von Plastikpartikeln und enthalten nur ein Minimum der genannten Zusatzstoffe.

Weitere Tipps:

Härtefall: Flecken entfernen

Es gibt im Handel mehrere Duzend Mittel, um Flecken zu entfernen. Für jedes Fleckenproblem scheint es hier ein Spezialmittel zu geben. Manchmal ist Hilfe auch nötig, gerade dann, wenn mit niedrigen Temperaturen gewaschen wird. Unser Tipp: Setzen Sie auf bewährte und einfache Hausmittel aus der Küche, um Flecken wirksam zu entfernen.

Waschmaschine richtig pflegen: So einfach geht's

Nicht nur Weichspüler kann dafür sorgen, dass Wäsche unangenehm müffelt, denn die  Waschmaschine selbst schafft das genauso. In der Waschmaschine können sich, gerade bei der Wäsche mit niedrigen Temperaturen, Mikroorganismen breitmachen, im Falle der Waschmittelschublade auch mal Schimmel.

  • Abhilfe schaffen Sie gegen diesen Biofilm mit einfachen Massnahmen. Eine ist es, sowohl die  Waschmittelschublade, als auch die Tür nach der Wäsche offen zu lassen. Die Schublade kann zudem schnell nach jeder Wäsche mit einem feuchten Tuch ausgewischt werden.
  • Ebenso sollten Sie regelmässig den Dichtungsgummi der Maschine kurz abwischen. Fasern, Wasser und Waschmittelreste werden so entfernt und unangenehme Gerüche vermieden.
  • Hilft dies alles nichts und die Wäsche riecht trotzdem unangenehm, dann sollten Sie mal wieder einen Blick in das Flusensieb werfen und es reinigen.
  • Schliesslich ist es ratsam, ein bis zwei Mal im Monat die Maschine mit einer Ladung 60-Grad-Wäsche laufen zu lassen. Dann hat kein Biofilm eine Chance.

Weitere gute Tipps zum Wäschewaschen finden Sie in der Anleitung vom «Forum Waschen».

Fruchtfliegen bekämpfen: So werden Sie die lästigen Besucher wieder los

Fruchtfliegen bekämpfen: So werden Sie die lästigen Besucher wieder los

Gegen geplante Obsoleszenz: Vorzeitig defekte Produkte jetzt melden

Gegen geplante Obsoleszenz: Vorzeitig defekte Produkte jetzt melden

Dank Energieetikette im Haushalt Strom sparen

Dank Energieetikette im Haushalt Strom sparen