Natürlicher Sonnenschutz im Test

Um wircklich sicher zu gehen, sollten Sie heraus finden, was für ein Hauttyp Sie sind und dann dazu den passenden Sonnenschutzfaktor waehlen.

Um wirklich sicher zu gehen, sollten Sie heraus finden, was für ein Hauttyp Sie sind und dann dazu den passenden Sonnenschutzfaktor wählen. Foto: © LuckyBusiness / iStock / Thinkstock

 

Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand. Wer sich schützen möchte, sollte stets Sonnen-Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden. Doch viele überschätzen den Schutz und sonnen sich länger als angeraten ist. Dadurch steigt wiederum das Hautkrebsrisiko – trotz Sonnen-Creme.

Viele herkömmliche Produkte enthalten chemische UV-Filter. Einige davon stehen unter Verdacht, hormonähnlich zu wirken. Bio-Cremes hingegen setzen auf natürliche Inhaltsstoffe und häufig auch auf mineralischen UV-Schutz. Diese werden von Ökotest besonders für Kinder, Schwangere und stillende Mütter empfohlen. Wichtig ist auch, dass diese gegen UV B- und UV A-Strahlen wirksam sind. Ökotest (2010) untersuchte deshalb 25 Sonnen-Cremes. Zwei Bio-Sonnenschutzmittel sind empfehlenswert. Zwei weitere Bio-Produkte erhielten für die Inhaltsstoffe ein sehr gut, jedoch Notenabzug für den Umkarton und Mängel bei den Hinweisen. Einzig das natürliche Sonnenschutzmittel von Annemarie Börlind wurde mit einem ausreichend bewertet, da es künstlichen Moschusduft und dem Weichmacher Diethylphthalat aufwies. Inzwischen bringt der Hersteller das Sonnen-Fluid 20 ohne diese Zusatzstoffe auf den Markt. Weitere zehn herkömmliche Cremes schneiden gut ab. Ökotest vergab für insgesamt sechs Marken aufgrund umstrittener Inhaltsstoffe die Noten mangelhaft und ungenügend.

Der Test zeigt, dass ökologisch-natürliche Sonnenschutzmittel die herkömmlichen Cremes hinter sich lassen. Vier der getesteten Produkte sind auch in der Schweiz erhältlich: Sante Sun Lotion, Eco Sonnencreme mit Sanddorn, Lavera Sun und Annemarie Börlind. Man sollte sich nach dem Sonnenbad eine After Sun Lotion gönnen, die die Haut beruhigt. Diese gibt es von Eco, Sante, Annemarie Börlind, Lavera und Dr.Hauschka. Zusätzlich pflegen Balsamstifte mit LSF und bringen sogar ein wenig Farbe auf die Lippen. Alle Produkte sind in Fachgeschäften, Reformhäusern oder online z.B. unter www.portanatura.ch erhältlich.

Allgemeine Tipps für einen gesunden Sonnenschutz der Haut

Nathalie Gerber von der Krebsliga Schweiz rät: «Der richtige Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlen, der Aktivität sowie der Dauer des Aufenthaltes an der Sonne ab.» Deshalb empfehle die Krebsliga, sich im Sommer von 11 bis 15 Uhr im Schatten aufzuhalten, sich mit Kleidern zu schützen und auf die unbedeckten Körperstellen Sonnenschutzmittel aufzutragen. Weiterhin ist zu beachten:

  • Unbedeckte Haut schützt man mit Sonnenschutzmittel mit UV B- UND UV A-Filter (als Logo auf dem Produkt).
  • Man trägt die Sonnen-Creme dick auf. Auch wenn diese wasserfest ist, sollte man sich nach dem Baden und Abtrocknen neu eincremen. Das gilt auch, wenn man beim Sport stark schwitzt.
  • Schatten ist noch immer der beste Sonnenschutz. Jedoch können Sand, Wasser oder Beton die Strahlung reflektieren, was dann den Schutz mindert. Auch bei bewölktem Himmel erreicht immerhin bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung die Erdoberfläche.
  • Dichte und dunkle Kleidungsstoffe sind weniger durchlässig als loses sowie helles Gewebe. Zudem schützen locker fallende und trockene Kleider besser gegen UV-Strahlen. Inzwischen ist Kleidung mit Lichtschutzfaktor erhältlich: www.sunskin.de.
  • Zur Vorbereitung sollte man unbedingt auf das Solarium verzichten. Das beschleunigt die Hautalterung und erhöht die Hautkrebsgefahr.

Weitere Infos rund um das Thema Sonnenschutz finden Sie hier:

BAG informiert, wie man sich richtig schützt.
Die Krebsliga Schweiz erklärt umfassend über Sonnenbrand, seine Folgen und dessen Vermeidung.

 

Die Inhaltsstoffe einzelner Produkte finden Sie hier:

codecheck.info - bietet online unabhängige Produktinformationen anhand des Strichcodes. Und auch mit der App von codecheck.info können Sie sich jederzeit von vielen Produkten die Inhaltsstoffe und deren Problematik auf dem Handy anzeigen lassen.

 

 

Quellen: Krebsliga.ch, BAG skw, idw,natrue.org,k-Tipp, Ökotest,BFS, rosenfluh.ch, portantura.ch,kassensturz / SF, vichyconsult.de,   openpresse.de  Text: Kerstin Borowiak

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