Welcher Lichtschutzfaktor für Sie der richtige ist

Mit dem richtigen Lichtschutzfaktor schützen Sie Ihre Haut beim Sonnenbaden. Welche Sonnencreme Sie optimal schützt und warum der Sonnenschutzfaktor nicht immer zuverlässig ist.

Lichtschutzfaktor: Wie hoch er sein sollte und wie oft eincremen
Foto: © RossHelen / iStock / Thinkstock
  • 24
  • 0

Jeder Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit, die ihn vor den schädlichen Einflüssen der Sonne schützt. Der Lichtschutzfaktor oder Sonnenschutzfaktor von Sonnencreme verlängert die Zeit, die wir an der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen oder die Haut zu schädigen. Doch dieser Lichtschutzfaktor (LSF) hat auch seine Tücken und Sie sollten ihn mit Vorsicht nutzen.

Der Hauttyp bestimmt den Eigenschutz gegen die Sonne

Je dunkler die Haut von Natur aus ist, desto besser ist der Eigenschutz gegen die Sonne. Deshalb bestimmt die Hautfarbe auch, wie lange Sie sonnenbaden können, ohne sich zu verbrennen.

 

Helle Hauttypen haben ungefähr einen Eigenschutz von 10–25 Minuten, bei einem mittleren liegt der natürliche Schutz bei etwa 15–25 Minuten und bei einem dunklem Hauttyp bei 20–40 Minuten. Wenn das Sonnenbad länger dauert, übrigens auch bei leicht bewölktem Himmel, sollten Sie sich eincremen. Aber mit welcher Sonnencreme?

So erkennen Sie Ihren Hauttyp

Hauttyp 1: Sehr helle Haut, rote Haare, blaue Augen, viele Sommersprossen
Hauttyp 2: Helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen

Welcher Lichtschutzfaktor für Sie der richtige ist

Der Hauttyp ist ausschlaggebend für den Lichtschutzfaktor. Foto: © iStock / Getty Images Plus/ E+; Collage: Redaktion Nachhaltigleben

Hauttyp 3: Hellbraune oder olivfarbene Haut, braune Haare, braune Augen
Hauttyp 4: Dunkle Haut, schwarze Haare, braune Augen

 

So wissen Sie, wie hoch der Lichtschutzfaktor sein muss

Mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme lässt sich ausrechnen, wie lange Sie sich eingecremt in der Sonne aufhalten können, ohne die Haut zu gefährden.

Welcher Lichtschutzfaktor für Sie der richtige ist

Foto: © VectorMoon / iStock / Thinkstock, bearbeitet von der Redaktion

Dafür multiplizieren Sie den Eigenschutz Ihres Haupttyps einfach mit dem jeweiligen Lichtschutzfaktor. Ein Beispiel:

Angenommen, Ihre Haut verkraftet etwa 15 Minuten ohne Sonnenschutz und Sie nutzen eine Creme mit dem Sonnenschutzfaktor 20. Dann können Sie Ihre Haut theoretisch 15 x 20 Minuten lang der Sonne aussetzen. Das sind 300 Minuten oder 5 Stunden, ohne dass Sie Ihre Haut gefährden – zumindest theoretisch.

Was den Sonnenschutz mindert

Es gibt einiges, was den angegebenen Lichtschutzfaktor reduziert. Dazu gehören:

  • Schwitzen
  • Baden
  • Haut, die noch kaum an die Sonne gewöhnt ist, wird schneller rot, unabhängig davon, welchen Hauttyp Sie haben. Der Sonnenschutzfaktor muss höher sein, damit die Haut gleich lange geschützt ist.
  • Die Höhenlage, in der wir uns befinden: In den Bergen ist die schädliche UV-Einstrahlung intensiver als in niederen Lagen.
  • Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr ist wesentlich stärker, daher braucht es einen höheren Lichtschutzfaktor, um gleich lange geschützt zu sein.  
  • Auch wie viel Sonnencreme Sie auf die Haut auftragen, entscheidet über den Schutzfaktor.
  • Helle Flächen wie Wasser, Schnee oder Sand reflektieren die schädlichen UV-Strahlen stärker und es braucht einen höheren Schutzfaktor.

Gut zu Wissen:

Auf der Website des Bundesamts für Gesundheit finden Sie einen täglich aktualisierten UV-Index, der angibt, wie stark die UV-Strahlung in den verschiedenen Regionen der Schweiz ist.

Die Krux mit dem Sonnenschutzfaktor und den UV-Strahlen

Rund 6 Prozent des Sonnenlichts bestehen aus den schädlichen und unsichtbaren UV-Strahlen. Wobei UV-Strahlen zu 95 Prozent aus UVA-Strahlen und zu 5 Prozent aus UVB-Strahlen bestehen.

Der Lichtschutzfaktor von herkömmlichen Sonnencremes gibt nur den Schutz vor UVB-Strahlen an. Denn diese führen zu Sonnenbrand und können Hautkrebs auslösen.

Aber auch die UVA-Strahlen wirken sich negativ auf die Hautgesundheit aus. Sie sind zwar schwächer, dringen aber tiefer in die Haut ein. Sie fördern die Hautalterung und können Hautkrebs begünstigen.

Der UVA-Schutz muss nur mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen. Deshalb gilt die oben angegebene Rechnung nur bedingt. Denn die Sonnencreme mit LSF 20 schützt dann im schlimmsten Fall nur ein Drittel der errechneten Zeit, hier circa 100 Minuten.

Gut zu wissen: Nach Ablauf der Schutzzeit sollten Sie die Sonne für längere Zeit verlassen, auch nachcremen bringt dann nichts mehr.

 

Das Problem: Sie können selbst nicht feststellen, wie hoch der tatsächliche UVA-Schutz in einer Creme ist. Damit müssen Sie grundsätzlich erst mal davon ausgehen, dass nur die minimalen Anforderungen von einem Drittel des LSF erfüllt sind.

Wichtig sind jedoch beide Filter: Der UVB-Schutz hält den Sonnenbrand fern und der UVA-Filter schützt vor der Bildung von Melanomen, also Hautkrebs.

So schützen Sie sich noch besser vor der Sonne

Wer sich nicht bloss auf den Sonnenschutzfaktor in der Sonnecreme verlassen möchte, sollte wissen:

  • Stoffe, die dicht und kompakt verarbeitet sind, schützen besser vor UV-Strahlung als beispielsweise feines Leinen.
  • Dunkle Farben schützen besser vor schädlicher Sonnenstrahlung als helle
  • Wer seine Kleider locker trägt, ist besser vor UV-Strahlen geschützt. Schlecht hingegen sind nasse, ausgedehnte Kleider.

Wussten Sie das? 5 schnelle Infos zum Lichtschutzfaktor

•    Braun werden Sie auch mit Sonnencreme und im Schatten, dann nur langsamer.
•    Kinderhaut ist sehr empfindlich. Der Lichtschutzfaktor sollte für sie besonders hoch sein.
•    Ein weites, weisses T-Shirt hat mindestens den LSF 10, ein schwarzes sogar 15. Liegt es eng an oder ist nass, reduziert sich der UV-Schutz.
•    Es gibt spezielle Bekleidung mit UV-Schutz, die für Outdoor-Aktivitäten bei Sonnenschein sinnvoll ist.
•    Pro 1000 Höhenmetern über dem Meeresspiegel nimmt die Sonnenintensität um etwa 10 % zu.

 

Quellen: krebsliga.ch, bfs.admin.ch, sonnenschutz-sonnenklar.de

Natürliche Hausmittel bei entzündeten und geschwollenen Lippen

Natürliche Hausmittel bei entzündeten und geschwollenen Lippen

Verführerischer Augenaufschlag dank Rizinusöl für die Wimpern

Verführerischer Augenaufschlag dank Rizinusöl für die Wimpern

Solarenergie: 14-Jähriger entwirft den Solar Baum

Solarenergie: 14-Jähriger entwirft den Solar Baum