Frühjahrsputz: Fenster streifenfrei sauber mit Bio-Reiniger

Spätestens, wenn die Frühjahrssonne ihre Strahlen durch die Fenster schickt, kommt es heraus: Hat das Putzen mit dem Bio-Reiniger funktioniert? Und sollte man bei den guten, alten Hausmitteln bleiben oder gibt es nachhaltige Produkte zu kaufen, die ihr Geld wert sind?

Fensterputzen ohne Chemie
Mit Bio-Reinigern und altbewährten Hausmitteln können Sie Ihre Fenster umweltschonend und streifenfrei putzen. Foto © iStockphoto / Thinkstock
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Für Oma gab es nur eins: Etwas Essig ins Putzwasser, zum Trocknen die ausgelesene Tageszeitung, ordentlich hauchen und polieren, schon waren die Scheiben blitzblank. Bio-Reiniger gab es anno dazumal noch nicht. Das Hausmittel hat sich bis heute bewährt. Wirklich? Es mehren sich Stimmen, die sagen: So richtig gut klappt es damit aber nicht.

Bio-Reiniger: Zeitungspapier hat ausgedient

Darunter auch Experten wie Willi Stähli, Vizepräsident von Allpura, dem Verband der Schweizer Reinigungsunternehmen. Im vergangenen Frühjahr (April 2012) erklärte er gegenüber dem Radiomagazin «Espresso», dass weder Essig noch Zeitungspapier geeignet seien. Der Essig hinterlasse mit der Zeit einen bläulichen Schimmer auf dem Fensterglas und greife obendrein die Rahmen an. Nach dem Trockenreiben mit Zeitungspapier wiederum verbleibe Druckerschwärze auf den Fenstern. Beides, so kann man folgern, führt also zu genau den Schlieren und Streifen, die doch eigentlich vermieden werden sollten.

Welche Glasreiniger sind wirklich bio?

Auch viele der  «Espresso»-Hörerinnen und Hörer waren sich einig darüber, dass der alte Tipp mit dem Zeitungspapier ausgedient hat. Einige von ihnen hatten andere Lösungen im Angebot: Lieber Haushaltspapier verwenden, das hinterlasse keine Rückstände. Ein weiterer Ratschlag lautete: Anstelle von Essig etwas Brennsprit ins Putzwasser geben. Aber keinesfalls normalen Spiritus, denn der verursache durch seine Zusatzstoffe ebenfalls Streifen. Stattdessen sollte man Isopropylalkohol aus der Drogerie verwenden. Mag ja sein, dass dies blitzsaubere Scheiben ergibt, nur von einem Bio-Reiniger kann man da nicht mehr sprechen. Im Gegenteil: Der leichtentzündliche Stoff ist als «reizend» eingestuft.

Ein guter Tipp, der auf jeden Fall mit bio vereinbar ist, betrifft die Temperatur des verwendeten Wassers. Anders, als man vermuten würde, sollte es zum Fensterputzen nicht zu heiss sein, weil es sonst zu schnell trocknet und nicht den zum Nachpolieren erforderlichen «Hauch» hinterlässt. Aus diesem Grund rät Willi Stähli auch darauf zu achten, dass die Fenster während des Putzens nicht von der Sonne beschienen werden. Nach den Worten des Reinigungsexperten eignen sich auch Abwaschmittel zum fensterputzen. Man sollte aber nur wenig davon ins Putzwasser geben, sonst entstehe zu viel Schaum. Daraus kann man folgern, dass Bio-Spüli genauso geeignet ist.

Bio-Reiniger: Speziell zum Fensterputzen

Obendrein gibt es spezielle Reinigungsmittel zum Fensterputzen, die schnell und vollständig biologisch abbaubar sind. In der Schweiz zum Beispiel den «Glas- und Innenreiniger» der Firma Held (500 Milliliter für 8.40 Franken, teils auch Rabatte möglich). Das Produkt kann auch für alle anderen abwaschbaren Oberflächen verwendet werden. Der Hersteller verspricht «streifenfreien Glanz».

Tipps von Konsumenten zum Thema Bio-Reiniger

Zum Thema Hausmittel finden sich auch zahlreiche Tipps in einschlägigen Internetforen, etwa auf dem deutschen Portal «Frag Mutti». Dort hat zum Beispiel User Michael eine simple wie preiswerte Lösung gefunden: Einfach die Fenster mit klarem (warmem) Wasser abwaschen und mit einem alten, «sehr störrischen» Handtuch abreiben. «Es ist echt genial!», sein Fazit, obendrein könne man das Wasser anschliessend noch zum Blumengiessen verwenden.

Übrigens: Eine ganze Reihe von Lesern ist sich in dem Forum einig, das das Hausmittel Essig nicht gut funktioniert – mindestens genauso viele finden dies aber schon. Vielleicht ist es doch alles nur eine Frage der Technik.

Bio-Reiniger und Hausmittel zum Fensterputzen

 

Quellen: Schweizer Radio und Fernsehen, Allpura, Held, Frag Mutti, Helpster

Text: Christine Lendt