Rasierpflege im Ökotest: Was pflegt Männerhaut, was schadet ihr?

Das Lager der Männer ist in Sachen «Rasur» gespalten. Für viele ist es eine Glaubensfrage, ob Mann sich nass oder trocken rasiert. Doch das Ziel ist allen gleich: Ein gepflegtes Äusseres. Da stellt sich die Frage, was ist wirklich gut, um sich zu rasieren und danach die Männerhaut zu pflegen und was ist eigentlich in den Produkten enthalten? So manch schädliche Substanz, sagt Ökotest.

Rasierpflege im Ökotest: Was pflegt Männerhaut, was schadet ihr?
Um die gereizte Haut nach einer Rasur zu pflegen, eignet sich gesunde Rasierpflege am besten. Foto © Hemera / Thinkstock
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Zu den von Männern – oder deren Frauen – meist gekauften Pflegeprodukte zählen Kosmetika für und nach der Rasur. Sie sollen die Rasur schonend machen, danach die Haut beruhigen und pflegen, Poren schliessen und Entzündungen vermeiden. Doch leider ist laut Ökotest nicht jedes Produkt für die Rasierpflege zu empfehlen.

Rasierschaum und After Shave im Test

Alle Mittel zur Rasierpflege duften mehr oder weniger intensiv. Und hier liegt eines der ersten Probleme. Denn oftmals sind die Duftstoffe allergieauslösend. Häufig sind dies laut Test künstliche Moschusverbindungen oder ein verwandter Stoff, der mit dem wohlklingenden Namen Cashmeran bezeichnet wird.

Zum Nachteil der Verbraucher sind diese Zutaten meist nur unter der Sammelbezeichnung «Parfüm» zu finden. Weitere allergieauslösende Duftstoffe: Eichenmoos oder Baummoss, die etwa in Old Spice Original After Shave enthalten sind. Auch sie gelten als allergieauslösend und können sowohl in After Shave als auch Rasierschaum enthalten sein.

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Rasierpflege im Ökotest

Eine gute Rasierpflege gehört nach einer gründlichen Rasur dazu, denn dann ist Ihre Haut gereizt und trocken. Doch nicht alle Pflegeprodukte eignen sich gleich gut: Einige enthalten schädliche Inhaltsstoffe, andere wiederum sind ungefährlich. Wir zeigen, was man(n) sich wirklich auf die Haut schmiert und wie die Produkte im Ökotest abschneiden.
Foto © Yuri Arcurs / Hemera / Thinkstock

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Es geht zwar ohne, wie es in diversen Tests heisst, dennoch enthalten viele Rasierpflegeprodukte PEGs oder PEG-Derivate. PEGs sind als bedenklich eingestuft, dienen aber in vielen Produkten als Emulgatoren oder als waschaktiver Zusatz. Und diese Zutat sollte bei der Rasierpflege, genauer, der Pflege danach, gemieden werden. Denn statt die Poren zu schliessen, sorgen PEGs dafür, dass sich die Poren weiten und dadurch Schadstoffe eindringen können.

In einem Test von 2012 enthielt immerhin die Hälfte aller getesteten Produkte zur Pflege von Männerhaut diesen Zusatz. Beispiele: Boss Orange Man After Shave Lotion, Bruno Banani Dangerous Man After Shave Lotion oder Palmolive For Men Sensitive Rasierschaum.

Als ebenso problematisch eingestuften Inhalt finden sich einige Konservierungsstoffe. So kann Triclosan enthalten sein, eine halogenorganische Verbindung, die ebenfalls Allergien auslösen kann. Oder auch der Konservierer DMDM Hydantoin - beispielsweise in Gillette Fusion Rasierschaum zu finden -, der krebserregendes Formaldehyd abspalten kann.

Zudem entdecken die Ökotester immer wieder bedenklichen Schutz gegen UV-Strahlung in Kosmetika, der allergisierend, wie ein Hormon wirken soll und selbst in der Muttermilch nachzuweisen ist. So auch im Test von After Shaves und Lotions, auch wenn der Nachweis in der Muttermilch natürlich eher weniger ein Männerproblem darstellt.

Männerhaut pflegen: Allgemeine Tipps

Naturkosmetikprodukte sind oft die bessere Wahl bei der Pflege nach der Rasur, wie der Test zu After-Shave, Rasierschaum und Co. ergab. Doch auch hier gibt es manchmal Probleme, denn natürliche Duftstoffe können teilweise ebenso allergische Reaktionen auslösen.

Gerade wer zu Allergien neigt und eine empfindliche Haut hat, sollte laut Ökotest ruhig mal in das Regal für Babypflege schauen. Diese unterliegt hohen Auflagen und schneidet in Tests oft gut ab.

Wissen Sie nicht genau, ob ein Produkt empfehlenswert ist oder nicht, dann testen Sie es ganz einfach! Geben Sie den Namen in hier unter Produktinformationen ein und schon sehen Sie, welche postiven und negativen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Quellen: Öko-Test, Codecheck-info, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann