Tabu Damenbart: Was gegen das gar nicht so seltene Problem hilft

Südländische Gene, generell zu viele männliche oder zu wenige weibliche Hormone, die Wechseljahre oder auch die Einnahme von Medikamenten können Ursachen für einen Damenbart sein. Für viele ist er ein Schönheitsmakel, der sie stark belastet. Doch es gibt hilfreiche Methoden den Frauenbart auf gesunde aber auch auf weniger gesunde Weise wieder los zu werden.

Damenbart oder Frauenbart: Ursache und Methoden zum Entfernen
Das Thema Damenbart ist für viele Frauen ein Tabu. Dabei sollen 20 - 30 Prozent aller Frauen hiervon betroffen sein. Die Ursachen und die üblichen Entfernungsmethoden im Überblick. Foto: © Mikhail Laptev / iStock / Thinkstockphotos
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Bis zu einem Viertel aller Frauen sollen laut Schätzungen von einem Damenbart betroffen sein. Der Mangel an Östrogenen oder ein Überschuss an Androgenen führt dabei zu verstärktem Haarwuchs, eben an jenen Stellen, die typisch für männliche Körperbehaarung sind. So kann neben einem Damenbart auf der Oberlippe auch am Kinn oder Dekolleté ein mehr oder weniger ausgeprägter Frauenbart entstehen. Selbst Oberschenkel, Po oder der Bauchbereich können betroffen sein. Frauen, die nicht mit einem Damenbart leben oder eine Hormontherapie über sich ergehen lassen möchten, haben folgende Möglichkeiten. Diese reichen von relativ natürlichen Mitteln bis zur teils gesundheitlich bedenklichen chemischen Haarentfernung.

Damenbart: Die Haare mechanisch entfernen

Die mechanische Entfernung des Damenbarts ist wohl die schnellste, aber nicht immer die angenehmste Methode. Manche Frau greift hier gerne zu einem Rasierer. Doch die Haare über der Lippe zu rasieren ist nicht gerade eine langfristige Lösung. Zumal die abgeschnittenen Haare dickere Enden haben und damit beim Nachwachsen deutlicher zu sehen sind. In der Regel ist hier also öfteres Hand anlegen die Konsequenz.

Dieses Problem hat frau eher nicht, greift sie zum Epilierer. Denn der Epilierer entfernt die Haare eines Damenbarts inklusive der Haarwurzel. Der Vorteil: Das Ergebnis ist länger anhaltend und, wächst der Damenbart wieder nach, kommen die Haare feiner zum Vorschein als nach einer Rasur. Der Nachteil bei dieser Methode der Entfernung des Damenbarts ist, dass sie zumindest bei den ersten Malen recht schmerzhaft sein kann.

Nicht minder schmerzhaft ist es mit Kalt- oder Heisswachs den Frauenbart zu entfernen. Fachleute sagen zudem, dass die meist sehr feinen Härchen bei dieser Methode auch abbrechen können. Damit ist diese Art der Haarentfernung oft nicht mit 100-prozentigem Erfolg gekrönt.

Weitere Methoden, um einen Damenbart zu entfernen

Als weitere Option, den Frauenbart zu entfernen gibt es Enthaarungscremes. Diese funktioniert über den Einsatz von Chemie, welche die Haare einfach auflöst. Thioglycol heisst der dafür verwendete Inhaltsstoff, der jedoch als giftig eingestuft wird. Deshalb gibt es zahlreiche Menschen, die hierauf mit Hautrötungen oder anderen Reizungen reagieren. Zwar sind laut Stiftung Warentest die Mittel heute nicht mehr übermässig aggressiv, dennoch kann der Stoff auch unter die Haut gelangen. Zudem darf Enthaarungscreme unter keinen Umständen in die Augen oder auf Schleimhäute gelangen, was bei der Behandlung im Gesicht deutlich schneller passieren kann als an anderen Stellen. Die Creme entfernt dabei, wie die Rasur, nur den sichtbaren Haarteil.

Auch das Färben des Damenbarts wird in so manchem Bad regelmässig vorgenommen. Besonders bei eher dunklen Haaren kann das Blondieren die Auffälligkeit des Damenbarts reduzieren. Aber auch hier gilt: Hautreizungen sind möglich.

Und dann gibt es noch das Lasern des Frauenbartes. Das ist wohl die kosten- und zeitintensivste Methode, um die lästigen Haare zu entfernen. Und, geht es nach den Beiträgen in einigen Foren, sollen die Haare oft nach ein paar Jahren wieder spriessen. Vor allem bei hellen Haaren scheint die Lasermethode zum Entfernen des Damenbarts nicht sehr dauerhaft.

Damenbart entfernen besonders effektiv

Wohl eine der besten Methode für Frauen einen Bart zu entfernen, kommt ursprünglich aus dem Orient und wird Fadentechnik genannt. Hierbei wird von der Kosmetikern ein Faden mit hohem Baumwollanteil verendet, der mit etwas Geschick die Haare samt Wurzel längerfristig entfernt, und das ganz ohne Chemie. Wie man diese Damenbart-Entfernungsmethode selbst erlernen kann und wie es die Kosmetikerin macht zeigt ein Video:

Quellen: Stiftung Warentest, Symptomat.de, Kosmetikerschule Hamburg

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann