Rasieren, epilieren, enthaaren: Tipps und Haarentfernung im Test

Für viele Frauen gehört es einfach dazu: Die Haare unter den Achseln und in der Bikinizone sollen weg, und spätestens im Sommer sollen auch die Beine streichelzart und haarlos sein. Die schnellste Methode dafür ist wohl die Rasur. Zudem gibt es aber auch Enthaarungscremes, Epilierer, Waxing oder die Lasermethode, um Körperhaare zu entfernen. Enthaarungsmethoden im Test und Tipps zur Haarentfernung.

Epilierer, Enthaarungscreme oder doch rasieren: Vor- und Nachteile
Lästige Körperhaare kann man zum Beispiel mit Kaltwachsstreifen entfernen. Foto: iStock / Thinkstock
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Der Klassiker: Haarentfernung mittels Rasierer

Die Rasur der Körperhaare ist wohl die beliebteste Methode des Haarentfernens. Ab unter die Dusche, Rasierer in die Hand und los geht es. Das ist Alltag in vielen Bädern. Zwar hält das Ergebnis nicht gerade lange an, dafür ist die Methode schnell, effektiv und wenig schmerzhaft.

Bei dieser Haarentfernung sollte beachtet werden, dass die Haare sich leichter entfernen lassen, wenn sie in warmem Wasser bereits aufgeweicht sind. Wenn sie allzu lang sind, sollten sie vorher gekürzt werden, das erleichtert die Rasur.

Ideal ist es, einen Rasierschaum zu verwenden. Das lässt die Klingen geschmeidiger über die Haut gleiten, entfernt besser die Haare und verhindert Hautirritationen oder gar Verletzungen. Für Rasierschaum wie die obligatorische, hautberuhigende Pflege danach gilt: Möglichst auf Produkte mit Duft- und Konservierungsstoffen verzichten. Diese können schnell Hautirritationen verursachen. Alternativ gibt es einige Rasierer, die mittels einer gelartigen Gleitschicht vor den Klingen das Rasieren vereinfachen.

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Das Rasieren ist die gängigste Form der Enthaarung

Eingewachsene Haare, Pickelchen und Hautrötungen - manchmal ist die Entfernung der Körperhaare eine Qual. Tipps, Tricks und die verschiedenen Methoden finden Sie im Artikel und in dieser Bildgalerie.

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Und noch ein nachhaltiger Tipp: Das Wasser sollte nach dem kurzen Aufweichen der Haare nicht durchgängig laufen, denn der Wasserverbrauch ist hierdurch immens. Einweichen, Wasser abdrehen, gegebenenfalls Schaum auftragen – der dann auch nicht gleich wieder weggespült wird – und die Rasur beginnen. Und danach: Haare gründlich aus dem Rasierer. Denn im feuchtwarmen Bad ist der Klingenzwischenraum ein wahres Paradies für Bakterien, die wiederum Entzündungen verursachen können.

Rasierer im Test: Günstig kann auch gut sein

Die Stiftung Warentest und das Magazin K-Tipp haben gängige Damenrasierer unter die Lupe genommen. Wie gut rasieren sie Achseln, Bikinizone und die Beine, wollten die Tester wissen. Und sie unterzogen die Rasierer einem Praxistest bezüglich Handhabung, Komfort und Hautschonung.

Gillette-Rasierer waren dabei nicht nur preislich ganz weit vorne, sondern auch beim Praxistest. So erhielten der Venus Pro Skin Sensitive, Embrace und Spa Breeze die Note «sehr gut» von den Warentestern. Bei K-Tipp siegte der Ombia Ladyshaver von Aldi, der mit unter fünf Franken auch preislich attraktiv ist.

Und der generelle Tipp: Drei Klingen bei den Rasierern würden ausreichen, zwei indes seien zu wenig. Hiermit wurde die Haut auffallend oft verletzt. Bei allen Rasieren sei es zudem sinnvoll, die Klingen regelmässig zu wechseln. Auch dies verhindert Hautverletzungen und sorgt für ein glatteres Ergebnis. Und, sollte es doch mal zu Pickeln kommen, können diese Hausmittel gegen Pickel helfen.

Haarentfernung mittels Epilierer

Zwar entfernt die Epilierer-Methode Körperhaare effektiver, da die Wurzel gleich mit entfernt wird, wodurch das Ergebnis langanhaltender ist. Epilieren bedeutet also länger glatte Haut, aber auch schlankere, weniger auffallend nachwachsende Haarspitzen und allmählich abnehmende Haardichte. Selbst die Zahl der lästig einwachsenden Härchen soll sich reduzieren. Doch viele scheuen sich davor, einen Epilierer zu benutzen. Gerade an den empfindlicheren Stellen, also Achseln und im Intimbereich, kann der Einsatz eines Epilierers als sehr unangenehm empfunden werden, wie sogar der Hersteller Braun auf seiner Webseite beschreibt.

Tipp zum Epilierer: Der Epilierer sollte sorgsam gepflegt werden, denn hier können entzündungsfördernde Bakterien lauern.

Ganz schön ätzend: Haarentfernung mit Enthaarungscreme

Nicht nur bei Anfängern beliebt: Enthaarungscremes. Auftragen, abwarten, entfernen und weg sind die Haare. Wie das geht ist klar: Mittels Chemie, die oft auch durch ihren mehr oder weniger unangenehmen Geruch negativ auffällt. Sie löst die Haare einfach auf, was bei vielen Anwendern mit empfindlicher Haut unter anderem Reizungen und allergische Reaktionen auslösen kann.

Einige in Enthaarungscreme enthaltene Haarauflöser werden vom unabhängigen Verbraucherportal Codecheck als eingeschränkt oder gar nicht empfehlenswert eingestuft. So kann in Enthaarungscreme beispielsweise Potassium Thioglycolate (gesehen bei Veet Enthaarungscreme) enthalten sein, welches aufgrund seiner agressiven Wirkung nicht in die Augen gelangen sollte. Zudem machen Stoffe wie PEGs/PEG-Derivate in diesem wie anderen Enthaarungscremes die Haut durchlässiger für Schadstoffe.

Wer schliesslich noch mehr Geld für das Loswerden der Körperhaare ausgeben möchte, ist mit einem Waxing oder einer Zuckerpaste (Sugaring) gut beraten, am besten beim Profi. Hier selbst Hand anzulegen ist wesentlich schmerzhafter. Auch die Laserentfernung ist ein effektives Mittel zur Haarentfernung. Sie geht aber mit mehreren Sitzungen beim Fachmann ganz schön ins Geld. Je heller die Haare sind, umso grösser ist dabei das Risiko die Haut zu verbrennen und aufgrund hormoneller Veränderungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können die Körperhaare durchaus wieder spriessen.

Quellen: Ktipp, Stiftung Warentest, Braun.de, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann