Mit drei einfachen Zutaten natürliches Badeöl selber machen

Wenn die nasse Kälte uns so richtig durchfrieren lässt, kommt ein warmes Bad gerade recht. Noch besser wird es durch das passende Badeöl – zum Beispiel mit beruhigendem Lavendel, erfrischender Orange oder heilendem Eukalyptus.

Badeöl selber machen: Einfache Rezepte für duftende Öle
Foto: © LiliGraphie / iStock / Thinkstock
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Im Schnitt geben wir Schweizer pro Kopf jährlich 275 Franken für Beautyprodukte aus, so viel wie kein anderes europäisches Land. Oft würde es aber einfache und natürliche Alternativen geben, die man schnell selber herstellen kann – wie etwa bei den Badeölen.

Ein heisses Bad ist nicht nur wegen seiner Wärme so richtig wohltuend. Auch angenehme Düfte können dazu beitragen, sich zu entspannen oder zu erfrischen. Einige Badezusätze helfen sogar dabei, Beschwerden zu lindern sowie die Haut zu pflegen. Und dafür reichen auch schon mal drei einfache Zutaten.

Grundrezept, um ein entspannendes Badeöl selber zu machen

Für ein Badeöl braucht es eigentlich nur ein neutrales Öl, beispielsweise Oliven-, Sonnenblumen-, Mandel- oder auch Jojobaöl und ein natürliches, ätherisches Öl. Zur Entspannung passt etwa Landel, Rosmarin oder Sandelholz. Achten Sie aber immer darauf, dass die ätherischen Öle für Kosmetik geeignet sind.

Dazu kommt direkt vor dem Baden noch ein Emulgator, wie etwa Milch. Er sorgt dafür, dass sich die Öle besser mit dem Wasser verbinden.

In diesem Verhältnis mischen Sie Ihr Badeöl zusammen:

100 ml neutrales Öl
10 - 15 Tropfen für Kosmetik geeignetes, natürliches Lavendelöl

Kurz vor dem Baden ein Schuss Honig, Milch, Buttermilch oder Sahne als Emulgator, möglich ist auch Mulsifan

Vermischen Sie die beiden Öle miteinander und füllen Sie das Ganze in eine dunkle Flasche. Sie können auch mehr oder weniger Badeöl herstellen. So vermischt lässt es sich mehrere Wochen lang aufbewahren. Wichtig: Die Ölmischung vor dem Gebrauch immer gut schütteln.

Den Schuss Honig, Milch oder Sahne brauchen Sie erst, kurz bevor Sie in die Wanne steigen. Entweder vermischen Sie die gewünschte Menge Badeöl vorher damit oder Sie geben den gewünschten Emulgator ins Badewasser und dann das Badeöl.

Passen Sie die Menge Badeöl und die Zutaten nach Ihren Wünschen an

Wenn Sie die Mengen entsprechend reduzieren, können Sie schnell für jedes Bad einzeln Ihr Badeöl herstellen und geben dann die Milch oder Sahne gleich mit dazu. Der Vorteil davon ist, dass Sie je nach Stimmung mit unterschiedlichen ätherischen Ölen experimentieren können. Das passende Rezept dazu finden Sie weiter unten.

Wer in grösseren Mengen, etwa als Geschenk, ein komplett fertiges Badeöl selber machen möchte, kann dafür 10 - 15 ml Mulsifan statt den natürlichen Emulgatoren direkt mit zu den Ölen geben. Dies ist zwar ein synthetisch hergestellter Emulgator. Mit ihm bleibt das Badeöl jedoch länger haltbar. Dadurch engehen Ihnen allerdings die pflegenden Eigenschaften der zusätzlichen natürlichen Zutat.

Mehr als nur ein Emulgator: So pflegen Sahne, Milch und Honig zusätzlich

Geben Sie mit 100 – 200 ml etwas mehr Buttermilch, Milch oder Sahne zu dem Badeöl ins Wasser, oder mehrere Esslöffel Honig, tragen diese zusätzlich so richtig zur Pflege der Haut bei und machen sie besonders zart. Auch vegane Alternativen wie Mandelmilch sind hierfür bestens geeignet.

Ihr Badeöl können Sie in unzähligen Varianten herstellen

Wird etwa das entspannende Lavendelöl gegen Orangen- oder Zitronenöl ausgetauscht, dann ist ein Gute-Laune-Bad garantiert. Denn diese frischen Düfte beleben und sorgen für aufhellende Stimmung. Achten Sie aber immer darauf, dass die ätherischen Öle für Kosmetik geeignet sind.

Soll das Bad dagegen bei einer Erkältung helfen, sind Sie mit einer Mischung aus Eukalyptus- und Latschenkieferöl gut beraten. Dieses Badeöl hilft dann insbesondere im Anfangsstadium von Husten und Schnupfen. Das Latschenkieferöl kann aber auch durch vergleichbar wirkendes Thymianöl ersetzt werden. Vorsicht jedoch bei sehr empfindlicher Haut oder offenen Wunden. Eukalyptusöl kann diese reizen.

Badeöl für nur ein Bad selber machen

Sie möchten ein Badeöl nur mal ausprobieren oder sich die Mischung einfach lieber immer frisch machen? Dann können Sie auf folgendes Verhältnis der Zutaten setzen: 2-3 Esslöffel Öl mit 3-5 Tropfen ätherischem Öl vermischen. Dann nur noch etwas Honig, Milch oder Sahne dazu, und schon ist das Einmal-Badeöl fertig.

Weitere Badezusätze herstellen von Bomben bis Pralinen

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Lassen Sie Ihr Bad duften wie der Frühling

So machen Sie Kirsch-Badesalz 

Holen Sie sich den Frühling ins Bad mit dem Duft nach frischen Kirschblüten. Für ein tolles Kirsch-Badesalz benötigen Sie nur 500 g Meersalz, etwas rote Lebensmittelfarbe in Pulverform und natürliches, ätherisches Kirschöl. Geben Sie zunächst 10 bis 20 Tropfen des Öl in ein Glas und verteilen Sie es durch Schwenken gut. Dann füllen das Salz und die Farbe hinzu und schütteln das Ganze gut durch.

Kirsch-Badeöl ganz einfach selber herstellen

Um Kirsch-Badeöl selber zu machen, füllen Sie 225 ml Olivenöl in eine Schüssel. Dazu kommen 25 ml Lysolecitin (erhältlich unter anderem bei heilpflanzen-atelier.ch für CHF 6.90 pro 50 ml) als Emulgator, 10 Tropfen ätherisches Kirschöl und etwas rote Lebensmittelfarbe. Nun verrühren Sie alles gut mit dem Schneebesen und füllen es anschliessend in ein Glas ab. Wenn sich das Lecitin mal am Boden absetzt, brauchen Sie das Badeöl nur zur schütteln.

Klein aber fein – Badepralinen

Für die Badepralinen benötigen Sie etwas mehr Zutaten als für Badesalz- oder -öl. Vermengen Sie zunächst 100 g Natron mit 50 g Zitronensäure und 25 g Stärke (z. B. Maizena). Nun schmelzen Sie langsam 50 g Kakaobutter, 50 g Kokosöl und 50 g Sheabutter, bevor Sie diese zu den trocknen Zutaten geben. Dazu kommen nun noch 10 g Lysolecitin und 10 Tropfen ätherisches Kirschöl und etwas rote Lebensmittelfarbe. Das Ganze vermischen Sie gut und füllen es zum Aushärten in Pralinen- oder Seifenformen ab. Foto: YelenaYemchuk / iStock / Thinkstock
 

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Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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