Milben bekämpfen: Diese 8 Hausmittel und Massnahmen helfen wirklich

Keiner kann die kleinen Biester sehen, aber Hausstaubmilben sind überall in der Wohnung und können allergische Reaktionen auslösen. Wir zeigen 8 Hausmittel und Tricks, mit denen Sie die Milben effektiv bekämpfen.

Milben bekämpfen: Massnahmen und Hausmittel gegen Hausstaubmilben
Foto: © selvanegra/ iStock / Getty Images Plus
  • 3
  • 0

1. Feucht durchgewischt 

Parkett, Laminat, Fliesen: Wer abwaschbare Bodenbeläge hat, sollte diese regelmässig feucht aufwischen, denn so erwischen Sie die meisten Milben und deren Kot, der die Hausstaubmilbenallergie auslöst. Wenn Sie die Böden feucht aufwischen, wirbeln Sie keinen Staub auf, sodass auch keine Partikel des Milben-Ausscheidungsproduktes in die Luft gelangen.

Gewusst? Jeder Mensch verliert winzig kleine Hautschuppen, die den Milben als Nahrung dienen.

Vor dem Aufwischen auch so gut es geht die Möbel mit einem feuchten Tuch abwischen. Leider hilft diese Methode nur, wenn Sie alle paar Tage den Putzlappen schwingen.

2. Kurzhaarfrisur für Teppiche

Früher wurde Hausstauballergikern empfohlen, Teppiche aus den Wohnräumen zu entfernen. Der Effekt: Die staubigen «Wollmäuse» fliegen überall in der Wohnung umher und der Kot der Milben ebenfalls. Dieser wird durch die leiseste Luftbewegung aufgewirbelt, Allergiker wissen, was das bedeutet. Niesattacken, tränende Augen und eine laufende Nase.

Milben bekämpfen: Massnahmen und Hausmittel gegen Hausstaubmilben

Foto: © belchonock/ iStock / Getty Images Plus

Teppiche sind trotz Hausstaubmilben keine schlechte Alternative, da diese Staub und Allergen besser am Boden festhalten. Allerdings sollte der Teppich kein hochfloriger Flokati sein, sondern eher einer mit Kurzhaarfrisur.

Voraussetzung ist natürlich, dass regelmässig gesaugt wird, am besten mit einem Staubsauger mit einem sogenannten mikrofeinen oder HEPA-Filter. Der filtert auch die Allergene aus der Abluft.

3. Gut gebettet

Im Laufe der Jahre ist Ihre Matratze sprichwörtlich gesättigt mit Milben und deren Hinterlassenschaften. Die Stiftung Warentest rät daher insbesondere Allergikern, spätestens nach sieben bis zehn Jahren die Matratzen auszutauschen.

Allergiker sollten zudem die Matratze mit einem milbensicheren Überzug bedecken. Mit diesen Encasing genannten Überzügen bekämpfen Sie keine Milben, aber Sie kommen nachts weniger mit dem Allergen in Kontakt.

4. Bettenmachen ist unnötig

Sie gehören zu den ordentlichen Menschen, die morgens, gleich nach dem Aufstehen die Betten ordentlich richten? Das ist unnötig, denn um die Milben zu bekämpfen bleiben die Bettdecken zurückgeschlagen und unordentlich, zudem fliegt das kuschelig-warme Kopfkissen aus dem Bett.

Milben bekämpfen: Massnahmen und Hausmittel gegen Hausstaubmilben

Foto: © Marilyn Nieves/ iStock / Getty Images Plus

Der Grund ist einfach und die Massnahme ein gutes Hausmittel gegen Hausstaubmilben. Die Wärme und Feuchtigkeit, die Sie nachts abgeben, sind ideale Bedingungen, unter denen sich die Milben pudelwohl fühlen. Fenster auf, durchlüften und die Unordnung dulden, zudem ein Mal pro Woche die Bettwäsche wechseln, das hilft, um Milben im Schlafzimmer merklich zu bekämpfen.

