Natur-Stoffe für die Pflege der Haare

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Auch die Haare lassen sich mit natürlichen Stoffen wirkungsvoll pflegen. Foto: © Valua Vitaly / iStock / Thinkstock

Die Haare als Zierde unseres Kopfes sollen natürlich auch nicht vergessen werden. Für sprödes, trockenes und widerspenstiges Haar ist eine Rahmpackung wirkungsvoll. Einfach drei Esslöffel Rahm, einen Teelöffel Mandelöl und einen Teelöffel Zitronensaft vermischen und gründlich einmassieren. Zehn Minuten Einwirkungszeit sind angemessen. Bei fettigem Haar kann man sich auch vor dem Waschen den Saft von zwei Zitronen einkämmen und eine halbe Stunde wirken lassen. Die Haare werden glänzend und geschmeidig.

Gerade Blondinen können ihrem Haar ab und zu ein Bierchen gönnen. «Bier pflegt und hellt die Haare leicht auf», sagt Patricia Baumann. Für Brünnetten gibt es aber auch etwas im Kühlschrank: Die Zwiebel erzeugt eine Braun-Tönung. Hierzu übergiesst man 50 Gramm Zwiebelschalen mit einer Tasse kaltem Wasser, stellt das auf den Herd und erhitzt es bis zum Kochen. Nach fünf Minuten filtert man den Sud ab. Dieses Gebräu massiert man mehrmals täglich ins Haar, bis man den gewünschten Ton erreicht hat. Auch graue Haare können so überdeckt werden.

Bio-Kosmetik oder chemische Produkte

Und für die kleine Erfrischung zwischendrin hat Patricia Baumann Tipps parat, die nicht nur in Filmen, sondern auch im wahren Leben wirken: «Gurkenscheiben vor dem Schminken auflegen, das macht die Augen wach und frisch», sagt sie. Gegen müde Augen am Morgen empfiehlt sie einen Teelöffel ins Eisfach und danach auf die Augen zu legen. «Sehr wichtig ist aber auch die tägliche Reinigung der Gesichtshaut. Der ganze Schmutz, der im Winter auf weissem Schnee sichtbar wird, liegt auch auf unserer Haut.»

Aber auch wenn diese Tricks schöner machen und selbstgemachte Kosmetik pflegt und erfrischt, betont Patricia Baumann, dass das alles professionelle Kosmetik nicht völlig ersetzen kann. «Bei einer professionellen Kosmetikbehandlung kriegt man genau die Produkte, die man braucht, individuell auf den Hauttyp abgestimmt», sagt sie. Denn Profis haben neben ihrer Ausbildung auch eine Menge Erfahrung. Zudem muss man hier nicht auf Naturkosmetik verzichten: Immer mehr Kosmetikerinnen spezialisieren sich auf diesen Bereich.

Text: Rafaela Roth

Tipps für einfache, selbstgemachte Naturkosmetik:


  • Lippenpeeling: Einen Esslöffel Honig und Kristallzucker vermischen, bis die Masse fest wird. Danach zwei Minuten einwirken lassen, einmassieren und zum Schluss genüsslich von den Lippen lecken.

  • Mandel-Gesichtspeeling (für trockene Haut mit vergrösserten Poren): Drei Esslöffel fein geriebene Mandeln, zwei Esslöffel süssen Rahm und einen Teelöffel flüssigen Honig vermischen.

  • Avocadomaske (reifere, trockene Haut): Eine halbe Avocado pürieren und mit einem Teelöffel Zitronensaft, einem Teelöffel Honig und einem Esslöffel Sahne oder Quark verrühren.

  • Hafermehl-Maske (normale Haut): Zwei Esslöffel Hafermehl, zwei Esslöffel heisse Milch und zehn Tropfen Zitronensaft vermischen. Ruhig rund 20 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmem Wasser abspülen.

  • Rahmpackung für trockene Haare: Drei Esslöffel Rahm, einen Teelöffel Mandelöl und einen Teelöffel Zitronensaft vermischen und gründlich einmassieren. Zehn Minuten Einwirkungszeit sind angemessen.

  • Blondhaar-Tipp: Haare mit Bier behandeln und gründlich auswaschen.

  • Zwiebel-Braun-Tönung: Hierzu 50 Gramm Zwiebelschalen mit einer Tasse kaltem Wasser übergiessen, bis zum Kochen erhitzen, nach fünf Minuten man den Sud abgiessen und mehrmals täglich ins Haar einmassieren, bis man den gewünschten Ton erreicht hat. Auch graue Haare können so überdeckt werden.