5. Warum Nacktheit auch mal gut ist

Hautschuppen, setzen sich gerne in unserer Kleidung fest. Ziehen wir uns dann vor dem Zubettgehen aus, wirbeln viele Hautschüppchen wie ein unsichtbarer Konfettiregen durch die Luft.

Der Effekt: Stehen wir dabei direkt beim Bett, landen unsere Schüppchen ebendort und dienen den Milben als Nahrung. Besser ist es, sich im Bad oder so weit wie möglich vom Bett entfernt zu entkleiden. Durch diese einfache Massnahme bekommen die Milben einfach und merklich weniger ihrer Leibspeise.

Tipp: Sofern Sie sie bewegen können, die Matratze gerne 1 x die Woche an das geöffnete Fenster stellen. Das hilft, um Milben darin zu bekämpfen. Wenn Sie kein Pollenallergiker sind, gerne auch raus in die Sonne stellen.

6. Lieber Pulli, statt Heizung

Sie frieren leicht und in der Wohnung wird es für Sie erst angenehm bei 23, 24 Grad? «Prima» sagen da die Milben, denn das ist auch ihre Wohlfühltemperatur.

Wer die Raumluft stattdessen und gerade in der kalten Jahreszeit bei eher 21 Grad hält – gerne auch ein, zwei Grad weniger – noch dazu für eine geringe Luftfeuchtigkeit unter 50 Prozent sorgt, macht es den Milben wiederum schwer.

7. Ab in die Wäsche mit dem Teddy

Tipp: Statt auf die heute noch üblichen Federbetten und –Kissen, lieber auf Allergiker freundliche Bettwaren setzen, die meist bei 60 Grad waschbar sind.

Die Kissen auf der Couch, die Kuscheldecke oder die Teddys im Bett und viele andere Wohntextilien sind wahre Milbenmagneten. Sofern waschbar, sollten Sie diese Decken, Accessoires und Kuschelmonster regelmässig bei 60 Grad waschen. Das macht den Milben den Garaus und entfernt deren Kot. Idealerweise trocknen Sie die Produkte anschliessend im Trockner. Vorraussetzung ist natürlich, dass auch die Textilien diese Hitzebehandlung vertragen.

8. Milben eiskalt erwischen

Was Sie nicht waschen können, wie beispielsweise die Kuscheldecke aus Wolle, das können Sie auch einfrieren, um die Hausstaubmilben zu bekämpfen. Denn Kälte mögen Milben einfach nicht und sterben durch sie ab.

Allerdings sollten die Textilien dafür für 24 Stunden unter Kälteschock stehen.

Wissenswertes zu Milben

Milben oder Hausstaubmilben sind gerade einmal 0,3 Millimeter gross. Wie das Allergiezentrum Schweiz, aha!, weiss, findet man in einem Teelöffel Haustaub im heimischen Schlafzimmer durchschnittlich 1000 Milben. Die im Staub enthaltenen Hautschuppen sind ihre Nahrung und sie mögen es gerne dunkel, warm und feucht, ein Umstand, der sie gerne in die Matratze, die Couch oder andere kuschelige Stoffwaren mit Sack und Pack einziehen lässt.

In einer Matratze können weit über 1 Million Milben leben.

Das eigentliche Allergen befindet sich im Kot der Milben. Es ist so leicht, dass es sich in der Luft verteilt und bei Hautkontakt oder beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen kann.

6,25 % der Schweizer leiden an einer Hausstaubmilbenallergie.

Quellen: aha.ch, Vorname.com, Stiftung Warentest

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

Haustiere senken das Risiko von Asthma bei Kindern

Haustiere senken das Risiko von Asthma bei Kindern

Kreuzallergie: Wenn Pollenallergiker auf Lebensmittel reagieren

Kreuzallergie: Wenn Pollenallergiker auf Lebensmittel reagieren

Pollen-Saison wird dieses Jahr heftiger als sonst

Pollen-Saison wird dieses Jahr heftiger als sonst